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 Kleine Geschichten aus dem Zirkel

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Altra

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:41

Luthien, 22.10.2011

Der Weg in die Verderbnis ist gepflastert mit guten Absichten.

Der Sturm war vorüber. Ein Gefühl der Taubheit breitete sich in ihr aus, als ihre Schritte sie wie ferngesteuert zu dem kleinen See in der Enklave lenkten. So vieles hatte sie nicht bedacht und die brutale Wahrheit in Morgennebels Worten, hatte sie bis ins Mark erschüttert.
Langsam setzte sie einen Fuß vor den anderen. Ihre Gedanken flogen zu Nebelfalke und sie sehnte seine Rückkehr herbei, wie ein waidwundes Tier, den Schutz und die Geborgenheit seines Baus.

Sie nahm kaum wahr, dass Altra sich am See schweigend zu ihr gesellte... selbst erschöpft von dem langen Rückflug schlief Sommereiche bald ein und auch dies bemerkte die Jägerin kaum. Leer fühlte sie sich und ohne Worte, unfähig, selbst ihre eigenen Gedanken zu fassen.
Elenya streckte sich brummend neben ihr aus und auch die alte Nenya trotte herbei. Langsam liess Luthien sich irgendwann gegen den Rücken der großen Säblerin sinken und bald umfing sie ein erschöpfter, traumloser Schlaf.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:42

Altra, 29.10.2011

Altra knabberte müde an ihrer Unterlippe, während sie auf das Buch vor sich schaute. Sollte sie die Blutdistel in ihre Notizen aufnehmen? Und was war mit dem Geisterpilz und dem Traumblatt? Alles Pflanzen, die in der Scherbenwelt vorkamen, aber dort eigentlich nicht heimisch waren. Oder doch? Die Gelehrten der Expedition nahmen an, dass es sich bei dem Geisterpilz der Scherbenwelt um eine Entwicklung handelte, die unabhängig von Azeroth erfolgte.

Sie seufzte. Die Blutdistel wurde in keinem ihr bekannten Buch aufgeführt, während die anderen Pflanzen in so ziemlich jedem Herbarium zu finden waren. Sie würde sie beschreiben und die zu erwartende Kritik akzeptieren.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:42

Luthien, 30.10.2011

"Schwester? Geht es Euch gut?" Es dauerte einige Momente, bis die leicht verunsicherte Stimme mit dem besorgten Unterton zu ihr durchdrang.
Die Mine der Kaldorei wirkte wächsern, während sie auf die Zeilen des Pergaments starrte, so als würde sich dadurch an deren Endgültigkeit irgendetwas ändern. Sehnensang... vor ihrem inneren Auge blitzte das Gesicht der Verteidigerin auf. Noch eine Kaldorei, die nicht aus dem Hyjal zurückkehren würde. Sie presste die Lippen zusammen und hob den Blick zu dem Boten. "Es geht mir gut. Danke Bruder."
Das Lächeln des jungen Kaldorei hatte etwas Tröstendes. "Viele schlechte Nachrichten dieser Nächte, Schwester. Elune gebe, dass es bald bessere gibt." Mit diesen Worten deutete er eine Verbeugung an und zog sich zurück.

Einige Momente stand sie noch in beherrschter Ruhe und sah dem Boten nach, doch kaum war er ausser Sicht, schien die kleine Kaldorei förmlich zu explodieren. Die spitzen Fänge entblössten sich in einem unwilligen Knurren und in jäher Frustration knüllte sie den Brief zusammen und schleuderte die Papierkugel quer durch das neue Quartier, in dem noch die Unordnung des Umzugs herrschte. Eine Kiste bekam einen Tritt und schlitterte scheppernd ein Stück über den Holzboden. Einen Moment starrten ihre wutfunkelnden Lichter dem Opfer ihres Ausbruchs hinterher, ehe sie sich abrupt umwandte und das Quartier verliess. Zeit Laufen zu gehen...

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:43

Gaomee, 02.11.11

Leise, beinahe behutsam, setzte sie ihre Schritte, gewählt und bedacht. Kein Laut drang unter den Ballen hervor. Geduckt schlich sie im Schatten der herabhängenden Zweige voran, verdeckt von dem dichten, grünen Blätterkleid, das ihre weiße Gestalt beinahe verschwinden ließ.

Einzig die leuchtenden Augen glommen, Funken gleich, in der sich herabsenkenden Dunkelheit. Sie fixierten die zierliche Silhouette, die sich schwarz vor ihr abzeichnete. Sie verharrte, wartete ab, geduldig und doch voller Erregung. Ihre Muskeln spannten sich, die Lefzen hoben sich empor.

Dann der Sprung.

