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 Kleine Geschichten aus dem Zirkel

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Altra

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BeitragThema: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:47

In diesem Thread möchte ich die ganzen IC-Geschichten aus unserem Forumsthread im Aldor-Realm-Forum herüberretten. Auf eine grossartige Formatierung habe ich verzichtet. Ich bitte dafür um Verständnis, da das bei der Masse an Posts dann doch in zuviel Arbeit ausgeartet wäre. Es wurde also einfach nur kopiert.

http://eu.battle.net/wow/de/forum/topic/1172963025

und:

http://eu.battle.net/wow/de/forum/topic/5208451637

Zwischen "wichtig" und "unwichtig" wollte ich ebenfalls nicht entscheiden. Eine kleine Ruhepause bei einem Becher Tee ist für das Verständnis der Einheit so wichtig, wie die Gedanken während eines Kampfeinsatzes. Viel Spaß beim Lesen und beim Kennenlernen des Smaragdzirkels.


Zuletzt von Altra am 24.10.12 16:20 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:48

Luthien, 18.10.2010

Luthien zog den schweren Vorhang vor ihrem Quartier zu, wandte sich um und sah auf die elfenleere Straße hinunter. Zu spät für Kaldorei, zu früh für Menschen, dachte sie und sah in Richtung der Enklave, wo sie die Krone des neuen Unterkunftbaumes erkennen konnte, den die Druiden für die Flüchtlinge aus Gilneas hatten wachsen lassen.
Ihre Brauen zogen sich leicht zusammen, als sie an die bisherigen Begegnungen mit diesen seltsamen Wolfsmenschen dachte, dann griff sie hörbar durchatmend nach ihrem Gepäcksack und machte sich auf den Weg zu den Hippogryphenstallungen.
Sie hatte jetzt keine Zeit, sich über die Neuankömmlinge zu wundern. Denn der Zirkel rief sie in den Hyjal, um sich mit anderen Verbündeten dem Schattenhammer entgegen zu stellen, der den heiligen Berg mit Verderbnis und Zerstörung überzog.

"Mein Freund", murmelte sie und trat lächelnd an den großen Hippogryphen heran, der sie mit einem leisen Schnarren begrüßte und bereitwillig die mitgebrachte Leckerei annahm. Geduldig verharrte Kal'Nor, bis Luthien das Gepäck verzurrt hatte und sich auf seinen Rücken schwang. Die kleine Kaldorei lehnte sich im Sattel vor, bis ihre Wange den Hals des Hippogryphen nahe des Kopfes berührte. "Auf, Sternenhimmel... auf nach Nordrassil," flüsterte sie.

Der Hippogryph spannte sich, stiess einen Schrei aus und erhob sich mit kräftigen Flügelschlägen in den Morgenhimmel über Darnassus.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:49

Linyenwa, 29.12.2010

Linyenwa zog mal wieder mit einem sachten Lächeln durch Darnassus. Gern ging sie hier spazieren, mit wachsamen Augen. Wenn sie die Tiere hier beobachtete und den Einklang des großen Ganzen musste sie lächeln. Dort ist ja Ellistrae in ihrem Gildenhaus. Sie sieht so nachdenklich aus. Sicher ist sie eine gute Anführerin, denn sie hat kampfgeist, sie schafft es schon, ihre Bewahrer der Kaldorei zu leiten. Der Weg führt weiter zur Enklave des Cenarius. Hm...der gute Tyrr steht auch wieder dort oben herum, seine schützende Hand über seine Druiden gerichtet....doch wo nur ist Luthien? Bestimmt hat sie viel zu tun. Alles Gute, Schwester. Gebt auf euch acht. Mit einem Lächeln auf den Lippen bleibt Linyenwa einen Moment auf dem Brückenbogen stehen und blickt auf das glitzerne Wasser, der Mond spiegelt sich darin. Es ist schön, wieder hier zu sein...
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:49

Linyenwa, 27.12.2010

Linyenwa blickte sich um, als sie vor dem Geist der Kal'dorei, dem Geist der Quel'dorei und dem Geist der Sin'dorei stand. Dahin hat euch eure Magie also gebracht... Der große weiße Tiger an der Seite der Nachtelfe passte sehr gut zu dem im Sonnenlicht glänzenden Schnee. Linyenwa musste lächeln. So viel Elend in unserer Welt, dennoch gibt es noch so viel schönes, was es sich zu schützen lohnt. Linyenva Tavaril Waldgeist blickte auf ihr junges Mondkinküken, in Decken eingehüllt, der Kälte Winterquells trotzend. Und ich werde alles tun, um all das zu schützen...so wie die anderen Druiden, welche ich so sehr schätze. Sie streichelte dem weißen Tiger nocheinmal durchs Fell, dann sagte sie in druidischer Sprache zu ihm Bleib du hier, ich werde allein auf den gefrohrenen Wasserfall klettert und das magische Böse dort besiegen...
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:50

Luthien, 02.01.2011

Luthien nickte dem Boten dankend zu, als sie die Nachricht entgegen nahm. Während sie das Siegel brach und das Pergament entrollte, sah sie dem Überbringer noch einen Moment nachdenklich hinterher, dann senkte sie den Blick auf das Papier.

