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 Kleine Geschichten aus dem Zirkel

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Altra

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:41

Tantarek,19.08.2013

<Folgender Brief geht in der Mondlichtung und im Smaragdzirkel für alle Druiden lesbar ein>

Cenarius adore, Brüder und Schwestern.

Der folgende Brief beschreibt meine Beobachtungen zusammen mit anderen Druiden der Kal’dorei und der Tauren im nördlichen Brachland. Nach einem Treffen und Diskussionen in der Mondlichtung haben wir uns zwei Wochen in das momentan von einer Rebellion und Krieg gebeutelte Land begeben. Die Anzeichen, die wir fanden, sind dabei sehr beunruhigend.

Es findet tatsächlich eine Rebellion vor der Haustür Orgrimmars statt. Die Trolle haben Klingenhügel in Durotar eingenommen und sammeln weitere Anhänger der Rebellion um sich. Anscheinend ist auch die Allianz mit bereit, gegen Orgrimmar zu marschieren. Derlei Konflikte sind für den Zirkel des Cenarius aufgrund seiner Neutralität nicht von Belang.

Allerdings gibt es Dinge, die die Horde unter Garrosh im nördlichen Brachland tut, welche nicht ignoriert werden sollten. Schamanen zerstören das Land und brechen Berge und Felsen auf, es gibt regelrechte Camps für Wilderer um die Tierpopulation gnadenlos für Fleisch und Felle zu zerstören und Goblins zerstören das Land um eine schwarze Flüssigkeit aus seinem Inneren zu saugen. Damit treiben sie Maschinen an, die im Norden die Wälder abholzen.

Der Zirkel des Cenarius ist neutral. Aber er handelt entschieden gegen jede Schändung der Natur, dabei ist es egal ob der Schänder nun ein Orc oder Mensch ist. Ich bitte und rufe daher dazu auf, all jene Bemühungen, die die Natur im nördlichen Brachland schädigt, zu unterbinden. Sei es, indem man die holzfällenden Maschinen kaputt macht oder die Tiere vor den Wilderern rettet. Dies ist im Einklang mit der Natur und bedeutet natürlich nicht, dass wir uns deshalb auf die Seite der Allianz schlagen.

Sollte jemand Kontakt zu Schamanen des irdenen Rings haben, so wäre es angebracht, auch sie über das Verhalten einiger Schamanen im nördlichen Brachland zu unterrichten. Vielleicht gibt es dort auch den Einen oder Anderen, der helfen möchte.

Gez. Tantarek Malagar, Druide des Zirkels des Cenarius

Tantarek setzte gerade die Feder ab und stellte sie zur Seite. Die letzten Tage waren schön und erholsam, nachdem er Nai nach all den Wochen wiedersehen konnte. Sie hatten sich viel zu erzählen und zu geben. In den letzten Wochen und Einsätzen sind so viele Dinge geschehen, die man einfach noch nicht bereden konnte. Es war das erste Mal seit vielen Tagen, in denen er einmal ruhig durchschlafen konnte. Tantarek lächelte kurz.

Langsam rollte er die Briefe und die dazugehörigen Abschriften ein und setzte das Siegel des Zirkels des Cenarius und des Smaragdzirkels dahinter. Diese Allianz, diese Horde…diese ach so ‚intelligenten‘ Rassen. Sie übersehen in ihrer Gier nach Macht, Land und Gold dass sie ihre eigene Grundlage zum Leben zerstören. Wer soll noch Schatten finden und Früchte tragen, wenn alle Bäume abgeholzt sind? Wer soll seine Kinder ernähren, wenn alle Tiere ausgewildert wurden? Welcher Berg soll den stürmischen Wind zurückhalten, wenn sie zerstört waren? Die gesamte Welt wurde vor weniger Zeit von Deathwing zerstört und anstatt sie wiederaufzubauen sind sie nur auf Zerstörung aus. Sie sind es, die gehen müssten. Die Allianz und die Horde schaden Azeroth in ihrer Arroganz und Blindheit.

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Altra

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:41

Ereka, 20.08.2013

Auch diese Nacht sollte die Jungdruidin kein Auge zudrücken. Dabei hat sie es bitter nötig, nachdem sie heute eine längere Strecke über dem Brachland hinlegte. Sie kann förmlich den mahnenden Blick aus glühenden Augen von Shan’do Wildsang auf sich spüren, obwohl er nicht bei ihr war. Gleichzeitig erinnert es sie an ihre erste Lektion, als sie zusammen mit ihm aufbrach um ihre cenarische Grundausbildung anzugehen. Ruhe zu finden war sehr wichtig für sie. Neue Energie schöpfen für den nächsten Tag um sich, und vor allem Anderen, nicht im Weg zu stehen. Aber wie, wenn um einen herum so viel Leid herrscht?

Das Brachland fordert einen. Die Hitze ist nur das kleinere Übel, welche sie rein gar nicht gewohnt ist. Es ist das wimmernde Land was ihr eher zu schaffen macht. Für einen Menschen besitzt sie einen sehr feinfühligen Draht zur Natur. Der Kataklysmus hinterlässt immer noch seine Spuren, und als wäre es nicht genug, reißen fehl geleitete Schamanen die Narben des Landes noch tiefer auf. Haben sie aus dem Kataklysmus nichts gelernt? Tiere werden blind ohne jeglichen Sinn und Verstand abgeschlachtet, stellenweise sogar schon ausgerottet. Narung wird in Massen gehortet, aber zu welchem Preis, wenn sich die Bestände nicht wieder erholen können? Öl verpestet das Land, und zahlreiche Bäume werden abgeholzt mit widerlichen Maschinen. Und das alles für einen Krieg, nein, sogar für mehrere Kriege.

Krieg. Wenn sie etwas neben Nethermanten hasst, dann ist es Krieg. In ihren Augen erscheint der Krieg oftmals als sinnlos. Er bringt mehr Leid als alles andere, meist geführt aus blinder Wut. Sieg um jeden Preis, auch wenn man dabei über Leichen gehen muss. Böse Zungen behaupten, solche Leute wie sie sind Feiglinge. Konfrontationsscheu. Missmutig verzieht die Jungdruidin ihr Gesicht, und ein frustriertes Schnauben lässt nicht lange auf sich warten.

„Logisch! Der Zirkel und der Irdene Ring haben ja nichts Besseres zu tun als in der Ecke herum zu lungern, und darauf zu warten bis die nächste Katastrophe vorbei schneit. Dass wir nebenbei den Müll von Horde und Allianz aufräumen können, daran denkt ihr Idioten nicht einmal! Eure Köpfe müssten vor Dummheit und Arroganz platzen…“

In ihren Gedanken platzen so einige Köpfe, und sie fühlt sich nicht einmal schlecht dabei. Und dabei ist sie doch solch ein Harmonie Mensch! Es ist so schon schwer genug das Gleichgewicht zu halten und für die Nachkommen dieser Welt eine Welt zu sichern in welcher sie existieren können. Langsam versucht sie wieder auf andere Gedanken zu kommen, um nicht allzu fuchsig zu werden. Außerdem muss sie Schlaf finden, dringend!

Mondlicht dringt nur schwach in ihrem kleinen Höhlenversteck ein. Zusammengekauert im Schatten der Höhle hat sie sich hingelegt, gänzlich eingehüllt in ihrem viel zu langen Umhang. Das halb offene, gesunde Auge starrt müde in Richtung Ausgang, dort wo schützende Sträucher und Palmen nicht direkt auf die Höhle aufmerksam machen. Das Zirpen von Grillen und Quaken von dicken Fröschen, bei der nahe liegenden Oase, stimmen sie schon gleich etwas ruhiger. Gesang in ihren Ohren.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:41

Luthien, 23.08.2013

Die Tasche kommt mit einem leisen, dumpfen Ton auf dem Holzboden auf und kippt nach links, bis die Wand sie stoppt. Nackte Füße wandern geschäftig umher. Weiches Leder und Stoff raschelt leise in der Bewegung. Ein schwerer Vorhang wird zurückgeschoben. Ein tiefes Durchatmen. Eine Ofentür quietscht leise in den Scharnieren. Geraschel, Stille, dann leises Knistern erster Flammen. Geklapper irdener Gefäße.

Etwas später steht eine kleine Kal'dorei auf ihrem Balkon, eine Tasse Tee in den Händen und blickt gedankenverloren über die Dächer des Handwerkerviertels in Richtung Enklave. Sie hofft die anderen zu sehen, zu sprechen und zu erfahren, was sie schon wissen was sie auf der Mondlichtung erfahren hatte.