Eine pfeilschnelle Bewegung, ihre Krallen, die sich in das aufwirbelnde Erdreich gruben, um den schweren Körper zu beschleunigen und das ängstliche Quieken des Tieres vor sich, als es den Säbler auf sich zustürmen sah.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:43

Gaomee, 03.11.11

Finsternis. Stille. Träges Dahingleiten.
Keine Schemen, nur Dunkelheit, welche die Gedanken zum Erliegen gebracht hat.
Wo bin ich? Ist es Tag oder Nacht? Will ich sein oder bleibe ich an diesem Ort?
Fragen, die hier keine Bedeutung haben. Nichts hat Bedeutung. Alles ist leer.
Nein. Nicht alles. Aber ich erinnere mich nicht. Mein Herz scheint aufgehört haben zu schlagen, genauso, wie meine Gedanken ruhen.
Aber spüre ich es nicht? Das langsame, stetige auf und ab des Lebens?
Warum bin ich hier? Wo ist hier? Wer bin ich?
Du bist allein.
Nein, bin ich nicht. Niemand ist allein.
Aber du hast etwas verloren.
Verliert nicht jeder in seinem Leben dies und das? Einen Gegenstand, seine Erinnerung...
seinen Gefährten?
War es das, was ich hier vergessen wollte in meinem Traum? Ich spüre nichts. Keinen Schmerz. Alpträume haben an diesem Ort keine Bedeutung. Sie kümmern mich nicht. Und doch nagt etwas an mir, tief in meiner Seele. Ist das gleichbedeutend mit Schmerz? Ich weiß es nicht. Will nicht darüber nachdenken. Nicht hier...

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:43

Gaomee, 04.11.11

Du läufst, deine Schritte setzen sich vor und hinter dir fort. Unsichtbare Fußspuren, die bezeugen könnten, welche Strecke du bereits zurückgelegt hast und doch stehst du. Du bist außer Atem. Dein Herz schlägt rasend. Ein lautes Tock Tock, das die Stille deiner Ohren zu zerreißen scheint. Aber niemand hört es. Du bist umgeben von Nichts. Alles sieht gleich aus, jeder Winkel, den deine Augen erhaschen hat dieselben Konturen, ein einheitliches Grau, karg und trist.
Behäbig setzt du einen Fuß nach dem anderen auf den endlosen Weg, in der Hoffnung an ein Ziel zu gelangen, dass dir das Ende deiner Reise signalisiert. Aber wann kommt dieser Punkt? Gibt es ihn überhaupt?
Zweifel plagen dich. Vielleicht würde es in der anderen Richtung schneller gehen. Du müsstest nur umkehren. Doch wohin? Was ist die richtige Richtung? Was ist dein Ziel?

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:44

Luthien, 09.11.11

Mit untergeschlagenen Beinen saß sie auf dem balkonartigen Sims vor ihrem Quartier und lehnte sich mit dem Rücken gegen das Holz der Ballustrade. Sie hob die Teeschale mit beiden Händen, pustete sachte über den heißen Inhalt, während ihre Gedanken müde die beinahe vergangene Nacht Revue passieren ließen.

Es war ein ruhiger Abend gewesen. Die kommende Zusammenkunft warf ihre Schatten voraus. Einige Mitglieder waren am Quartier der Einheit zusammengekommen. Sie hatten zusammen gegessen, sich unterhalten.

Auch Gaomee hatte sich zu ihnen gesellt. Ruhig und ernst war sie gewesen, doch schien der erste Schock vorüber. Nur die Zeit würde langsam die Wunden dieses schrecklichen Krieges heilen, die Äusseren, wie die Inneren.

Bruder Waldmond schlief noch immer. Er wurde gut versorgt und Shan'do Malagar wachte aufmerksam über seinen Zustand, der weiterhin stabil und gut war, wenngleich Waldmond an Gewicht verloren hatte. Nichtsdestotrotz wünschte die Aufseherin, der junge Kaldorei würde bald erwachen. Erst dann konnten sie sicher sein, dass er sein unfreiwilliges Abenteuer gut überstanden hatte.

Auch ein etwas müde und mitgenommen wirkender Nebelfalke hatte sich am Quartier eingefunden. Sein Ausbildungsauftrag schien gut zu laufen und Luthien war sich sicher, dass die ihm Anvertrauten noch weitaus dringender einer Ruhepause bedurften als er selber.

Vielleicht würde der eine oder andere dieser jungen cenarischen Verteidiger ja später dem Smaragdzirkel zugeteilt. Sie hoffte insgeheim darauf, denn die Einheit konnte Verstärkung in diesem Bereich gut gebrauchen. Der Krieg hatte ihre Verteidigergruppe schneller dezimiert als sie aufgestockt werden konnte. Ausgebildete oder gar erfahrene Kämpfer waren knapp, viele im Hyjal gebunden, wo der Zirkel dem Feind immer noch alles entgegenwarf, was er entbehren konnte. Auch einige ihrer eigenen Leute waren immer wieder dort im Einsatz.