Mit jeder Zeile zogen sich ihre Brauen mehr zusammen, bis über ihrer Nasenwurzel eine steile Unmutsfalte stand. "Was ist denn das für ein Unsinn?" schnaubte sie, hob den Kopf und rollte das Pergament unsanft zusammen. Ihr Blick suchte den Hauptraum des Stützpunkts ab, in dem wie immer geschäftiges Treiben herrschte. Sie musste Nebelfalke finden und ihm bescheid sagen, dass sie nach Darnassus reisen musste... "Als ob wir hier nichts Wichtigeres zu tun hätten", knurrte sie unwillig und machte sich auf den Weg zu ihrem Lager, um ihre Sachen zusammen zu suchen.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:50

Luthien, 11.01.2011

Mit einem Laut, der irgendetwas zwischen Brummen und Seufzer war, streckte sie sich auf ihrem Lager und blinzelte in das durch den schweren Vorhang gedämpfte Zwielicht des späten Nachmittags in ihrem Quartier.
Die kleine Kaldorei setzte sich auf, fuhr sich mit den Fingern einer Hand durch die nachtblauen langen Flechten. Verharrte noch einige Momente, während sich langsam ihre Gedanken um die Geschehnisse des Vorabends, die aktuellen Aufgaben und die bevorstehende Nacht legten.

In der gestrigen Zusammenkunft waren aktuelle Informationen ausgetauscht worden zur Situation im Hyjal und einigen Geschehnissen auf Teldrassil. Im Anschluss hatte ein junger Druide vor den Druiden der Einheit vorgesprochen.
Zu später Stunde war die Hohe Schwester der Sternenklingen erschienen, in Begleitung einer weiteren Priesterin und einer Schildwache. In einem Gespräch mit Morgennebel, Tiefendonner und Hainläufer konnten die Unstimmigkeiten hinsichtlich der Arkanisten geklärt werden.

Einige Zeit später stand Luthien mit einer Tasse Tee in beiden Händen auf dem Balkon ihres Quartiers und blickte über die Stadt. Ihre Haare fielen nun gut gekämmt in einem lockeren Zopf über ihren Rücken und sie trug bequeme Laufkleidung. Als sie die Tasse wegstellte, fiel ihr Blick auf ihre Ausrüstung. Gereinigt, gut gepflegt und marschbereit belegte diese fast ihre komplette Sitzecke.
Sie hoffte inständig, dass sie nun bald in den Einsatz zurückkehren konnte. Angesichts der Aufgaben, die sie wieder in den Hyjal riefen, schien ihr jede Nacht die sie in der Stadt verbrachte zu viel. Und nicht nur ihr ging es so...

Mit einem kurzen Ruck zog sie den Vorhang zu, suchte sich behende den kurzen Weg über den Dachvorsprung auf die Straße. Federnd kam sie auf und verfiel sogleich in einen lockeren Aufwärmtrab.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:52

Luthien, 21.01.2011

Die Nacht war weit fortgeschritten, als das kleine Boot in Ruth'theran anlegte und ihr Erkundungsgang nach Dunkelküste somit zum Ende kam. Die Passage vom Festland war etwas unruhig gewesen, doch zum Glück war Lor'Danel nicht weit und die Strecke schnell zu überbrücken.

Luthien hatte kaum einen Fuß auf festen Boden gesetzt, als Elenya mit einem erleichterten, fast zu hastigen Satz an Land sprang, was die kleine Jolle für Momente bedenklich zum Schaukeln brachte. "Ruhig, Mädchen, ruuhig...", die Kaldorei trat an die große, junge Wintersäblerin heran und rubbelte ihr herzhaft durch das dichte Nackenfell, was diese mit einem leisen, immer noch etwas unruhigen Brummen quittierte.
Luthien griff um und schwang sich behende auf Elenya's Rücken. Kurze Zeit passierte sie das Tor der Stadt und lenkte sie die großen Katze Richtung Enklave.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:53

Luthien, 25.01.2011

Statuenstill stand die kleine Kaldorei auf der Rampe des Hauptquartiers. Die Handflächen ruhten locker auf den Dolchknäufen und die leichte Brise, die hier und da spielerisch nach ihren nachtblauen Flechten griff, war die einzige erkennbare Bewegung. Der Blick jedoch, mit dem ihre weissgolden glimmenden Lichter an der kleinen Gruppe hingen, die sich langsam Richtung Ruth'theran entfernte, strafte die äussere Ruhe Lüge.