Die leichte Brise des frühen Morgens greift in die langen, nachtblauen Flechten und bewegt verspielt die eingeflochtenen Federn. Sie legt eine Hand über die Augen und blinzelt gen der steigenden Sonne. Zeit für ein paar Stunden Schlaf.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:42

Tantarek, 30.08.2013 – Nach dem Druidentreffen

Es war bereits späte Nacht. Eben jene Zeit, in der die Nachtelfen besonders aktiv und fit waren, gerade ihrem Alltag nachgingen. Zumindest jene, die noch die meiste Zeit in Kalimdor verbrachten. Jetzt aber war Tantarek bereits ziemlich erschöpft. Er war gerade in der Nähe eines der kleineren Seen der Mondlichtung gegangen. Langsam löste er seinen Stab vom Rücken und legte ihn behutsam in das grüne Gras. Die Spitze des Steckens sah aus wie die Nachbildung eines Vogels, der untere Teil endete in einer großen Adlerkralle. Es hatte sicher einige Zeit gedauert, diese Holzschnitzereien so zu erstellen.

Die Hände griffen in das kühle Nass, dessen Oberfläche das Leuchten des Mondes reflektierte. Er spritzte sich das Wasser ins Gesicht und verrieb es mit den Händen. Kurz darauf trank er auch noch etwas davon. Das Treffen dauerte mehrere Stunden an und es waren viele gekommen. Sehr viele sogar.

So, auf den Knien vor dem See sitzend, blickte er nach oben in den Sternenhimmel, die Hände ruhig auf die Oberschenkel gelegt. So viele haben den Ruf erhört. Sehen den Drang zu handeln ebenso wie ich, ging es durch seine Gedanken. Ein Gefühl der Erleichterung kam über ihn.

Sogar Vertreter des irdenen Rings kamen. Andere Neutrale, die ebenso ein Gespräch suchten, dachte er. Es war ein Gefühl der Ehre und der Demut, welche sich in ihm anbahnte. Er sah es weder als selbstverständlich noch normal an, dass sein Schreiben ein derartiges Treffen und eine solche Resonanz auslöste. Er lächelte, auch wenn der Körper von Erschöpfung gezeichnet war.

“Die Worte aller hatten ihre Berechtigung – auch wenn manche zu Zwisten führen. Sollte irgendjemand es etwa dem Bruder verübeln können, wenn er die Horde komplett zerstören sollte? Die Orcs haben Cenarius getötet, roden die Wälder und schänden zusammen mit Goblins die Natur in einem noch nie dagewesenen Ausmaß. Die arkanen Reste von Theramore verseuchen den gesamten Landstrich. Und doch… und doch war es ein Orc, der einen entscheidenden Schlag gegen Deathwing vollführte. Und auch in den Reihen der Druiden gab es mit Fandral nicht das leuchtende Beispiel des Guten", sprach er leise, während er nach oben blickte, zum Mond. Leise flüsterte er weiter: “Und doch bedrückt mich etwas, Mondgöttin“, fing er an zu sprechen, so wie er es öfter tat. Die Mondgöttin und ihr Leben sind ebenso Teil der Natur wie es Cenarius stets war. An beide Dinge, die Natur und Elune zu glauben war nie ein Widerspruch, eher eine Notwendigkeit für ihn. “Ich habe dieses Treffen mit dem Wunsch zu handeln veranlasst und auch bekommen, was ich mir wünschte… und doch … und doch waren die Meisten sofort und ohne zu zögern bereit zu kämpfen und zu töten. Es gab nur wenige, die versucht haben zu sehen, was für Konsequenzen ein Kampf haben könnte, sei es nur gegen Holzfäller oder Wilderer. Es ist nicht schön, diesen Schritt zu gehen, auch wenn er notwendig ist. Notwendig, damit jene Dinge, die wir heilen und bewahren wollen, nicht gleich wieder zerstört werden“, sprach er leise und seufzte. Um ihn herum herrschte neben dem Zirpen von Insekten und dem Rascheln der Blätter und Gräser eine Stille. Er würde noch einige Zeit hier verbringen und meditieren, ehe er nach Hause gehen würde.

Am Ende zählte nur eines: Das Wohl und das Gleichgewicht der Natur zu bewahren.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:42

Luthien, 03.09.2013

Pfeile, Pfeilgift, Ersatzsehnen, Wetzsteine, Decken, Lederbänder, Seile, Wasserschläuche. Wasserschläuche... jeder würde 2 brauchen.

Sie machte zwei Schritte, zum nächsten Regal hinüber und öffnete die Kräutertruhe. Tinkturen, Salben, diverse getrocknete Kräuter, alles da. Die Truhe schloss sich und der weißgoldene Blick wanderte in das nächste Regalfach und über das Verbandmaterial in verschiedenen Breiten, Kompressen, Armschlingen.

Ruhige, zielstrebige Schritte durchquerten den Raum und eine Schranktür wurde geöffnet. Trockenobst, Nüsse, Dörrfleisch, kleine staubtrockene Reiskekse, Hartkäse, Salz.

Sie nickte dem Gedanken zu, ging hinüber zu einem weiteren Regal und griff mehrere leere Leinenbeutel verschiedener Größen. Einige Zeit später, streckte die kleine Kal'dorei den Rücken durch und ließ einen zufriedenen Blick über mehrere, fein säuberlich gepackte, Verpflegungs- und Materialbeutel wandern, die nun bereitstanden.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:43

Luthien, 07.09.2013

Jeden Muskel gespannt, bewegte sie sich geduckt durch die Schatten des Unterholzes der bewaldeten Fläche, sachte fließend und beinahe selbst ein Schatten schien sie dabei fast mit selbigen zu verschmelzen.

Ihre Nasenflügel bebten, als sie tief die Luft einsog und die Witterungen prüfte, die sie mit sich trug und die Ohren lauschten nach den Geräuschen der anderen, die hinter ihr ihren Weg durch die Dunkelheit suchten. Bei einer dichteren Baumgruppe hielt sie inne und wartete, dass sie aufschlossen. Tautropfen, Hiligon und dieser Mann, den sie "Bill" nannten.

Sie wandte den Kopf und spähte in Richtung der 2. Gruppe. Problemlos durchdrang der Blick der Elfenaugen das von nur wenigen Sternen und einer blassen Mondsichel erhellte Dunkel. Etwa auf gleicher Höhe, auf der anderen Seite des Waldstreifens, entdeckte sie Tantarek und die seinen.
So weit, so gut. Sie wandte sich um, kurz huschte der Blick über die Gruppe, dann setzten sie ihren Weg fort.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:43

Tantarek, 05.09.2013


Tantareks golden leuchtende Augen gingen durch die Reihen der Anwesenden. Er nickte einmal langsam. Die Aufgaben waren verteilt, ebenso die Eisenrankensamen, um die Schredder zu zerstören. Sie hatten nur ein kleines Zeitfenster, ehe die deaktivierten Maschinen vom Wald wieder zurück ins Lager gebracht werden würden. Eine Information, die sie durch Bruder Winteratem und Schwester Wolkentänzer als Späher erhalten hatten. Die Gruppe wurde ebenso aufgeteilt und jeder wusste, was zu tun war.

In Tantareks Gruppe befanden sich neben ihm noch seine Thero’shan Altra Sommereiche, dann die Schamanin des irdenen Rings Suané und die Kal’dorei Elianel. In Luthiens Gruppe waren neben der Aufseherin noch die beiden Erntedruiden Ereka und Billiam, ebenso wie Nailka. Die beiden Gruppen blieben zwar in Sichtweite, aber teilen sich an den linken und rechten Waldrand auf, so dass sie kein leichtes Ziel waren und im Notfall schnell jemanden in der Mitte in die Zange nehmen konnten. Ein letzter Blick von Tantarek ging gen Nai, auch wenn ein wenig Sorge in seinem Lächeln ihr Gegenüber mitschwang. Dann konzentrierte er sich auf Luthien, welche den Trupp mit anführte. Beide gingen sie los.

Tantareks Gruppe konnte am Rande des Gebirges, in dem es einige kleine Erhebungen gab, 3 abgestellte Schredder sehen. Bewacht wurden jene durch drei Kor’kron. Zwei davon hatten schwere Zweihänder und eine starke Rüstung, der dritte war in Leder gekleidet und hatte ein Gewehr. Alle von der Gruppe schlichen sich an und hatten dies auch unbemerkt geschafft. Wahrscheinlich hatten sie auch Glück, dass die Kor’kron in der Nacht nicht so gut sehen konnten und ein wenig abgelenkt waren.