Die kleine Kaldorei gähnte herzhaft und blinzelte in das erwachende Licht des frühen Morgens. Zeit schlafen zu gehen.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:45

Nightdrake, 09.11.11

Kalariya rieb sich den Schlaf aus den Augen und streckte sich. Ihre Gedanken glitten zu dem Vorfall des gestrigen Tages zurück. Bei Cenarius, was mußte sie für einen Eindruck hinterlassen haben. Nicht nur, daß sie einfach ihre Neugier nach den Stimmen und dem anziehenden Geruch des Essens nicht widerstehen hatte können und sich versteckt hatte, um zu lauschen. Nein, dann schaffte sie es auch noch, vom Dach zu fallen und wie ein nasser Kartoffelsack mitten zwischen den Kaldorei zu landen. Mißvergnügt rieb sie sich über den Bluterguß auf ihrem Hinterteil, das den Aufprall unsanft abgefangen hatte. Vor Schreck war ihr auch noch der Zugriff auf ihre Gestalt entglitten. Die Blauhaarige rollte über sich selbst frustriert mit den Augen. Mädchen, Mädchen seufzte sie leise. Bei einem Wettbewerb "wie benehme ich mich am Unmöglichsten", hättest du gestern eindeutig den ersten Platz belegt." Nachdenklich starrte sie auf die sanften Wellen des kleinen Sees vor ihr. Vielleicht gab es ja eine Möglichkeit, den ersten Eindruck von sich vergessen zu lassen. Zu beweisen, daß sie sich durchaus gesittet und höflich benehmen konnte. Dabei waren alle so überraschend nett gewesen, trotz ihres Auftritts. Vor allem dieser Druide mit dem Namen.. oh wie war das doch gesesen? Irgendetwas mit Eis.. Dabei hatte er gar nicht so kalt gewirkt. Hm. So viele Namen auf einmal, so viele Gesichter. Energisch riss sie sich aus ihren Grübeleien und flocht ihren Zopf neu. Ja, ihr würde etwas einfallen, wie sie es wieder gut machen könnte! Vielleicht... irgendwann...

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:45

Gaomee, 09.11.11

Wieder hatte sie das Gefühl, ihr sei alles entglitten. Sie fühlte sich matt und ausgelaugt, wie nach einer langen, anstrengenden Reise, ohne Rast. Dennoch war es nicht ihr Körper, der schmerzte und ihr zuflüsterte, dass sie ihm zuviel zumutete. Nein, es war ihr Geist. Ihre Gedanken kreisten unablässig um dieselben Dinge. Hätte ich es verhindern können, wenn ich dort gewesen wäre? Waren wir zum Zeitpunkt, als es geschah, mit unserer Einheit in der Nähe? War er direkt im Feuer gestorben oder erst im Lazarett? Hätte sie ihn dort womöglich noch einmal sehen können?

Ihr Kopf dröhnte von diesen vielen Fragen, die jede für sich vollkommen unnötig und sinnlos war. Sie hätte es nicht verhindern können, ebenso wenig, wie sie den Tod ihrer Freunde hatte voraussehen können. Selbst wenn sie in ähnlichem Gebiet eingesetzt worden wäre, hätte sie dann ernsthaft bei seinem Tod zugegen sein wollen?

Die junge Druidin seufzte lautlos und ließ ihren mondsteinfarbenen Blick über die Silhouetten der Gebäude in der Enklave wandern. Sie wusste, dass es müßig war, über diese Gedanken sich den Kopf zu zerbrechen und doch konnte sie nicht anders. Die Fragen quälten sie, tagsüber und des Nachts. Und immer, wenn eine weitere Meldung von einem Gefallenen zu ihnen drang, erhoben sich die Stimmen erneut, die ihr beinahe vorwurfsvoll in den Ohren lagen. Weshalb fiel es ihnen so schwer zu akzeptieren, dass Freunde ins Licht zur Göttin gingen, wo sie doch tagtäglich in der Natur zusahen, wenn ein Lebewesen seinen letzten Atemzug tat? Weil du nach dem Warum fragst. Weil du abhängig von ihnen bist.