Ihre Begeisterung über diesen Einsatz hielt sich in Grenzen. Zu viel lag in ihrer Heimat im Argen, als dass sie es sich gerade jetzt leisten konnten Kräfte nach Draenor zu schicken... doch dem dringlich erscheinenden Ruf Fedryen Flinkwhispers - eines Bruders des Zirkels -, der Shan'do Tiefendonner vor Kurzem erreichte, hatten sie sich nicht verschließen können oder wollen.
Und so führte Tiefendonner nun diese kleine Delegation in die Scherbenwelt, um die Angelegenheit näher zu untersuchen. Luthiens Brauen zogen sich leicht zusammen... gut erinnerte sie sich an die Zeit, die sie in dieser seltsamen, zerrissenen Welt für die Expedition des Cenarius tätig gewesen war und daran, wie wenig sie es dort gemocht hatte.

Ein kalter, lähmender Druck legte sich auf ihre Brust, als die Gruppe sich endgültig in der Ferne verlor und auch der vertraute silberne Schopf aus ihrem Sichtfeld verschwand. "Verdammt," schnaubte sie, mit sich ärgerlich verengenden Augen und schüttelte unwirsch den Kopf... 'reiss dich zusammen Nachtfeder!', ...schalt sie sich stumm in Gedanken. 'Das ist nicht der erste Einsatz und wird auch nicht der Letzte sein...ganz normale Routine... was ist nur los mit dir?'
"Das Leben ist die Pflicht", geisterte die Stimme des Sprechers durch ihre Gedanken. "Ach halt die Klappe, Tyrr", murrte sie leise und mit einem jähen Ruck kam Bewegung in die kleine Kaldorei, als sie sich energischen Schrittes in Richtung ihres Quartiers aufmachte.

Auch sie selbst würde schon morgen in den Hyjal zurückkehren, um ihre Aufgaben dort zu beenden und sie hatte dafür gesorgt, dass sie unverzüglich benachrichtig würde, sollte es bei dem Draenor-Einsatz zu Problemen kommen.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:53

Myraki, 26.01.2011

Ein sanfter Wind beherrscht die Stille, als Sara langsam durch die Stadt spaziert. Es ist genau jene Stadt, jenes Volkes, das sie einst vor einem frühzeitigen Ende bewahrte und doch kann sie sich nicht von dem Gefühl trennen, doch öfter einen abweisenden Blick oder eine abweisende Geste eines Kaldoreis zu erhalten. Sie könnte wenigstens frei in Worgengestalt herum laufen, wird nicht von den Schildwachen weggeschickt oder gleich beschimpft, wenn sie, wie absurd es auch klingen möge, in den Tempel geht um dort ein Gebet an Elune, einen Namen den sie noch nicht lange in ihrem Wortschatz aufgenommen hatte, doch sehr zu Dank verpflichtet ist.

Doch genau in diesem Moment wird sie von einer Einsamkeit übermannt, die trotz der Vielzahl an Elfen, Worgen und anderen Völkern die hier nicht mit der Bezeichnung "Baumkuschler" in die Stadt kommen um sich über jene Kaldorei auszulästern, einen Weg in ihre Gedanken fand. Ein Gedanke, nicht willkommen zu sein oder gar anders und verachtet dadurch. Und dabei würde sie sich so gerne mit ihnen unterhalten, einfach über Gott und die Welt reden oder für einen Tee oder einen Beerensaft Gesellschaft leisten und doch hat sie Angst, nicht akzeptiert zu werden.

"Elune, zeig mir den richtigen Weg..." Leise murmelt sie diese Worte vor sich hin, als sie schon die Trainingspuppen vor der Stadt erreicht hatte. Ihren Kopf fest schüttelnd, um die negativen Gedanken wohl zu verscheuchen, verwandelt sie sich Augenblicklich in eine Raubkatze, wohl einem Löwen sehr ähnliche Figur, und fängt an, ihr Training zu absolvieren, mit einem gedanklichen Blick in eine positive Zukunft.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:54

Anduriel, 28.01.2011


Der Berg Hyjal. Nebel hatte sich über die schmale Schlucht gesengt und schluckte die wenigen Geräusche, welche die Kaldorei verursachten. Das leise Knirschen der Lederstiefel, das hohle Knarzen eines Bogens. Zielstrebig bahnte Anduriel sich ihren Weg durch Dunkelheit und Nebel. Von ihren Schwestern und Brüdern war nicht mehr als bloße Schemen zu erkennen. Das wabernde Grau begrenzte selbst die geübte Sicht der Nachtelfen. Doch das machte nichts. Sie kannten ihren Weg.