Der Kampf auf der linken Seite des Waldes entbrannte: Suané schleuderte einen Blitz auf den Orc mit der Lederrüstung, woraufhin dieser zu Boden fiel. Alles in allem hatte er den Schlag aber gut ausgehalten, er schüttelte sogar den Schock einfach ab. Da er aber noch am Boden lag, verfehlte der Zornzauber von Altra genauso wie Elianels Wurfpfeil. Nun war ihre Position und Angriff allerdings nicht mehr geheim. Die schwer Gepanzerten zogen ihre Zweihänder und brüllten auf, machten sich auf den Weg zur Gruppe. Während Tantarek einen Samen werfen wollte, klappte dies nicht und er verfehlte. Dasselbe galt für den Versuch, einen Erdsplitter aus dem Boden zu rufen und als sie danach Wind aufwirbeln wollte, waren die Elemente besonders zornig in diesem geschändeten Land. Suané musste daraufhin in den nächsten Momenten ihre ganze Konzentration aufwenden, um die Elemente zu beschwichtigen. Sonst würden sie sich gegen sie selbst wenden.

“Tor ilisar’thera’nal!“, gab Tantarek von sich. Er nahm seinen Kampfspeer nun in beide Hände und machte sich bereit, während Altra alle stärkte. Dann geschah jedoch etwas, was sehr ungünstig war: Der Orc in Lederrüstung und mit dem Gewehr robbte sich hinter eine felsige Erhebung, um außer Sichtweite zu sein. Er packte sein Horn am Gürtel und blies hinein. Ein Geräusch, was überall zu hören war. Dieses Brummen des Hornes hielt allerdings nur einige Sekunden an, als von Suané ein gerufener Blitz von oben herab donnerte. Da das Gewehr des Orc metallisch war, drang der Blitz dort ein und verwandelte den Orc in eine zuckende, kampfunfähige Masse.

Der Kampf gegen die Beiden Kor’kron in schwerer Rüstung verlief mittelmäßig. Man konnte die Beiden erfolgreich ein wenig auf Abstand halten, aber Elianel erhielt einen bösen Schlag gegen ihre Seite, der zugleich von einem Baumrindezauber von Tantarek gestärkt wurde – und Tan hatte zuvor auch seine eigene Haut verstärkt. Altra selbst konnte so in Kombination mit Tantarek die Wunde sehr gut heilen, doch wird der Schmerz noch eine ganze Weile spürbar sein. Dafür war aber ihre Bewegungsfreiheit nicht mehr eingeschränkt, wie als wenn man mit einer blutenden Seite kämpfen müsste. Der Orc bei Elianel war aber schließlich gewurzelt, er wurde fast blind gemacht und sein gesamtes Gesicht blutete rissig von einem Zornzauber von Altra. Es war nur eine Frage von weiteren Sekunden, bis Elianel den blind um sich schlagenden Kor’kron niederstrecken konnte.

Der Kampf zwischen dem zweiten Kor’kron und Tantarek lief allerdings nicht so einfach. Ein Zornzauber von ihm selbst hatte seine Brustrüstung offengelegt und konnte Tantarek ein paar Schlägen ausweichen, aber er selbst wurde dann von einem Überkopfhieb an der linken Schulter getroffen. Das dicke Kodoleder wurde durchdrungen und dämpfte den Schlag ein wenig ab, so dass es nur eine eher kleinere Wunde an der Schulter sein würde. Sein Baumrindezauber, der den ganzen Körper bis auf die Gelenke eindeckte, brach auch unter diesen martialischen Hieb komplett. Dann jedoch trafen Altra und Suané mit ihren Zaubern und schickten auch diesen Kor’kron in den Tod.

Während also Tantarek, Suané und Altra vor zu den Schreddern gingen und Elianel der anderen Gruppe aushelfen sollte, konnte man in der Ferne ein Horn ertönen hören. Wohl eine Antwort auf jenen, der hier es gerufen hatte. Die Feinde waren unterwegs und das Rascheln der Büsche in der Ferne kündigte sie an. Tans Ohren zuckten auf, als er dann Schmerzensschreie neben sich hörte. Man konnte dort den Orc in Lederrüstung mit dem Gewehr sehen, welcher nur noch im Elend und Todeskampf da lag. “Beendet es“, gab Tan von sich und Suané vernichtete den Orc, in dem sie ihn mit einer Erdnadel aufspießte. In der Zwischenzeit pflanzten Tantarek und Altra unter zwei der drei Schreddern die Eisenrankensamen ein.

Und da kamen sie auch schon. Ein von den Feinden zusammengestellter Stoßtrupp, um gegen die Feinde vorzugehen. 2 Wolfsreiter kamen mit sehr schneller Geschwindigkeit auf Altra, Tantarek und Suané zu, während sich zwei Schamanen in dunklen Roben gegenüber voneinander stellten und sich mittig aufhielten. Zwei schwer gepanzerte Kor’kron mit Zweihändern und ein Goblin, der sich hinter ihnen versteckte, kamen auf Luthiens Gruppe zu.

Am schnellsten waren aber mit Abstand die voranpreschenden Reiter auf ihren Worgs. Tantarek schaute sich eben um. Suané selbst sammelte sich gerade, sie schien Kräfte zu rufen und damit beschäftigt, die Elemente um ihre Gunst zu bitten. Altra, neben ihm, kümmerte sich darum die ersten Samen wachsen zu lassen, woraufhin der erste von drei Schreddern bei Tans Gruppe zerstört wurde. Keiner griff die herannahenden Wolfsreiter an, die sehr bald bei Ihnen sein würden. Das könnte durchaus tödlich ausgehen. Der Druide selbst schloss die Augen und konzentrierte sich, er versuchte ein Band zu den Wölfen aufzubauen, auf denen die Reiter sitzen – dies gelang ihm auch. Er versuchte ihnen Bilder und Emotionen zu zeigen, dass sie Druiden waren und gegen die Schändung des Landes kämpfen und jene auf ihrem Rücken die wahren Feinde waren.

Man konnte merken, wie sich die Wölfe leicht aufbäumten, doch die Reiter hielten die Worgs unter sich unter Kontrolle, zogen fester an den Zügeln. Die Feinde waren fast in Reichweite, während Suané weiter mit ihrer Beschwörung beschäftigt war und Altra das zweite Samenkorn anregte, was den nächsten Schredder zerstörte und nur noch einen intakten bei ihnen ließ. Tantarek konzentriere sich weiterhin, zeigte den Tieren Bilder, wie die Kor’kron ihre eigene Art töten und jagen, versklaven und dressieren. Wie sie diese ihrer Freiheit berauben, wie sie andere Tiere grundlos wildern.

Der Druide atmete erleichtert auf, als es diesmal klappte. Die Tiere jaulten auf und anstatt sich aufzubäumen rollten sie sich einfach zur Seite. Das war etwas, was die Kor’kron nicht verhindern konnten. So wendeten sich nun die Worgs mit ihren scharfen Zähnen gegen ihre Herren.

In der Zwischenzeit wurden die beiden dunklen Schamanen jäh überrascht! Sie waren gerade damit beschäftigt, einige Totems auf den Boden abzulegen und mit einem Pulver einen Kreis um sich zu ziehen, als dunkle Wolken sich über ihnen bildeten und ein mächtiger Blitz, gerufen von Suané einen der Orcs direkt in den Schädel krachte. Es endete darin, dass seine Roben und Haut vom Körper schmolzen und ein zuckendes, dampfendes Skelett übrig blieb und dabei das Ritual der beiden Schamanen unterbrochen wurde. Der andere Schamane hingegen überlebte, es schien wie als ob eine Art Blitzschild an seinem Körper zersprang, als der Donner bei seinem Freund in der Nähe niederging.

Die nun reiterlosen Kor’kron kämpften am Boden liegend gegen ihre zwei Worgen, während Altra das letzte Samenkorn am dritten Schredder einpflanzte. Tantarek selbst nutzte die Zeit, um sich in einen großen, schwarzen Bären zu verwandeln. Seine erste Gestalt, die er je lernte und die er am Meisten beherrschte, auch wenn er sich sehr selten in einen Bären verwandelte. Die Wölfe selbst hatten gegen ihre Meister allerdings keine guten Chancen. Einer der Kor’kron zertrümmerte mit seiner Axt den Schädel seines Reittieres, der andere packte sein Tier mit den Händen am Kopf und brach ihm das Genick.