Ja, in gewisser Weise stimmte es. Sie war abhängig gewesen von diesem einen Kaldorei und nun, da er gegangen war, schien es ihr, als habe er einen Teil von ihr mit sich genommen. So wie auch die anderen Gefallenen Löcher hinterlassen hatten, doch dieses eine Loch schien ihr besonders tief und höhlte alles andere von innen aus. Selbst das Lachen hatte sie verlernt und sie hoffte, dass es irgendwann zurückkehren würde.
Vielleicht, wenn der Krieg endet... Zuviele vielleichts...immer dieses Wort.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:45

Altra, 10.11.2011

Verzweifelt schlagen die Schwingen einer Sturmkrähe inmitten eines Sturmes an der Dunkelküste. Die Böen tragen den Vogel wieder und wieder nach Osten und drohen, ihn an einer der Bergketten zerschellen zu lassen.

Flieg, Altra. Du kannst das. Denk daran, dass du heute abend noch in der Enklave sein musst.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:46

Altra, 14.11.2011

Altra knabbert nachdenklich an ihrer Unterlippe, während sie ihre Notizen zum bestimmt hundersten Mal durchsieht. Als ob es nicht längst zu spät wäre: Wenn sich da doch noch ein Fehler eingeschlichen hat, dann wird der Sprecher ihn sicherlich gefunden haben.

Müde gähnt sie und schaut zum Tempel hinüber. Schwester Sternenhauch war von dem Büchlein ja recht angetan gewesen, warum also, machte sie sich Sorgen? Aber natürlich war dieses Buch soviel mehr als nur Wörter.

Es sollte ein Beweis sein, dass sie sich nützlich machen wolle. Sie hatte einiges gelernt auf Draenor, auch wenn das Wissen über die dortigen Kräuter natürlich wenig Nutzen ausserhalb der Scherbenwelt hat.

Es sollte auch eine Gegenleistung für die Ausbildung sein. Da Shan'do Tluth wieder einmal so lange fort war, musste sie ja die anderen Druiden um Hilfe bitten und sie so von ihren wichtigeren Aufgaben abhalten.

Altra zuckt leicht zusammen und erinnert sich der Worte von Shan'do Hainläufer, der sie beschuldigt hatte, seine Angebote nie anzunehmen. Und dabei hielt sie gerade von ihm sehr viel. Nicht einmal auf Draenor hatte sie soviel über die Verderbnis gelernt. Langsam lehnt sie sich zurück und denkt über einen menschlichen Brauch nach: Ob es seltsam ankommt, wenn sie in ihre Notizen eine Widmung schreibt? Auch wenn Hainläufer verärgert war, dass sie die Blutdistel doch erwähnt hatte, so war seine Ermutigung doch unschätzbar gewesen.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:47

Luthien, 18.10.2011

Prüfend wanderte der Blick der kleinen Kaldorei über die robusten Lederbeinkleider, die nun matt schimmerten. Sie wendete das Stück, um es von der anderen Seite zu begutachten, nickte letztlich zufrieden. Dann legte sie das lederfettgetränkte Tuch zurück in die kleine, abgewetzte Holzkiste, in der sie auch den Tigel mit dem Fett verstaute.

Die Jägerin trat an den Eingang ihres Quartiers und streckte den Rücken durch, während sie in die verhangene Abendsonne blinzelte. Zeit genug noch für ein ausgiebiges Training, ehe sie ihren heutigen Dienst antrat.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:47

Altra, 18.11.2011

Altra wirft einen Blick zu Luthien. Hmpf. Da hatte jemand schön die Aufregung von gestern verschlafen.

- Wor..Menschen, die den Sprecher sprechen wollten ( was für eine Wortwahl. Wie wäre es mit einem neuen Titel? Und warum darf ich sie nicht Worgen nennen, wenn sie in dieser Form herumlaufen und sie offensichtlich vorziehen?)

- Ein Bewerber für die Späher kam zu Besuch und Schwester Nachtfeder war nicht anwesend, während Bruder Nebelfalke wohl etwas geahnt hatte und kurz vor der Ankunft des Bewerbers für längere Zeit verschwand. (gut, dass der Aufseher später zurück kam. Der Sprecher war zu beschäftigt und eh nicht zuständig, die älteren Druiden sagten kaum etwas und ich kenne ja nicht die Anforderungen für die Späher.)

- Shan'do Malagar kehrte wortkarg zurück und schwieg lieber, als den Bewerber genauer zu befragen. Der Aufenthalt im Teufelswald hatte ihn sichtlich mitgenommen. (armer Kerl, ich würde es ihm ja gerne abnehmen,... Wo sind die Aufseher, wenn man sie braucht?)

- Bruder Waldmond erwachte endlich (eine wunderbare Neuigkeit, aber musste Shan'do Malagar ihm gleich sagen, dass seine Freundin/Lehrerin/wasweissich verschwunden ist? Und gut, dass hier wenigstens einer etwas von Heilkunde versteht. Bruder Eisklaue hätte vermutlich versucht, ihn mit Bier und Schweinebraten abzufüllen...nach dem langen Fasten)

- Ein Gnom erschien unangekündigt. Und das im Lazarett. (Gnome...und er wollte Shan'do Malagars Speer? Na, morgen gibt es Gnom am Spieß. Ich habe da so ein Trollrezept....)