Als sich das erste Geröll aus dem Nebel zu schälen begann, verschwanden die Schemen nach und nach von ihrer Seite. Die Kaldorei schwärmten aus, verteilten sich wie eine schwarze Flut um das feindliche Lager. Noch immer herrschte angespannte Stille. Alle warteten auf das Signal.

Wie aus weiter Ferne erklang der Ruf einer Eule. Ein Surren ertönte, dann ein weiteres und der erste Schrei erfüllte die Nacht. Anduriel sprang los. Mit wenigen Sätzen hatte die kleine Säblerin das erste Zelt erreicht. Die in violett und schwarz gewandte Gestalt, welche dort heraus gestolpert kam, hatte nicht einmal mehr die Zeit ihrem Feind ins Gesicht zu blicken. Das Tier riss den Menschen zu Boden, versenkte die Zähne tief in seinem Hals. Gurgelnd fand Anduriels Gegner sein Ende, doch nahm sie sich nicht die Zeit ihm dabei zuzusehen.

Im Lager herrschte helle Aufruhr. Die meisten ihrer Feinde wurden niedergemacht, bevor ihnen überhaupt klar wurde, was geschah. Anderen war es gelungen nach ihren Waffen zu greifen. Sie vielen größtenteils den Pfeilen der Jägerinnen zum Opfer und wer dies nicht tat, sah sich einer Meute zähnefletschender Säbler gegenüber.

Es war ein kurzer Kampf. Stille senkte sich wieder über das Tal. Anduriel fand sich in der Mitte des Lagers wieder, schwer atmend und mit Blut besudelt. Wahrscheinlich war es größtenteils nicht ihr eigenes. Dennoch verspürte sie einen dumpfen Schmerz an ihrer linken Schulter und an ihrem rechten Bein. Die Druidin konnte nicht genau sagen, was sie dort getroffen hatte. Der Dolch eines Feindes, ein verirrter Pfeil einer Schwester?

„Luthien wäre dergleichen nicht passiert“, schoss es der Kaldorei durch den Kopf, während sie sich mit den übrigen Verletzten der Einheit auf den Rückzug machte. Die Zurückgebliebenen würden sich um das Lager kümmern. In ein paar Stunden würde es keine Anzeichen mehr dafür geben, dass es je existiert hatte. Mit einem mürrischen Brummen verscheuchte sie die Gedanken an die Aufseherin. Anduriel vermisste einen Vertrauten an ihrer Seite. Sei es ihr Gefährte oder ein Mitglied des Smaragdzirkels. Die Einheit, der sie zugeteilt worden war, verstand sich auf Taktik und Kampf, keine Frage. Aber die Kaldorei waren ihr fremd. „Schwestern und Brüder unter den Sternen, aber nicht im Herzen.“

Woher nur diese plötzliche und lästige Sentimentalität? Unwirsch schüttelte die Kaldorei den Kopf und versuchte erneut, die Gedanken zu vertreiben, als ein jähes Schwindelgefühl sie überfiel. Der Blutverlust war wohl doch stärker als gedacht, der Rausch des Kampfes verflogen. „Du hast dich einmal mehr überschätzt ...“ war auch schon das letzte, was der jungen Druidin in den Sinn kam, ehe sie zusammenbrach
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:54

Luthien, 30.01.2011

Wie immer verschlug es ihr beim Anflug auf Nordrassil fast den Atem und das Herz wurde ihr weit in Ehrfurcht, während Kal'Nor abermals elegant und wendig seinen Weg durch das genesende Wurzelwerk des einst so mächtigen Weltenbaumes suchte und auf den Stützpunkt zuhielt.

Kurz würde ihr Aufenthalt hier sein, gerade lange genug um ein paar Berichte abzugeben und sich zu erfrischen, dann würde sie ihre Rückreise nach Darnassus fortsetzen.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:54

Tyrr, 31.01.2011

Ein weiteres mal las er den Bericht des Boten durch, das Gesicht finster die Brauen tief ins Gesicht gezogen. "Närrisches Mädchen", murmelte der alte Druide, "was soll ich mit dir nur machen!". Zum wohl zehnten mal überflog er die wenigen Zeilen, bevor er das Pergament faltete und sich in den Gürtel steckte.

Nicht das er schon genug zu tun hatte, Schwester Mondglanz musste unbedingt von den beunruhigenden Nachrichten erfahren. Ausgerechnet die Arkanisten scheinen darauf aufmerksam geworden zu sein, wütend bleckt er die Fänge bevor er den Blick wieder über Darnassus schweifen lies.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:55

Nairesha, 31.01.2011

„Mehr Aufmerksamkeit, Schülerin“

Der tadelnde Unterton in der Stimme des Druiden war nicht zu überhören. Anduriel fluchte leise vor sich hin, während sie damit beschäftigt war ihr Gleichgewicht wieder zu finden und den Schmerz in ihrem Bein zu ignorieren. Thaneh griff nach ihrem Arm und stützte sie. Missmutig funkelte die junge Druidin den Älteren an, ersparte sich jedoch eine Erwiderung auf seine Worte. Irgendetwas würde er mit diesem Spaziergang schon bezwecken, obgleich sie den Sinn darin nicht sah. Sie fühlte sich noch immer schwach und ausgelaugt. Und obwohl die Schmerzen in ihrem Bein dank Thanehs Heilkünsten schon etwas abgeklungen waren, spürte sie die Wunde bei jedem humpelnden Schritt. Darüber hinaus knurrte ihr auch noch der Magen.