(Fortsetzung folgt)

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:44

Anushor, 08.09.2013

Er hörte den Lärm, der zeigte das vor ihnen Kämpfe tobten und als er endlich mit den anderen Nachzüglern soweit herangekommen war, das sie die anderen des Zirkels erblickten, leuchteten seine goldenen Augen auf. Die Mitglieder des Zirkels kämpften an zwei Fronten verbissen: „Warum wurden wir nur aufgehalten“ schoss es ihm durch den Kopf, als er sich zum Säbler wandelt und mit kräftigen Sprüngen im Schatten der Bäume zu der Gruppe von Bruder Malagar aufschloss.
Er und die Druidin Kajar sahen diesen Untoten, der mit Dolchen auf die Schamanin vorging, ein großer Bär, der schon eine blutige Wunde davon getragen hatte, stand zwischen zwei Kro`kron und wurde von diesen bedrängt. Altra war bei den Schreddern und versuchte diese mit Hilfe der Samen außer Kraft zu setzten. Ein dunkler Schamane stand etwas weiter im Hintergrund und schien Einfluss auf die Elemente zu nehmen, Anushor spürte das Aufgebärden der Natur, die versuchte sich diesem Zugriff zu widersetzten.

Er wandelte sich zurück und suchte sein Band zur Natur, Wurzeln schlugen sich um die Beine des Untoten und so konnte er der Schamanin etwas Zeit verschaffen, sich aus der Reichweite der vergifteten Dolche zu bringen. Die Druidin hatte sich zu Bruder Malagar durchgeschlagen und griff nun ebenfalls als Bär die Orcs mit an, doch diese Kro`kron, waren Elite-Soldaten und setzten den Druiden heftig zu, die Waffen fanden ihre Ziele und Blut tropfte durch das Fell der Bären. „ Hoffentlich können sie diesen standhalten“, ging es ihm mit einem Schauern durch den Kopf, doch er musste sich den anderen Gegnern zuwenden, seine Sorge durfte sein Handeln nicht verzögern. Der dunkle Schamane wob einen Feuerzauber und es bildete sich eine Feuerkugel um seine Hände. Die Ozeansaphire an Anushors Rüstung leuchteten auf, er suchte das Wasser was sich in Adern unter der Erde befand. Die Elemente waren in Aufruhr, die Natur wütend über den erzwungenen Zugriff dieses dunklen Schamanen. Er versuchte sein Band zu finden und das Wasser nach oben zu lenken, um den Feuerangriff zu unterbrechen. Doch der Zugriff der Schamanen war zu stark, er konnte keinen Einfluss nehmen und so musste er mit ansehen wie sich die Feuerkugel löste und mit voller Wucht auf die Schamanin ihrer Gruppe zuflog. Der Untote war zwar in seiner Bewegung eingeschränkt, aber nicht untätig und hatte inzwischen eine Kugel aus seinem Waffengurt gezogen und entsichert, bereit diese zu werfen. Er spürte den Zorn in sich aufsteigen und formte daraus einen Zauber und schleuderte diesen nun auf diese Unnatürlichkeit des Lebens. Der Zornzauber riss dem Untoten den Arm ab, in welchem sich die entsicherte Kugel befand, und schwächte diesen Gegner weiter. Er musste ausgeschaltet werden, damit ein Gegner weniger die Gruppe bedrängte, es gab nur ein wirklich effektives Mittel gegen Untote. Er zog seinen Stab mit der scharfen Schneide an der einen Seite und köpfte den Untoten mit einer schwungvollen Bewegung. Seine Augen folgen dem Kopf, wie er zu Boden rollte und ein Knall ertönte fast im gleichen Augenblick. Schwarzen Rauch, der sich aus der Kugel bildete war die Ursache des Knalls und er versuchte einen Wind heraufzubeschwören, um ihn von der Gruppe wegzutreiben, doch dies misslang und so wurde er bald von diesem Rauch eingehüllt.
Doch in dieser Zeit nahm der dunkle Schamane wieder Zugriff auf die Elemente, und schien einen weiteren Zauber vorzubereiten. Die Elemente wurden hin und hergerissen von den Kräften der Schamanen der rivalisierende Gruppen, und dann entlud sich ein Kettenblitz. Anushor konnte nur schemenhaft erkennen wie erst Bruder Malagar, dann Altra und die Druidin und zu guter letzt auch die Schamanin von diesem getroffen wurde. Voller Entsetzen versuchte er den Schamanen auszumachen, was durch den Rauch deutlich erschwert war, aber gleichzeitig ihm auch Schutz bot.

Er suchte über das Band nach möglichen Helfern und nahm einen Bienenschwarm wahr, er fühlte dass die Tiere aufgewühlt waren, weil auch sie die Unruhe der Elemente fühlten. Langsam wob er Bilder, um den Bienen die Ursache dafür zu zeigen und um sie um Unterstützung zu bitten. In dieser Zeit erholten sich die anderen von dem Schock des Kettenblitzes und der ganze Zorn der Gruppe entlud sich nun auf den letzten Gegner, der noch stand. Der Schamane wurde von den Füssen geholt und mittels eines weiteren Zornzaubers dann endgültig getötet, Anushor brauchte die Unterstützung der Bienen nicht weiter anzufordern und löste sein Band zu den Tieren, und ging langsam aus dem Rauch heraus, um sich nach den anderen umzusehen. Die beiden Kro`kron hatten zwar im Kampf gegen die Druiden verloren, doch hatten beide tiefe Wunden erlitten, die Schamanin zeigte deutliche Zeichen von Verbrennungen auf und Altra schien ebenfalls durch den Kettenblitz Verletzungen erhalten.

Anushor ging zu Bruder Malagar und wob einen Heilzauber, um erst einmal die stärksten Blutungen zu stoppen. Nachdem auch die andere Gruppe fast zeitgleich ihre Gegner erledigt hatte und die Mission die Schredder zu vernichten erfüllt war, zogen sie sich zurück zum Lager, um sich um ihre Verwundeten kümmern zu können.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:45

Tantarek, 08.09.2013

(Fortsetzung vom 05.09.2013)

Noch während einer der Kor’kron am Boden lag und sich der andere gerade erhob, stürmte Tantarek auf den noch am Boden liegenden zu. Die massigen Pranken und das große Gewicht seiner Bärenform drückten ihn gleich wieder zu Boden, die Tatzen trafen den Helm und zu Teilen ungeschützten Hals. Während der Helm ein wenig eingedrückt wurde, konnte man kleine, leicht blutende Risse am Hals sehen. Ehe der Druide jedoch nachsetzen konnte, brüllte der Zweite Orc auf und stürmte mit seiner Axt vor, traf dabei Tans Rücken, in der eine blutige Wunde entstand, das Fell begann sich darunter rot zu färben. So wurde der Bär von dem am Boden liegenden Kor’kron weg gedrängt, so dass dieser aufstehen konnte.

In der Zwischenzeit, während Altra ihr Samenkorn am dritten Schredder platzierte, konnte Suané etwas in ihrem Augenwinkeln wahrnehmen: Hinter ihnen war ein untoter Assassine dabei, sich bereits die ganze Zeit über an sie anzuschleichen. Jetzt, in diesem Moment, war er gefährlich nahe. Das untote Geschöpf hielt soeben in einer Hand eine Art kleine Kugel mit einer Lunte, die der Untote gerade anzündete. Suané reagierte schnell und bat die Geister des Feuers, diese Flammen stärker zu entfachen. Die Elemente kamen ihrem Wunsch nach, so dass nicht nur die Lunte nun stärker brannte, sondern auch die Flammen sich auf die Rüstung des Untoten ausbreiteten und ihn in Flammen aufgehen ließen. Aus Reflex war der Untote die kleine Bombe sofort weg und flog sie in Richtung von Altra, wo sie detonierte. Ein heller Lichtblitz entstand, der die junge Druidin blendete und so für einige Momente komplett außer Gefecht setzen würde.

In der Zwischenzeit kamen ein Stück weit hinter den Kämpfen drei weitere Personen nach: Imrayon Klingenwind, Kajar und Anushor Gezeitenstrom. Sie sind zusammen hierher gereist, aber wurden durch eine feindliche Patrouille der Kor’kron aufgehalten, so dass sie erst jetzt dazukommen konnten. Sie teilten sich schnell so auf, dass Imrayon zu Luthiens Gruppe ging, Anushor und Kajar gingen zu Tans Gruppe. Kajar selbst erkannte, dass Tantarek Malagar gerade als Bär von zwei äußerst wütenden Kor’kron mit Äxten beharkt wurde. Sie trat mit einem Gebrüll neben ihn und verwandelte sich ebenso in einen Bären, um ihn im Kampf zu unterstützen.