- (Wer ist das unten an der Rampe? Ah, da kümmert sich schon jemand drum)

- Bruder Watts, ein Mensch aus Gilneas, tauchte unvermutet auf der unteren Plattform auf. (armer Kerl, ich hoffe, es ist nicht so schlimm, dass ich keine Zeit für ihn hatte, wo er doch extra zu mir wollte)

- Schwester Herbstblatt, eine Schildwache kam, um mehr über ihre druidischen Fähigkeiten zu lernen. Sie hatte schon erzählt, dass sie keine Kontrolle über sie hätte. Glücklicherweise konnte Bruder Malagar in einer ruhigen Minute von der Unterhaltung erzählt werden, so dass er vorgewarnt war. Dem Gespräch zwischen Druiden und Schildwache konnte ich nicht mehr beiwohnen, da sich jemand um Bruder Waldmond kümmern musste.

(Was für eine Nacht und eigentlich wollte Schwester Nachtfeder mir mehr über den Zornzauber beibringen. Stattdessen bin ich nicht einmal mit dem Buch über arkane Magie weitergekommen... )
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:49

Surih, 19.11.2011

Surih erhebt sich, noch immer etwas in der Traumwelt, und streckt sich mit knackenden Knochen. Ihr schon wacher silber-bronzene Blick wandert aufmerksam durch das Zimmer und bleibt auf dem Fenster hängen. Sie schlendert darauf zu und blickt in den Morgendunst der auf den Gassen Darnassus zu liegen scheint.

Ein guter Tag. Diese Hitze in den letzten Tagen war kaum mehr auszuhalten, sicher wird es heute ruhiger. Nach dem Abend gestern.. Diesen halbstarken unwissenden Köter und seine Freundin hätte ich am liebsten aus unserer Stadt verjagt. denkt sie knurrend und streift ihre warme Lederrüstung über.
Sie können froh sein das sie Geduldet werden...Stolz durch UNSERE Straßen wandern..!

Mit diesen Gedanken verlässt sie kurze Zeit später das Haus und sattelt ihren Säblerkater Raarim, der schon auf sie zu kommt und sie mit seiner großen Nase anstubst.
"Guten Morgen mein bester, bereit für einen neuen Tag? Jägerin Rabeneiche müsste schon unterwegs sein. Hören wir uns an was sie zu berichten hat."

Mit einem geschmeidigen Sprung gleitet sie auf seinen Rücken und reitet mit ihm im zügigen Tempo zum morgendlichen Treffpunkt. Vorbei durch die Marktstraßen lässt sie ihren Blick durch jede noch so kleine Gasse schweifen. Als sie am Zirkelquatier vorbeikommt nimmt sie Raarim zurück und blickt mit Adlersaugen den Baum empor.

Nichts ungewöhnliches, diese...Hunde scheinen es aufgegeben zu haben. Ich werde trotzdem die Situation im Auge behalten. Es ist meine Pflicht und mein Anliegen das auch unsere Druiden in Sicherheit sind und ihrem Training frönen können.
Mit hocherhobenem Haupt reitet sie auf Jägerin Rabeneiche zu und nickt ihr respektvoll zu.

"Guten Morgen Schwester, irgendwas beunruhigendes heute Morgen entdeckt?"
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:49

Luthien, 22.11.2011

Erinnerungen

Langsam ließ sie sich auf die Knie herabsinken, in der Hoffnung, ihre Bewegung würde keinen Laut verursachen. Sie hatte die Hände auf dem verbrannten Boden abgestützt. Wenigstens sehen die anderen so nicht, wie sehr sie zittern. , dachte sie und ließ ihren Atem in einem ungleichmäßigen Strom entweichen. Der Bärendruide an ihrer Seite wandte ihr seinen goldenen Blick zu. Die Knochen an seinem Lederkilt klapperten leise. Er hat es gemerkt... Sie nickte ihm zu und versuchte möglichst unbefangen zu wirken. Seine Antwort auf ihr Nicken war ein grimmiges Lächeln, wobei er seine blitzenden Zähne entblößte. "Bleib dicht bei mir, Windherz", raunte er ihr beinahe unhörbar zu, ehe er seine massige Gestalt lautlos nach vorn bewegte und sie zwischen den anderen Wartenden zurückließ.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:50

Luthien, 27.11.2011

Es war früher Nachmittag. Die kleine Kaldorei lag bäuchlings auf ihrem Lager, einen leeren Trinkschlauch mit schwer angekautem "Nuckelaufsatz" neben sich und beobachtete gedankenverloren wie Nenya sich hingebungsvoll um ihren Adoptivling kümmerte.
Die große, alte Säblerdame hatte sich auf dem breiten Sims vor Nachtfeders Quartier ausgestreckt und verhinderte routiniert jeden Fluchtversuch des sattgetrunkenen, dunkelgrauen Dreikäsehochs, dem die ausgiebige Katzenwäsche gerade doch recht lästig schien.