Sehnsuchtsvoll wanderte ihr Blick zum Baum des Smaragdzirkels hinüber. Eine gewisse Belustigung regte sich in ihr. So willkommen war ihr dieser Anblick selten gewesen. Ihre Freude legte sich jedoch rasch wieder, als ihr einfiel, dass sie dort nicht nur eine reichhaltige Mahlzeit erwartete.

„Habt ihr den Sprecher bereits wissen lassen, dass ich wieder hier bin, Bruder Silberregen?“

Die Antwort des älteren Druiden war kurz und bündig wie immer: „Er hat eine Nachricht erhalten, Schülerin.“ Was genau diese Nachricht beinhaltete, wollte Anduriel ohnehin gar nicht so genau wissen. Immerhin hatte der Sprecher einmal mehr Recht behalten. Sie war für diesen Krieg nicht geeignet. Oder vielleicht doch?


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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:55

Anduriel, 01.02.2011

Der Schein des kleinen Feuers erhellte die nähere Umgebung in der aufziehenden Abenddämmerung und der Duft des Fisches, der auf den heißen Steinen brutzelte, ließ Anduriel das Wasser im Mund zusammen laufen. Mithrar bedachte den hungrigen Ausdruck in den Augen seiner ehemaligen Schülerin mit einem Lächeln. Sie wirkte bereits deutlich lebhafter, als vor zwei Nächten, obschon sie immer noch Schmerzen haben musste.

Mit ruhigen Bewegungen schaufelte der Druide die Filetstücke auf einen Teller und legte noch zwei Brötchen dazu, ehe er das Essen der jungen Kaldorei reichte. Diese hatte gerade noch Zeit für einen kleinen, höflichen Dank, dann fiel sie über das Essen her. „Elune schmeckt das gut!“ , nuschelte sie zwischen den Bissen. Ein Schmunzeln huschte über das Gesicht des Älteren. „Es wird dir niemand etwas wegnehmen, Kind.“ Amüsiert beobachtete der Druide, wie Anduriel für einen Moment verlegen innehielt und dann zu kauen begann, anstatt den Fisch nur gierig hinunter zu schlingen.

„Dann hat Bruder Morgennebel deinem Vorschlag zugestimmt“, warf Mithrar in die gefrässige Stille hinein. Seine Schülerin nickte kauend und schluckte, ehe sie antwortete: „Ja das hat er, Shan'do. Ich glaube, er war sogar recht froh darüber.“ - „Allerdings wirst du zusätzlich weiter für die Wächter arbeiten.“ Wieder nickte Anduriel. „Natürlich, Shan'do. Ich werde für den Smaragdzirkel noch oft genug zum Hyjal reisen und Bruder Wolkentau stellt meine wichtigste Informationsquelle dar. Also warum sollte ich die Zeit nicht nutzen um seine Einheit zu unterstützen. “ Die Kaldorei überlegte einen Moment, ehe sie hinzufügte: „Allerdings werden sie mir vermutlich wieder die alten Aufgaben übertragen, nachdem Morgennebel Wolkentau geantwortet hat. Das, was ich schon mit Yshiel zusammen erledigt habe.“
„Aufklärungs- und Spähmissionen,“ ergänzte Mithrar, „und das ist auch besser so. Bruder Wolkentau wird früh genug den ersten Auftrag für den Smaragdzirkel haben. Sie haben genug an den Fronten zu tun und können sich nicht zusätzlich um andere Dinge kümmern. Und glaube mir, Thero'Shan, neben den zentralen Schauplätzen des Krieges, passiert noch soviel mehr, was das Gleichgewicht bedroht.“Die junge Druidin gab ein zustimmendes Brummen und damit schien die Sache für sie geklärt.