In der Zwischenzeit hatte der feindliche, dunkle Schamane gesehen, wie der untote Assassine in Feuer aufging. Mit ein paar Handbewegungen hatte er um den Meuchelmörder eine Art Steinhaut wachsen lassen, die sofort die Flammen erstickten, ehe die Steine von seinem Körper bröckelten. Wütend zog der Assassine seine beiden Dolche, welche mit einer grünlichen Schicht überzogen waren. Er rannte auf Suané zu und fauchte: “Lasst mich euch mit dem Tod anfreunden!“ – gerade als er in Reichweite für einen Schlag war, rief Bruder Gezeitenstrom jedoch Wucherwurzeln aus dem Boden, die den Untoten festhielten. Trotz allem war er noch in Reichweite von Suané und schlug wild in ihre Richtung, doch glücklicherweise konnte sie mit einem Sprung nach hinten haarscharf ausweichen.

Das bewahrte die Schamanin jedoch nicht davor, von einem brutalen Feuerball des dunklen Schamanen getroffen zu werden. Nicht nur, dass ihre Haare versengt wurden, auch ihre Kettenrüstung erhitzte sich so stark, dass die Haut darunter zu verbrennen begann. So lag sie dampfend am Boden. Während es sie so noch erwischt hatte, gab sie eine Art merkwürdigen Ruf von sich.

In der Zwischenzeit sammelte sich Altra wieder von der Blendgranate und versuchte, die Gruppe mit heilenden Kräften zu unterstützen, was jedoch aufgrund der stressigen Situation, ihren bisherig gewobenen Kräften und die Reste der Blendgranate nicht ging. Sie konzentrierte sich daher dann darauf, das letzte Samenkorn anzuregen und somit den dritten Schredder zu zerstören.

In eben jenem Moment wurde Kajar gerade blutig durch die Axt eines Orcs an der Seite getroffen und blutig aufgeschlitzt, was sie zum Aufbrüllen brachte. Sie ging einen Schritt zurück und versuchte defensiv mit der Pranke an der unverletzten Seite weitere Hiebe abzuwehren. Dabei schaffte sie es, den Kor’Kron am Handgelenkt zu treffen und ihn nach seinem Hieb zu entwaffnen. Tantarek selbst versuchte einen Angriff und trieb den Kor’kron zurück, konnte seine nächsten Hiebe verlangsamen.

Fast zeitgleich setzten nun Kajar und Tantarek zum Angriff auf die jeweils vor ihnen stehenden Kor’kron an. Es war fast ein synchrones Handeln, als die Beiden zeitgleich so brutal gegen die Kor’kron donnerten, dass ihnen die Kniescheiben brachen und sie auf die Knie fielen, nur damit dann die Wunde am Hals aufgefetzt wurde um die beiden Kor’kron zu töten. Der festgewurzelte Untote hingegen, war wütend und niemand war in seiner Reichweite. Vom Gurt holte er erneut eine seiner mysteriösen Kugeln und diesmal gab es keine Lunte, sondern einen kleinen, metallischen Stift, den er aus der Metallkugel zog. Gerade, als er sie werfen wollte traf ihn aber ein Zornzauber am Arm und trennte diesen bei dem Untoten ab. So landete sein Arm zuckend am Boden, die am Boden liegende Hand hielt immer noch den scharf gemachten Gegenstand in Händen.

Der Dunkelschamane selbst war in eben jenen Momenten selbst nicht untätig. Erneut vollbrachte er es, den Elementen seinen Willen aufzuzwingen. Immer mehr Blitze sammelten sich um die Hände des Orcs, gingen bereits bis an seine Arme hoch. Suané selbst erhob sich langsam und unter Schmerzen, versuchte die Elemente zu bitten, sich gegen die Versklavungen des Dunkelschamanen zu wehren. Doch ihre Konzentration und Wunden waren zu groß und die Willenskraft des dunklen Schamanen stand außer Frage. Er ließ sich davon nicht beirren.

In der Ferne konnte man hoch in den Lüften ein Flattern hören. Wer die Augen in die Höhe wandern ließ, der konnte sehen, wie der Greif von Suané, der Wildhammerzwergin, gerade auf dem Weg hierher war. Während der dunkle Schamane weiter Blitzenergien um sich sammelte, die bald schon seinen gesamten Körper umgaben, rannte Anushor mit seinem Stab vor und köpfte den einarmigen, festgewurzelten Untoten. Doch in eben jenem Moment ging die Bombe unter seinen Füßen in die Luft, in der er einfach hinein gerannt war. Dabei kann er von Glück reden, dass es keine Granate war, denn sonst wäre er wohl genau mit dieser Aktion gestorben. Dieser Gegenstand entpuppte sich als eine Rauchbombe. Langsam drang schwarzer Rauch hervor, der sich sammelte. Dies verringerte die Zielgenauigkeit von Anushor, jedoch würde es auch schwerer werden ihn selbst zu treffen.

Kajar selbst ging zum nächstbesten Baum, verwandelte sich zurück und hielt ihre klaffende und blutende Wunde an ihrer Seite. Sich an die Rinde lehnend konnte man sehen, wie ihr Gesicht blass war. Tantarek selbst rannte vor in Richtung des Schamanen und verwandelte sich zurück in seine nachtelfische Gestalt. Der Greif von Suané ging derweil in den Sturzflug, um nun auch gegen diesen letzten Feind vorzugehen. Doch der Orc entließ Teile seiner Blitzkräfte in Richtung des Greifen, er streifte das Tier nur seitlich, aber hielt es so erfolgreich auf Abstand.

Dann entfesselte er seinen Zauber. Einen Kettenblitz, um genau zu sein. Der sowieso angeschlagene Tantarek wurde als erster vom Blitz getroffen und so in die Knie gezwungen. Ab hier gabelte sich der Blitz. Er donnerte zu den metallischen Schreddern und traf so Altras Seite, da sie sich gerade Deckung suchend an diesen anlehnte. Die andere Gabelung des Blitzes traf Kajar und danach Suané, was die Wunden nur noch verstärkte.

Daraufhin folgte ein Schrei von Tantarek, er donnerte mit seinem Kampfstab auf den Boden und eine grüne Linie floss in Richtung des Schamanen, als sie am Boden unter seinen Füßen war leuchtete das Grün besonders stark auf und fetzte es den Schamanen von den Beinen, so dass er mit dem Gesicht voran im Dreck landete. Es folgten ein Zornzauber von Altra und Kajar, ehe der Schamane aufhörte zu schreien und zu zucken. Suanés Greif begann dann mit dem Schnabel wütend auf der Leiche einzuhacken.

In eben demselben Moment schien auch die andere Gruppe an Luthiens Seite ihren Kampf gewonnen zu haben. Der Kampf war hart, aber das Ziel wurde geschafft. Die Versorgung der Wunden würden jedoch bei einigen Wochen dauern.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:46

Tantarek, 20.09.2013

(( Die folgende Szene beschreibt die momentanen Geschehnisse einer der Antagonisten des letzten Plots, die überlebt haben und ihre dunklen Machenschaften in die Tat umsetzen konnten. Es handelt sich um reine NPCs und keine Spielercharaktere.

Soundtrack zu der Szene: Müsst ihr nicht hören, aber empfiehlt sich im Hintergrund offen zu haben Very Happy))
http://www.youtube.com/watch?v=0JGHI4TAC5U

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Der Regen prasselte unaufhörlich gegen das Leder des Mannes, welcher auf dem rutschigen Dach des Hauses lief. Der abnehmende Mond wurde durch störrische Gewitterwolken verdeckt, die Dunkelheit gab ihm Schutz. Der ca. 1,70 Meter große Mann trug zwei Dolche am Gurt und seine gesamte Lederrüstung war im tiefen Schwarz gefärbt. Blitze schlugen in der Ferne im sichtbaren Meer ein. Sturmwind war nur wenige Stunden von hier entfernt. Kurz erleuchtete ein Blitz das Sichtfeld des Mannes.

Hier stand er. Auf dem Anwesen der Rabenschädels.

Langsam kam der Mann an das Ende einer metallenen Regenrinne. Er blickte sich vom Rand des Daches aus um. Unten liefen ein vereinzelter Nachtwächter Patrouille. Keine Gefahr, solange er nicht ständig nach oben schauen würde. Doch das taten die Menschen nicht oft, vor allem nicht im Regen und wenn man in der Dunkelheit kaum etwas sah. Das gereichte ihm zum Vorteil. Er drehte sich langsam herum.

Die Hände packten die Regenrinne, während er den restlichen Körper langsam herab ließ. Dies war der wohl gefährlichste Teil der ganzen Mission. Alles war glitschig und nass, der Vorsprung der Terrasse einige Meter unter ihm war nicht sonderlich groß. Er griff an der Regenrinne nach, als er abrutschte und nur mit einer Hand noch Halt fand. Ein Blitz schlug in der Ferne ein, grollend und vom Unheil eines tödlichen Absturzes verkündend, sollte er hier scheitern. Sein Körper baumelte leicht am Abgrund.