Luthien lächelte müde und fuhr sich mit einer Hand über das Gesicht. "Zu dumm, dass du ihn nicht selber säugen kannst, Mädchen...", murmelte sie träge, "...das wäre wesentlich weniger anstrengend." Sie gähnte herzhaft, schob in einer trägen Bewegung den leeren Milchschlauch vom Lager und drehte sich auf die Seite. "Zumindest für mich."

Als sie nach der dünnen Decke griff, um sie über sich zu ziehen, fiel ihr Blick in die Ecke, in der ihre - wie immer marschbereite - Ausrüstung lagerte. 'Warum schicken sie uns nicht zurück in den Hyjal?', ging es ihr durch den Kopf.
Der Krieg war noch nicht zu Ende, die Kämpfe dauerten an... warum liess der nächste Einsatzbefehl so lange auf sich warten? Waren die Kräfte der Einheit, die sich am Hauptquartier sammelten, für einen anderen Einsatz geplant?

Sie zog die Beine an und die Decke über den Kopf... "Ich krieg noch Läuse im Hirn von der verdammten Rumhockerei.", brummte sie unwillig, ehe der unterbrochene Schlaf sie wieder einholte.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:52

Altra, 28.11.2011

Die Sturmkrähe fliegt durch den endlosen mit Schäfchenwolken bestückten Himmel. Wärme durchdringt ihre Muskeln, auch wenn die Sonne nicht erkennbar ist. Plötzlich wirbelt eine Brise die Wölkchen auf und treibt sie zu dem Vogel, wo sie ihn umkreisen und in ihm aufgehen. Auch die Wärme vergeht und der blaue Himmel verblasst, bis die Sturmkrähe in einer silbernen Leere schwebt.

Altra holt tief Luft und öffnet ihre Augen, während sie versucht, das Bild in ihrem Geist zu halten.

Wolkenfetzen entweichen wieder und wieder in die Leere

Altra seufzt leise, es ist gar nicht so einfach, den Geist zu beherrschen
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:52

Luthien, 30.11.2011

"Du hast keine Ahnung von Leylinien, oder?" Die Frage Malagar's und das Gespräch der letzten Nacht geisterte durch ihre Gedanken. "Nein, nicht wirklich" hatte sie wahrheitsgemäß geantwortet, denn sie wusste tatsächlich nur in groben Zügen von diesen Dingen. "Dann solltest du dich damit beschäftigen. Du wirst ein paar deiner Theorien bestätigt finden und vielleicht zu neuen Erkenntnissen kommen, die deinen Blick auf die Zusammenhänge erweitern. Danach können wir uns gerne darüber unterhalten, woran man Verderbnis erkennt und wie man sie entfernen kann."

"Nicht noch ein Buch," stöhnte sie mit Blick auf den Haufen Lehrmaterial, der sich über die gesamte Sitzecke verteilte. Etwas in ihr sträubte sich und sie knurrte leise, in erneut aufkommender Unruhe. "Im Hyjal und in den Feuerlanden kämpfen und sterben Brüder und Schwestern..." klangen ihre eigenen Worte an den Druiden durch ihre Gedanken, "...und ich sitze hier und lese Bücher." - "Deine Frustration ist verständlich, Luthien, auch mich zieht es in den Kampf. Doch zweifele nicht am Zirkel des Cenarius. Ich bin sicher, Shan'do Sturmgrimm hat einen Plan. Doch bis dahin, nutze die Zeit. Auch das ist wichtig."

"Schwester?" Sie schrak auf, als die vertraute Stimme vom Eingang her ertönte und wandte sich um. "Jartsam..." ihr Blick fiel auf die beiden Trinkschläuche in den Händen des Säblerzüchters und mit einem Lächeln trat sie auf ihn zu. "Ah, der Nachschub für unseren kleinen Findling. Ich danke dir, Bruder." - "Nichts zu danken, Luthien, du weisst, ich helfe gerne." Der Kaldorei nickte und reichte ihr die prall mit Milch gefüllten Schläuche.
Luthien sah ihm nach als er sich entfernte, dann blickte sie erneut auf die Trinkschläuche und für den Moment wandten sich ihre Gedanken angenehmeren Dingen zu. Zeit, einen kleinen Säblermagen zu füllen.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:53

Gaomee, 02.12.2011

Erinnerungen


Weißt, du wie es ist, im Feuer zu baden?
Weißt, du wie es riecht, von ihm umgeben zu sein?
Weißt du, wie es schmeckt, wenn sein Rauch deine Kehle erreicht?
Weißt du, wie es sich anfühlt, wenn die Glut dich von innen zerreißt?
Weißt du, wie es klingt, wenn die tosenden Flammen auf dich zustürmen?