Abrupt wechselte sie das Thema. „Dann erzähle mir doch endlich von deiner Schwester, Shan'do!“ Der Elf warf Anduriel einen verwunderten Blick zu. „Ich sagte dir doch bereits, dass wir uns selten gesehen haben. Es gibt nichts mehr zu erzählen.“ Die Kaldorei protestierte: „Das glaube ich dir nicht, Shan'do. Wann hast du einmal KEINE Geschichte zu erzählen?“ Ein tiefes, grollendes Lachen war die Antwort. Dann lehnte sich Mithrar gegen den Baum zurück, vor dem er saß und schloss entspannt die Augen. Anduriel beobachtete ihn eine Weile lang, in der Hoffnung er würde den Mund vielleicht doch noch aufmachen. Dann aber zuckte sie mit der gesunden Schulter und widmete sich wieder ihrem Essen.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:55

Tyrr, 02.02.2011

Wenigstens eine gute Nachricht, dem Mädchen ging es gut bis auf ein paar Kratzer, sie würde aus Ihren Fehlern lernen das war mehr als man über viele andere am Hyjal sagen konnte.

Er würde noch mit Nebelfalke sprechen müssen, er hatte eine Aufgabe für Ihn die nach seinen Geschmack wäre.

Während ihm diese Gedanken durch den Kopf gingen und die Feder über das Pergament kratzte kamen ihm sofort wieder die anderen Dinge im Sinn die in Momentan beschäftigten. Geister der Vergangenheit, der Hyjal und nicht zu vergessen eine Gefahr aus dem Eschental.
Ein kurzes Lächeln wanderte über das strenge Gesicht des Elfes als er sich an etwas anders erinnerte…


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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:56

Luthien, 04.02.2011

Tief atmete sie die kühle Luft des jungen Abends ein und kontrollierte erneut den korrekten Sitz ihrer bequemen Lederrüstung. Als sie dann über die Brücke schlenderte eilte ihr Blick voraus in Richtung der Enklave und ihre Gedanken bewegten sich um die Aufgaben ihres beginnenden Dienstes.

Mit Nachtwind sprechen, wegen der neuen Aufgaben. Ein flüchtiges Lächeln spielte um ihre Mundwinkel bei dem Gedanken an die Schwester... das Gespräch würde ihr auch Gelegenheit geben, nach der Jüngeren zu sehen und sich von ihren Genesungsfortschritten zu überzeugen. Das nächste Training vorbereiten und den Termin möglichst zeitnah festlegen, Vorräte und Ausrüstung der Einheit kontrollieren und wo nötig aufstocken, in Erfahrung bringen, was Morgennebel hinsichtlich der nächsten Zusammenkunft entschieden hat und auch hier die nötigen Vorbereitungen treffen.

Ob Seranon Erfolg mit seinem Anliegen an die Priesterin gehabt hatte? Schweiften plötzlich ihre Gedanken ab und wanderten weiter zu ihrem Shan'do. Sie hatte ihn nach ihrer Rückkehr noch nicht gesehen und hoffte, dass Hainläufer in der Stadt sei und sie Zeit für einige Lehrstunden haben würden.

Ihr Blick wanderte hinauf zur obersten Plattform, als sie sich dem Hauptquartier näherte. Noch war nichts zu erkennen, was darauf hinwies, dass der Sprecher anwesend oder wach wäre... so würde sie sich zunächst um die Vorräte der Einheit kümmern.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:56

Luthien, 06.02.2011

Mit einem kurzen, dankenden Nicken verabschiedete Luthien den Boten und beobachtete noch einige Momente, wie er mit der Nachricht beflissentlich davon eilte. Damit waren die Vorbereitungen für die morgige Zusammenkunft nahezu abgeschlossen.
Durchatmend, wandte sie sich wieder dem schweren, hölzernen Schreibpult zu und griff nach einer Pergamentsammlung... konnte sie sich also an die Planung des nächsten Trainings machen
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:56

Luthien, 09.02.2011

Die kleine Kaldorei streckte sich und brachte das Pergament so weit oben wie möglich am Aushang des Hauptquartiers an. Sie fuhr sich mit einer Hand durch die Haare, trat einen Schritt zurück und betrachtete ihr Werk für einen Moment, bis sie sich mit einem zufriedenen Nicken abwandte.

Nun, da die Vorbereitungen auf die Trainingseinheit ebenfalls abgeschlossen waren, konnte sie die Zeit nutzen und sich auf ein paar eigene Anliegen konzentrieren. Zielstrebig führte ihr Weg sie in Richtung des kleinen Sees in der Enklave und ihres Meditationsbaums.


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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:57

Anduriel, 12.02.2011

Cenarius schütze euch, Bruder Wolkentau."

Nachdenklich verließ Anduriel den älteren Druiden und zog sich an den Rand des Lagers der Wächter zurück. Ihr Blick wanderte zu den schroffen Berghängen des Hyjals hinauf, die sich zu Seiten des Tales in den Himmel emporreckten. Ihr ehemaliger Vorgesetzter hatte gute und .. weniger gute Neuigkeiten für sie gehabt. Nun überlegte die junge Druidin, wie hoch die Dringlichkeit jener weniger Guten war. Sollte sie dafür direkt wieder zum Hauptquartier des Smaragdzirkels nach Darnassus zurückkehren?