Er holte tief Luft und warf seinen zweiten Arm wieder nach oben, er konnte die Rinne packen. Langsam hangelte er sich nun nach links. Zentimeter für Zentimeter ging es voran, bis er die Terrasse unter sich sah. Wenn er jetzt losließe, musste alles schnell gehen. Seine gesamte Aufgabe lief noch einmal vor seinen Augen ab. Jeder Schritt, der nun getan werden musste. Eine falsche Aktion, eine Sekunde des Zögerns und alles könnte schiefgehen.

Mit beiden Händen ließ er zeitgleich los, fiel die zwei Meter herab und prallte mit einem gedämpften Stöhnen auf, dabei den ganzen Körper nach unten drückend und sich etwas abrollend. Das Geräusch des prasselnden Regens war allgegenwärtig und trommelte in seinen Ohren.

Er erhob sich, ging direkt zu der Tür, die aus Glas und damit zeitgleich ein Sichtfenster war. Er betätigte die Klinke. Klack. Die Tür war offen. Er runzelte kurz die Stirn über den Umstand, aber das gab ihm mehr Zeit für einen Überraschungsmoment. Er atmete tief ein.
Donnernd schwang die Tür auf, als er hinein rannte. Die Hände griffen sofort zu den beiden Dolchen, zogen sie hervor und konnte man sehen, dass sie sehr scharf aussahen. Er rannte direkt nach rechts, wo ein großes Himmelbett war. Die Wölbung unter der Decke zeigte ihm, wo er schlief.

Er hob seine Hand an und begann wild auf den schlafenden Mann unter der Decke einzuhacken. Die Dolche drangen mehrfach ein und donnerten er wild und einen Schlag nach dem nächsten folgend in die Laken.

Dann fiel ihm etwas auf.
Es war kein Blut zu sehen. Nichts färbte sich rot.
Stutzig warf er die Decke zur Seite.

Unter der Decke war nur eine Ansammlung von länglich hingelegten Kissen, die er gerade aufschlitzte.
Instinktiv drehte er sich herum, beide Dolche in der Hand haltend. Da sah er ihn. Asumahr Rabenschädel. Er, der Adlige in den edlen Gewändern. Er wartete in der gegenüberliegenden Ecke des Raumes, in einem Stuhl. Selbst jetzt besaß er die Arroganz, dort zu sitzen und einfach zuzusehen, wie jemand ein Attentat gegen ihn verübte.

Asumahr erhob sich und richtete seine rechte Hand nach vorne. Ein arkanes Geschoss donnerte knisternd aus den Fingerspitzen und schlitzte sich quer auf Brusthöhe durch die Rüstung des Mannes. Jetzt lief rotes Blut, allerdings auf der falschen Seite . “Wir kamen gar nicht dazu, uns vorzustellen. Wo sind nur meine Manieren?“, sprach Asumahr.

Der Mann, der von dem Geschoss getroffen wurde, ließ einen seiner Dolche fallen, um sich die Brust zu halten. Er sackte sofort und stöhnend auf die Knie. “Leck mich“, gab der Attentäter von sich.

Ausmahr lächelte bizarr. Er klatschte mit seinen Händen einmal kurz. “Bravo.“ Eine Demütigung von der Seite des Lehnsherren, zeitgleich aber wohl auch ein Signal. Die große Tür auf der anderen Seite des Raumes schwang auf. Zwei schwer gepanzerte Krieger mit Schild und Schwert stürmten herein, gingen auf den Attentäter zu. Als dieser auch nur die kleinsten Andeutungen machte, sich zu wehren, donnerte die gepanzerte Rückhand eines Kriegers auf ihn ein.

Er verlor das Bewusstsein.

Da hing er. Ihm war nicht klar, wie viele Stunden er bewusstlos war. Jetzt erwachte er aber langsam. Das Erste, was er spürte, war, dass seine Knie auf dem Boden drückten und seine Arme nach oben hin gefesselt wurden. So war er nicht nur in dieser unterwürfigen Position, seine Hände waren nach oben hin gestreckt und angekettet, so dass er nicht so schnell von hier wegkommen würde. Man hatte ihm seine Rüstung und Waffen genommen, ihm lediglich eine Art dünnes Stoffhemd gegeben.

Er blickte sich um. Er war in einem steinernen, kühlen Raum. Fenster waren keine zu sehen. Nur ein paar Fackeln am Rand erleuchteten diesen dunklen Ort. Am anderen Ende des Raumes konnte der Mann sehen, wie dort eine typische Zellentür aus Eisenstäben war. Er war mehr als offensichtlich in einer Art Verlies oder Kerker.

Die Zeit verging. Kaum einer konnte sagen, wie lange es war, aber dem Mann kam es wie Stunden vor, ehe irgendetwas passierte. Ein Schlüssel rasselte, als die Türe aufgeschlossen wurde und näherkommende Schritte auf dem kalten Stein zu hören waren. Er blickte nach oben und sah jenen, den er eigentlich töten sollte:

Asumahr. Der Mann schien immer noch die feinen, roten Roben eines Adligen vom letzten Male zu tragen. Sein Kurzschwert am Gurt war aber das einzige, was eine Bewaffnung verriet. Es gab jedoch etwas Anderes, was direkt in seine Wahrnehmung rückte. Mit lauterem Schritt trugen vier Diener eine große, hölzerne Kiste hinein, die sie vor dem Angeketteten hinstellten. Aus dieser Kiste drängten mehrere Geräusche und ein Pochen. Man könnte schwören, dass die Kiste sich ab und an bewegte.

Der Hausherr lächelte den Gefangenen an. „Ihr müsst wissen…“, begann er und gab seinen Dienern mit einem Handwink zu verstehen, dass sie gehen konnten. “Ich bin ein großer Freund von Gerechtigkeit. Wenn ein Dieb etwas von mir stehlen will, dann stehle ich mir etwas von ihm. Wenn ein Lügner meint mich täuschen zu können, so werde ich ihn täuschen. Es ist nur fair, jene das erleben zu lassen, was sie meinen, anderen antun zu können.“ Der Attentäter blickte zu Asumahr als dieser sprach, doch diese Kiste vor ihm war etwas, was ihm Angst machte. Was auch immer darin war, es war sicher alles andere als freundlich.

“In eurem Fall…“, wobei er mit einer Hand den kleinen Spitzbart am Kinn streichelte, “ja, in eurem Fall habt ihr euch eine sehr ungünstige Situation ausgesucht. Ihr habt versucht, mich zu töten. Ich bin wirklich nicht sehr nachtragend…aber die Gerechtigkeit ist ein Gut, was eingehalten werden muss. Egal unter welchen Umständen.“ Die Stimme des Mannes war erschreckend kalt und ließ dem gefangenen Mann einen kalten Schauer durch den Rücken gehen.
“Ich rechne euch an, dass ihr mich immerhin schnell töten wolltet. Dieses Vergnügen, diese Gnade meiner Seite, sollt ihr auch spüren können.“ Asumahr lächelte selbstgefällig. Er blickte dem gefesselten Mann vor sich einmal ins Gesicht, wie als ob er sich diese Züge einprägen wollte. Langsam drehte er sich dann herum und ging. Der Mann selbst wirkte verwirrt, zerrte an den Ketten und keuchte auf. Er sprach nicht, denn es gab nichts zu reden. Er hatte versagt und er wusste, dass ein Fehler seinen Untergang bedeuten würde.

Die Tür ging erneut zu und wurde abgeschlossen. Jetzt waren nur noch er und diese Kiste im Raum. In der Ferne konnte er ein Schimmern sehen, ein paar leise Worte vernehmen. Zwei Sekunden später wurde im klar, woher das stammte: Ein Zauber wurde gewebt. Einer, der die Kiste vor ihm kurz zum schimmern brachte, ehe sich die vordere Wand des Holzbehältnisses löste. Gleich einem großem Windhauch gingen alle Fackeln in der Zelle mit aus. Er war in komplette Dunkelheit gehüllt.

Das Einzige, was er noch sah, waren zwei leuchtende Augen, die auf ihn zusprangen. Ein ungeheures Knurren, spitze Fänge die sich in ihm bohren. Es ging schnell. Bald war nur noch die Schwärze, die den Mann umhüllte als sein Lebenslicht ausgeblasen wurde.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:46

Luthien, 27.09.2013

Sie streckte sich auf ihrem Lager aus, griff nach der dünnen Decke und zog sie über sich. Zufriedenheit lag in den fein geschnittenen Zügen und ein sachtes Lächeln hielt sich hartnäckig in ihren Mundwinkeln, während ihre Gedanken um die Geschehnisse des Abends kreisten.