Die junge Druidin starrte auf das zerwühlte Laken ihres Lagers. Sie hatte sich aufgesetzt. Wann war das geschehen? Ihre bandagierte Hand strich zitternd durch das schulterlange Haar, dass wirr in ihr blasses Gesicht fiel. Ich weiß es..., dachte sie und senkte den Kopf. Wir alle wissen es... Ein Schaudern erfasste ihren Körper und lließ die Brandwunden durch die Bewegung schmerzen..
Sie schloss die Augen.

"Flieh endlich, du dummes Kind!"
Sturmfeders Stimme...
Dazwischen Schatten, hoch aufragend und massig.
Brennendes Feuer, dass auf sie herabregnete, ihre Haut und ihre Haare versengte.
Schreie...ihre eigene Stimme.

"Gebt ihr noch etwas von dem Tee."
Sie öffnete die Augen und versuchte den Sprechenden auszumachen.
Ich habe doch schon welchen getrunken..., wollte sie protestierend einwerfen, doch sie blieb stumm. Etwas Nasses benetzte ihre zerschrammten Wangen und es dauerte einen langen Moment, bis sie begriff, das es Tränen waren.
Jemand berührte sie an der Schulter und drückte ihr etwas in die Hand. Sanft und doch schoss ein brennender Schmerz durch ihren Arm, der sie leise aufstöhnen ließ.
"Trink, Mädchen."
Die Stimme kam ihr bekannt vor. Sie hob den Becher mit Hilfe an die Lippen und trank die bittere Flüssigkeit.
Danke, wollte sie sagen, doch sie spürte schon wieder das Kissen an ihrer Wange, ehe sie in einem traumerfüllten Schlaf fiel, der ihr keine Erholung brachte...

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:53

Gaomee, 03.11.2011

Erinnerungen

Kennst du die Schatten, die dich an den Füßen halten, damit du nicht weiterkommst?
Siehst du ihre Fangarme, die sich nach dir ausstrecken und dich zu erreichen suchen?
Hörst du die Stille, die die Nacht um dich verbreitet?
Schmeckst du die Angst, die deine Sinne erfüllt und dich taub werden lässt?
Spürst du die Kälte, die dich befällt und schaudern lässt?

Lauf junge Druidin, lauf, so schnell du kannst, so weit dich deine Beine tragen.
Der Nacht entkommt niemand. Sie verdrängt das Licht, das du so liebst, sie nimmt dir
sie Sicht auf das, was du sehen musst, um zu überleben. Sie ist allgegenwärtig und immer da.

Liebst du das Leben so sehr, dass du gegen mich kämpfen willst? Letztendlich besiege ich doch das Licht, das dich umhüllt. Es brennt einer Flamme gleich, doch schwach in deinem versehrten Körper. Willst du leben? Dann lauf...
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Altra

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:53

Luthien, 08.12.2011

Raumgreifend und entspannt war der Schritt der Kaldorei, die in mittelmäßigem Tempo in Richtung Tor joggte. Die weich besohlten Mokkasin erzeugten ein leises, gleichmäßiges Patpatpatpat auf dem Pfad, welches sich mit dem kaum hörbaren Laufgeräusch des gefleckten Wintersäblerweibchens mischte, das neben ihr her lief.

Ihr Lauf führte sie bald aus der Darnassus heraus und als das Tor und die Stadt einige Minuten hinter ihnen lag, verlangsamte sich der Schritt der Aufseherin, bis sie fast stehen blieb.
Tief sog sie die klare, kühle Spätherbstluft in ihre Lungen. Mit einem frohen, freien Lächeln, das ihre spitzen Fänge preisgab, sah sie zu Elenya, dann schienen die Konturen der kleinen Kaldorei in einem leicht irisierenden Dunst zu verschwimmen.

Augenblicke später lief neben dem Wintersäbler, ein kompakter, nachtschwarzer Säbler in spielerischer Verfolgungsjagd in die Wälder Teldrassils.


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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:54

Luthien, 09.12.2011

Wieder war eine Zusammenkunft vorüber. Viele Neuigkeiten hatte es diesmal nicht gegeben. 'Wie auch?' dachte sie mürrisch. Schliesslich saßen die meisten von ihnen seit dem Einsatz im Brachland in Darnassus und warteten auf neue Befehle.
Malagar hatte von seiner Arbeit mit Sommereiche und Herbstblatt berichtet und mitgeteilt, dass er eine Aufgabe erhalten habe, die ihn in Kürze für einige Wochen fort führen würde. Nebelfalke hatte angefragt, die Einheit in das eine oder andere Training für seine Verteidigerfrischlinge einbeziehen zu dürfen.