Nach kurzem Überlegen entschied sie sich dagegen. Morgennebel würde fürs Erste ein Bericht genügen. Wolkentau hatte im Gespräch den Mangeln an ordentlichen Spähern beklagt. Unwillkürlich musste Anduriel schmunzeln. Genauso gut, hätte er sie mit einem Zaunpfahl erschlagen können.

"Dann wollen wir doch einmal sehen, ob wir den Mangel ausgleichen können", murmelte die junge Kaldorei, ehe sie sich wieder unter die anderen Druiden und Aufseher der Einheit mischte.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:57

Luthien, 15.02.2011

Sie legte die Schreibfeder weg und überflog ein weiteres Mal die Liste der Dinge, die vom Markt zu besorgen waren. Sie schob den Stuhl zurück und erhob sich gerade, als von der unteren Plattform eine vertraute Stimme zu ihr herauf drang. 'Anduriel... ich werde sie fragen, ob sie mit will', ging es ihr durch den Kopf. Luthien lächelte ob ihrer Idee und der Aussicht auf angenehme Gesellschaft bei dieser unspektakulären Alltagsaufgabe.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 10:57

Tyrr, 17.02.2011

Er stand hoch oben auf der Terrasse des Turms, der Wind fing sich in seinem langen Haar, bernsteinfarbene Augen blicken ziellos über die Stadt, tief in Gedanken versunken, wirkte er wie ein Fels.

Einer seiner Brüder brachte sich durch Unwissenheit in Schwierigkeiten, er musste dringend mit Ihm sprechen, solange man noch das schlimmste vermeiden konnte. Dann muss der Sache mit dem angeblichen Mörder nachgegangen werden.

Soviel Dinge mussten erledigt werden so wenige Hände standen zur Verfügung...
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:00

Luthien, 20.02.2011

Die Aufseherin nahm die beiden Nachrichten und überflog sie erneut, dann griff sie in ein Fach des großen Schreibpultes, zog eine lederne Mappe hervor und klappte sie vor sich auf. Auf dem zum Vorschein kommenden Pergament konnte man unschwer ein einfaches Tabellenraster erkennen. Über einer Spalte stand "Vorgespräche"... hier trug sie den Namen der Jungdruidin und des Spähers ein, welche ihr Interesse an der Einheit bekundet hatten.

Aus einem anderen Fach angelte sie dann zwei leere Pergamente und verfasste in zügiger, gleichmäßig geschwungener Schrift jeweils eine kurze Nachricht an jene, welche sie am ersten Abend der kommenden Woche in der Enklave zu einem Gespräch erwartete.
Der heisse Siegelwachs tropfte mit einem leisen Zischen auf das Papier und sorgfältig versah sie beide Briefe mit dem Zeichen der Einheit, ehe sie sich erhob um nach dem Boten zu schicken.

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Altra

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:00

Gaomee, 20.02.2011

Gedankenverloren ließ sie den Anhänger und die silberne Kette, an welcher dieser befestigt war, durch ihre schlanken Finger rinnen. Hinauf, hinunter, zwischen den Gelenken und unter ihnen hinweg. Ruhelos. Stetig. Eine Bewegung, die nicht enden wollte.

Der Blick ihrer silberfarbenen Augen verlor sich in der Ferne, während sie darüber nachdachte, was geschehen war. Wie konnte ein einfaches Wort sie in solche Unrast stürzen? Dabei hatte der Elf doch nur gesagt, dass er dort lange Zeit seines Lebens verbracht hatte. Eine einfache Information, gedacht dazu, sich kennenzulernen, ein Thema zu haben, über das man bei einem ersten Treffen sprechen konnte, um die Fremdheit zu überbrücken. Ein einfaches Wort, das so viel anrichtete…

Auberdine

Ein Frösteln überlief ihren Körper. Sie spürte, dass ihr Magen sich zusammenschnürte und versuchte vergeblich dieses klamme Gefühl loszuwerden, das sie überfiel. Es schien ihr, als sei dieser Name eine Art Schatten, den sie nicht loswurde, der an ihr haftete, wie ein Parasit an etwas Wachsendem, um ihn immer wieder in seinem Reichtum einzuschränken.

Zwei Jahre war es nun her. Sogar länger, wenn sie bedachte, wie lange sie im Unwissen darüber gelebt hatte, wohin sie wirklich gehörte und doch richtete dieser Name immer noch den Schaden an, den sie am eigenen Körper gespürt hatte. Langsam schloss sie das gesunde Auge und versuchte durch das blinde Auge etwas zu erkennen. Schatten…wieder einmal. Sie hatte Bruder Morgennebel versprochen sich darum zu kümmern, um zu gewährleisten, dass alles versucht werde, um das Auge wieder herzurichten. Sie versuchte es. Die Salbe von Schwester Dunkelblüte half. Sie konnte sich nicht erinnern, wann sie das letzte Mal überhaupt hatte etwas wahrnehmen können und seien es nur Schatten gewesen. Doch wie lange würde es noch so gehen? Hatte sie überhaupt die Chance jemals wieder richtig sehen zu können?