Viele Worte hatte diese Nacht gehabt. Informationen wurden ausgetauscht, Standpunkte diskutiert. Mit der Beförderung Winteratems hatte die Einheit nun einen neuen, vollwertigen Verteidiger, bald sollte noch einer hinzu kommen und auch Scharfblatt sollte in Kürze ihre offizielle Vorstellung bei den Druiden, sowie Gelegenheit erhalten, sich innerhalb der Einheit zu bewähren.

Man hatte neue Gesichter getroffen. Zwei druidische Brüder hatten während der Zusammenkunft den Kontakt zur Einheit gesucht und auch gefunden. Das war gut. Sie freute sich darüber und hoffte, dass sich einer oder gar beide vielleicht entschließen würden, sich ihrer Sache anzuschließen.

Die größte Freude in dieser Nacht jedoch war die des Wiedersehens. Groß war die Überraschung gewesen, als sie Bruder Sturmfeder beim Versammlungsplatz entdeckte. Und nicht nur ihn, sondern auch ihren lange vermissten Shan'do.
Erneut trieb das überquellend frohe Gefühl das Lächeln aus den Mundwinkel auf ihre Lippen , als sie der herzlichen Begrüßung durch Bruder Sturmfeder dachte, und an Hainläufer, dessen väterliche Umarmung ihr nach all den Monden der Ungewissheit zutiefst wohl getan hatte.

Immer noch lächelnd rollte sie sich auf die Seite und schloss die Augen. Wenig später war der leise, regelmäßige Atem das einzige Geräusch in dem von dämmrigen Zwielicht durchfluteten Raum. Draußen, hinter dem schweren Vorhang stieg langsam die frühe Herbstsonne ihrem Tagewerk entgegen.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:47

Luthien, 30.09.2013

Sie streckte sich und heftete das Pergament neben die anderen aktuellen Aushänge im Hauptquartier. Dann trat sie einen Schritt zurück und betrachtete ihr Werk. Kurz war die Anweisung. Mit demselben Wortlaut wie in den Nachrichten, welche das Hauptquartier vor weniger als einem halben Stundenglas per Eulen und Boten verlassen hatten.

Cenarius Adore, Brüder und Schwestern.

Alle verfügbaren Einheiten des Smaragdzirkels sind aufgefordert, sich unverzüglich am Hauptquartier zu melden.

gez. Aufseherin Nachtfeder



Sorge lag in den weißgoldenen Lichtern und die zusammengezogenen Brauen zeichneten eine steile Unmutsfalte über der Nasenwurzel.

Sie mussten sich beeilen und einen Spähtrupp entsenden, ehe Wind und Witterung die Spuren unbrauchbar machen würden. Es musste sichergestellt werden, dass sich nicht noch so eine Kreatur an der Dunkelküste herumtrieb... um jeden Preis und so schnell wir möglich.

Ein tiefer Atemzug blähte ihre Nasenflügel und mit einem kleinen Ruck kam Bewegung in die Kal'dorei. 'Wir sollten auf alles gefasst sein. Vielleicht... wird es eine Jagd geben.'

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:47

Luthien, 16.10.2013

Ruhig und doch stetig griff der Wind in die leichten Segel der Elfenbarke und trieb sie durch die See, entlang der Dunkelküste nach Norden. Das Geräusch des gleichmäßig durch die Wellen pflügenden Schiffskörpers und das Knarren der Takelage mischte sich mit den Schreien der Möwen.
In der Ferne konnte man bereits schemenhaft den großen Baum erahnen, doch es würde noch mehr als ein Stundenglas dauern, ehe sie in Ruth'theran festmachen konnten.

Fokuslos hing der weißgoldene Blick der kleinen Kal'dorei an der vorbeigleitenden Küstenlinie. Mit untergeschlagenen Beinen saß sie regungslos gegen einen Mast gelehnt. All die Eindrücke der letzten Stunden gingen durch ihre Gedanken. Die Spuren, die das Wüten des Wildworgen hinterlassen hatte..., auf bedrückende Weise hatten sie den Berichten der beiden Druiden Leben eingehaucht. Worte waren greifbar und nahezu erlebbar geworden, nicht zuletzt durch den Gestank des Todes, der noch immer über dem Schauplatz lag.

Doch mehr als alles andere war Er in ihrem Geiste präsent. Hochgewachsen, ganz in blendend helles Leder gehüllt, verwildert, stolz, ursprünglich... näher den Wölfen, die ihn begleiteten, als dem eigenen Volk. Die Begegnung hallte nach, wie der vertraute Klang einer lange ungespielten Saite... so sehnsuchtsvoll, das es beinahe schmerzte. Unwillkürlich atmete sie tief durch, die Lippen entblössten für Momente spitze Fänge. Sie liess den Kopf nach hinten gegen das Holz sinken und schloss die Augen.

Wie lange war es her, dass sie frei und unbelastet durch die Wälder des Eschentals bis hinauf nach Aszarah streifte... nur sie, Wildfährte und die Säbler. Auf Wegen, die nur die Wildläufer kannten... Bestienmeister. Jene, die dem Herzschlag der Geschöpfe des Waldes lauschten. Wie lange war es her? Als ihre Heimat noch unberührt war und sie keinen Krieg kannte...

'Wolfsbruder. Beneide ich dich der Erinnerung oder der Freiheit wegen?'

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:48

Oso, 17.10.2013

Langsam.. langsam ging Oso durch Darnassus.
Langsam waren seine Bewegungen, das war nichts neues.
Langsam wurden die langsamen Bewegungen, noch langsamer...

Oso schlief ein. Neben einer Barke schlief er eine Weile.

Ein paar besorgte Kaldorei musterten den Altehrwürdigen
"Ihm geht es gut" versicherten andere Druiden "Es liegt an der Jahreszeit"
Viele fragende Gesichter spiegelten noch unbeantwortete Fragen wieder.
"Er folgt dem Wege von Ursoc und Ursol" sagte ein Kaldorei der schon mit Oso gesprochen hatte. "Das ist üblich bei spezialisierten Druiden."
Einige gingen skeptisch hinfort, andere betrachteten den Druiden eine Weile.
Als die Sonne seine Nase kitzelte erwachte der breite Druide und schüttelte sich durch um seiner Wege zu ziehen, als sei nichts geschehen.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:48

Altra, 06.11.2013

Altra gähnt leise, als sie ihren Weg zurück zu ihrem Zimmer nimmt. Das waren ein paar interessante Stunden gewesen.

Bruder Reyvarion hatte Interesse an einem Kräftemessen in den Lüften gezeigt. Oh, er würde haushoch gewinnen. Wer war sie, sich mit einem richtigen Druiden zu messen? Aber schon die Gelegenheit, mit einem echten Rabenbruder zu fliegen. Alleine das würde jede Niederlage wett machen. Altra wirbelt in einem kleinen Tanz um sich. Eine vorbeigehende Schildwache schmunzelt.

Ah, die Freude, alles zu geben, all ihr Wissen, all ihre Kraft einzusetzen. Es gab nichts, nichts, was besser war. Nein. Eins gab es. Nach der Heilung einer Wunde, die Befriedigung geholfen zu haben. Leiden gelindert zu haben. Ob es den anderen Heilern ebenso ging?Altra schüttelt den Kopf und schaut in den Sternenhimmel über sich. Elune ist klar zu sehen und die junge Druidin hat das Gefühl verstanden zu werden.

Jetzt muss ich nur noch den Sprecher davon überzeugen, dass Bier kein neumodisches Gebräu ist. Ursoc und Ursol, die Bärenbrüder, haben es auch gebraut und vermutlich getrunken. Ich werde mit ihm sprechen.

Altra schaut zum Baum und die Entschlossenheit verfliegt. Nicht heute. Vielleicht... in ein paar Jahrzehnten.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:49

Oso, 06.11.13

Hoch türmt das Zelt inmitten von Darnassus hinter der Enklave abseits bei dem Wasserfall. Das Zelt ist aus verschiedenen Materialien gefertigt worden. Begonnen hatte man mit einem Gerüst, dass mit Tierfell an einer Seite bespannt wurde, das sieht man aber nur bei genauerem hinschauen. Denn ein dichtes Blättergeflecht überragt den gescheiterten Anfang eines Zeltes. Gewundene Ranken, warscheinlich mithilfe eines Druiden gewachsen, ersetzen den Rest des Gerüstes und ein Farnvorhang bedeckt den Eingang. Werdet ihr eintreten?