Sie beneidete Aquilla ein wenig um den Ausbildungsauftrag. Zwar musste er sich mit einem Haufen Neulingen herumärgern, aber wenigstens hatte er mehr zu tun als... Bücher zu wälzen. Missmutig starrte sie auf den Stapel geballtes Wissen, der irgendwie nicht kleiner werden wollte.
Ihr eigene Unruhe und Ungeduld ärgerte sie noch mehr. Sie, die sie doch sonst wissbegierig war bis an die Ohrenspitzen und alles, was sie tiefer auf ihrem druidischen Pfad führte, aufsog wie ein Schwamm... konnte momentan kaum die Motivation aufbringen, sich auch nur mit einem dieser Bücher intensiver zu befassen, geschweige denn die Konzentration.
Immer schweiften ihre Gedanken nach kurzer Zeit ab, flogen in den Hyjal, an die Front, zu den Brüdern und Schwestern, die dort immer noch kämpften.

Dankbar war sie dennoch, um die kleinen Aufgaben und Ablenkungen, die ihr zumindest sinnvoller erschienen als ihre Zeit mit Lesen zu vertrödeln. So beobachtete sie mit Freude, wie positiv der kleine Nachtsäblerfindling sich entwickelte und regelmäßig machte sie Ausflüge an die Dunkelküste, um die dezimierte Säblerpopulation in seinem Stammgebiet im Auge zu behalten.

"Nutze die Zeit, auch das ist wichtig", stiegen Tantareks Worte erneut in ihr auf und murrend griff sie nach einem der Bücher und hockte sich auf ihr Lager.
'Irgendetwas müssen sie planen... kann doch nicht sein, dass eine komplette, einsatzfähige Einheit in Darnassus hockt, während im Hyjal noch die Kämpfe toben.' Der Gedanke verweilte, während der Blick der Kaldorei unbestimmt in den Regen hinaustastete.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:54

Luthien, 13.12.11

Kal'Nor bog den Hals und beäugte ihr Tun, während die kleine Kaldorei ihre Gepäckrolle hinter dem Sattel verzurrte. Viel war es ohnehin nicht, denn sie hatte nicht vor, sich lange aufzuhalten. Mehr Gepäck würde sie nur unnötig verlangsamen und die Angelegenheit schien dringlich. So schnell wie möglich sollte Morgennebel informiert werden und die Nachforschungen in Nachthafen beginnen.

Der große, dunkelblaue Hippogryph schnarrte, hob den Brustkorb und spreizte die Flügel leicht seitlich, wie zur Probe. Sie strich sich über das Gesicht, blinzelte müde in das Licht des Nachmittags und zog sich in den Sattel.
"Dann wollen wir mal, mein Freund", murmelte sie und strich ihrem gefiederten Gefährten über den Nacken. "Denkst du, wir holen die Eule ein?" Der Hippogryph plusterte sich auf, streckte den Hals und gab einen entrüstet klingenden Ton von sich. Luthien lachte und verstärkte ihren Griff an den Sattel, als Kal'Nor mit kräftigen Flügelschlägen abhob.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:54

Luthien, 14.12.2011

Sie fröstelte, zog den Mantel enger um die Schultern und duckte sich etwas tiefer an den Hals des Hippogryphen, dessen Schwingen in gleichmäßigem Rhythmus die Luft teilten und sie schnell dahintrugen.

Ihr Blick schweifte zum Horizont. Ein Streifen hellen Zwielichts kündigte bereits das Nahen des neuen Morgens an und bis sie Teldrassil erreichten, würde die Sonne sich aus ihrer Nachtstatt erhoben haben.

Sie wünschte nur, sie hätte befriedigendere Neuigkeiten im Gepäck.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 12:55

Luthien, 16.12.2011

Die Ausbeute der Nachforschungen in Darnassus war bei weitem befriedigender gewesen, als das, was sie bisher auf der Mondlichtung erfahren hatten.

Die kleine Gruppe der Einheit, die sich letzte Nacht in Darnassus auf den Weg machte, hatte tatsächlich eine handvoll Personen gefunden, die Maeran Hirschlauf kannten. Von Bruder Tintenrot hatten sie sogar eine recht gute Portraitzeichnung des Historikers bekommen.
Dennoch wiesen auch die in dieser Nacht gesammelten Informationen auf die Archive des Zirkels als letzten bekannten Zielort des Vermissten.

Also würden sie erneut nach Nachthafen reisen. Vielleicht hatte Nachtfeder etwas übersehen.

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