Sie seufzte. Ja, dieses Wort hatte alles verändert. Nach Auberdine war alles anders. Sie selbst war es. In mancher Hinsicht hatte sie sich zum Positiven geändert, war selbstbewusster geworden. Aber um welchen Preis? Ihre linke Hand löste sich von der Kette und strich über die Narben, die von den dunkelblauen Tätowierungen verdeckt wurden. Sie hatte nicht nur das Auge eingebüßt.

Nachdenklich folgte sie dem Flug einer der Motten, die neuerdings in Darnassus heimisch waren. Wie hatte sie sich nicht verändern können? So viele waren gegangen, um nicht wiederzukehren.
Sie blinzelte. Vor ihr tauchte ein bekanntes Gesicht auf. Keine fleischliche Gestalt und dennoch so reell, dass sie ihre Gedanken störte und sie ihren Blick rasch auf die Kette in ihren Händen senken ließ. Sie verdrängte Aesirs Gesicht aus ihren Gedanken. Es war müßig darüber nachzudenken, dass auch er nicht mehr zurückkehren würde. Auch, wenn das Schwert eine unsinnige Hoffnung in ihr geschürt hatte, dass er vielleicht doch noch irgendwo war.
Sie schüttelte den Kopf, ehe sie auch diese Idee verwarf. Unsinnig…

Langsam senkte sich ihr Blick auf die Kette in ihren Händen. Flüchtig legte sich ein Lächeln um ihre Lippen, während ihre Finger über den kleinen Anhänger fuhren und die Form nachstrichen. Eine Krähe im Flug. Die Schwingen weit ausgebreitet, als flöge sie dem Himmel entgegen. Frei, ungebunden. Sie hatte die Kette von Ilvun bekommen, nachdem sie aus dem Traum zurückgekehrt waren. Als Zeichen dafür, was sie bereits zu leisten im Stande war und als Ansporn dazu, niemals aufzugeben. Nun war auch er fort, ebenso, wie Savah.

Sie verzog das Gesicht und legte die Kette beiseite. Irgendwie musste sie es schaffen, diese düsteren Gedanken abzulegen. Sie war viel zu nachdenklich geworden, zu ernst.
Astrya hatte ihr versprochen, dass sie gemeinsam nach Lor´danel aufbrechen würden, um von dort in die Ruinen zu wandern. Vielleicht war es besser, wenn sie noch in den nächsten Tagen aufbrachen. Diese Schatten konnten doch nicht ewig an ihr haften.
Entschlossen erhob sie sich. Am besten fragte sie die Druidin sofort.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:00

Tyrr, 21.02.2011

Immer wenn der Alte sagt, "wie mein Shando zu sagen pflegte", folgt eine Lügengeschichte, diese Floskel lässt er nur los um Zeit zu gewinnen...

Tyrr hatte immer noch ein Lächeln auf den Lippen als er an die Worte dachte, die ihm zugetragen wurden. Doch sein Blick wurde ernster als er an eine der jungen Druidinnen des Zirkels dachte. Zwei Dinge mussten noch passieren und sie wäre bereit als vollwertige Druidin zu zählen. Sie hatte sich weit entwickelt die letzten Jahre von einem Mäuschen zu einer aufrichtigen Elfe.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:01

Liyha, 24.02.2011

Langsam liess sie ihren Blick die Rampe hinabwandern und über die Enklave schweifen.
Es war ruhig heute, fast zu ruhig. Ein lauer Wind trieb ein paar Blätter über den Boden, das leise Rascheln war das Geräusch das den Moment am ehesten prägte. Keine leisen Unterhaltungen in der Nähe, keine Diskussionen. Nichts. Nur Ruhe.

Lia löste das Band aus ihren Haaren und schüttelte sie kurz seufzend. Sicher gab es auch unangenehmere Wege den Dienst zu verbringen. Dennoch... dieses momentan nichts zu tun ahben... sie seufzte. Sorgfältig band sie ihre Haare wieder zu einem ordentlichen Zopf zusammen. Ihre Aufmerksamkeit richtete sich auf die Brücke in der Nähe von der sie hastige Schritte vernahm. Mit zusammengekniffenen Augen musterte sie die heraneilende Kaldorei.

Mhm, Kyrale irgendwas, Wächter des Zirkels, vor kurzem vom Hyjal zurückgekehrt, momentan ohen feste Aufgabe. Hinter Lias Stirn arbeitete es. Was sie wohl wollten könnte?
Neugierig blickte sie ihr entgegen.
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