Kommt ihr herrein ist die einzigste Lichtquelle ein kleines Loch ganz oben, wo der Mondschein hereinscheint. Im Zelt selbst wurde der ganze Boden mit geknöpften Teppichen und Fellen verlegt. In der Mitte des Zeltes ist ein Steinkreis, wofür der wohl dient? Im Grunde sieht es bisher nicht so aus als wäre dieser Ort fertig.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:49

Oso, 16.11.13


Der Druide hat weiter am Zelt gearbeitet. Es scheint schleppend voran zu gehen, das mag vieleicht am Druiden selbst liegen.
Der Innenbereich des Zeltes, die Wände und der Boden sind nun mit Fellen versehen. Die Stelle um die Mitte wurde mit Steinen "gepflastert".
In der Mitte wurden verschieden Große Steine, von verschiedener Farbe und wohl auch Gattung gestapelt, darunter ist eine Feuerstelle zu finden.
An genau bestimmten Stellen des Zeltes findet man geschnitzte Holzstatuen von Ursol und Ursol, Avianna und Malorne. Später werden an weiteren Stellen auch Tortula, Goldrinn und Agammagan stehen.

Es scheint als wäre das Zelt, die Ritusstätte vollständig, mal sehen was als nächstes folgt.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:50

Nalmena, 17.11.2013

Nachdenklich betrachtete die junge Kaldorei die geschnitzten Figuren. Wie immer hatte sie sich sehr viel Mühe gegeben und sehr detailreich gearbeitet. Aber ob sie dem alten Druiden gefallen würden? Alt... Sie kannte sein Alter nicht, aber für sie waren eben alle Druiden irgendwie alt.

Ursoc und Ursol, Aviana und Malorne. Sie alle wurden behutsam in eine Kiste verfrachtet und mit zur Teelichtung genommen. Schließlich war sie auch heute wieder dafür zuständig, die Gäste möglichst zufrieden zu stellen. So wenig Zeit wie sie auch hatte, so hoffte sie, Bruder Wucherpelz würde auch heute wieder zur Teelichtung kommen, sodass sie ihm die Lieferung direkt in die Hand drücken konnte. Sie hatte Glück und der vermeindlich alte Druide nahm die Kiste dankend entgegen. Fröhlich lächelte sie ihm entgegen und versicherte, die nächsten Figuren so schnell wie es ihr möglich war anzufertigen.

Nach einer weiteren Runde des Teeservierens hatte sie die Hoffnung bereits aufgegeben, Bruder Malagar hier anzutreffen. Nachdenklich starrte sie auf ihr Bärenarmband, das beim Abwaschen des Geschirrs leise und dumpf daran klimperte. Nächstes Mal... nächstes Mal würde das junge Elfenmädchen ihn sicher wieder antreffen. Und auch dann würde es sie wieder mit Stolz erfüllen, Shan'do Malagar mit ihrer geschnitzten Kette zu sehen!

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   19.11.13 14:50

Altra, 19.11.2013

Altra flucht leise, als ihr Wurzelzauber versagt. Aviana... sie hatte ihn doch nun wirklich oft genug geschafft. Vielleicht war der Grund ja das unnatürliche Wachstum der Pflanzen? Dass sie diese Komponente nicht einbezogen hatte, als sie die Ranken um ihre Mithilfe bat? Sie würde da jemanden befragen müssen.

Ein kurzer Blick geht zur Seite. Tautropfen hatte wohl ähnliche Probleme. Nein schlimmere. Sie wurde von ihren Wurzeln angegriffen, aber scheinbar war schon wieder alles unter Kontrolle. Gut. Ein kurzes Grinsen kann sich die Jungdruidin aber nicht verkneifen.

Ihre Augen verengen sich, als einer der Goblins flüchtet. Ein Gedanke nur und sie wird von den vertrauten Energien umhüllt, als sich ihr Körper wandelt und ihre Schwingen sie in Windeseile dem Flüchtling hinterhertragen. Hah. Du entkommst mir nicht. Krallen schlagen nach dem Grünling, der sich in den Wildwuchs drückt. Zu wenig Platz. Die Sturmkrähe schlägt noch panisch mit den Flügeln und landet dann mitten im Gestrüpp, Auge in Auge mit einem verängstigten Goblin, der zeitnah von einem Pfeil durchbohrt wird.

Ein Flügelrauschen. Altras Blick geht in zum Himmel, wo sie Bruder Dunkelkralle vorbeifliegen sieht. Sie zappelt und schafft es, sich aus dem Gestrüpp zu befreien, auch wenn sie dabei Federn lässt. Erneut geht der Blick zu dem Krallendruiden, während sie Blätter abschüttelt. Wo ist ein Schamane, wenn man ihn braucht? Könnte mich bitte die Erde verschlingen?



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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:49

Oso, 20.11.2013

Es steht ein Zelt nahe dem Fluss.
Es besteht außen aus einem Wurzelgeflecht, dass niemals von alleine so gewachsen wäre, und Efeu, dass über eben dieses Wurzelgeflecht wie eine Decke liegt, eine Decke die lebt und atmet. Das Zelt ist groß genug um eine große Gruppe Platz zu spenden.
Der Eingang ist groß genug dass selbst Oso durchpasst, ist vom Fluss abgewendet und besitzt einen Efeuvorhang. Die komplette Form des ist rund und läuft erst ab Kopfhöhe spitz zu.

Schon beim hereintreten fällt die dicke, stickige Luft auf und eine hohe Temperatur. Was vieleicht zuerst ins Auge fällt sind die gestapelten Steine in der Mitte des Zeltes, darunter eine Feuerstelle. Der Bereich um diese Feuerstelle ist mit Fellen abgedeckt.
Oben in der Decke des Zeltes ist ein Loch, Mondschein scheint dort hinein, Kaldorei haben keine Probleme in diesem Halbschatten zu sehen.

Wird sich umgeschaut stehen an genau bestimmten Stellen die Holzfiguren der Ahnen.
Avianna, Ursol und Ursoc, Malorne, Tortulla, Goldrinn und Agammagan. Sie thronen auf Wurzeln die aus der Erde kommen an den Wänden des Zeltes. Hier und dort sind auch ein paar Tiere, die der Wärme nicht abgeneigt sind und haben in dem Zelt ihr neues Zuhause bezogen. Wenn ihr vom Eingang hinter die Feuerstelle blickt stehen dahinter verschiedene Behälter, unterschiedliche Größen und Formen, auch sind sie mal aus Holz, mal aus Stein oder Ton. Daneben ein Behälter mit Wasser und ein großer Löffel aus Holz.

Der Geruch von verschiedenen Kräutern und Salben wird deutlicher, je mehr man eintritt.
Zuordnen lassen sich die Gerüche schwer, vieleicht wird das aber noch leichterfallen, der ein oder andere mag sich sicher schon denken, was hier geschieht.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:49

Roulsch, 28.11.2013

Leise vernehme ich das Geräusch des Äsens des Rudels, und spüre den Blick der Hirschkuh auf mir. Sie vertraut mir, weiß dass ich ihr helfen will. So schwach ist das Tier, ich kann spüren wie etwas sie verdirbt. Keine Zeit ist zu verlieren, die Präsenz wird mit jedem ihrer Herzschläge stärker. Die Natur stärkt mich, ich suche langsam den Weg in sie hinein, Bilder erscheinen vor meinem inneren Auge. Grünlicher Nebel der Naturmagie führe ich langsam durch ihren Körper, sucht das Übel das sie verdirbt und sich selbst von Lebensenergie nährt. Diese Präsenz ist stark in der Nähe des Herzen, dunkle schattenhafte Verderbnis, ich schirme mich ab, um nicht selbst Opfer zu werden. Immer wieder findet die Verderbnis Opfer und wenn ich hier nicht Einhalt gebiete, ist das ganze Rudel in Gefahr. Ich darf nicht zu schnell angreifen, muss langsam die Magie einspinnen, binden und dann auflösen. Keine Hektik jede Gedanke der meinen Zauber leitet, muss wohl überlegt sein, sonst wird es unkontrolliert und der Schaden groß. Die Zeit verrinnt, die Müdigkeit greift nach mir, aber noch bin ich nicht fertig, erst wenn alles entfernt ist, ist die Gefahr gebannt. Mein Körper schreit nach einer Pause ich spüre den Durst und einen Strähne meines Haares klebt schweißnass an meiner Stirn.
Es ist vollbracht, die dunkle Präsenz löst sich auf und das Herz schlägt wieder kräftiger, ich ziehe mich langsam zurück und öffne die Augen, dankbar blicke ich zu Elune und atme einmal tief durch, die kühle Nachtluft tut mir gut.
Doch ich darf nicht zu lange rasten muss die Quelle des Übels finden, es ist meine Bestimmung Schaden von der Natur abzuwenden, das Gleichgewicht zu wahren und zu heilen soweit es meine Kräfte zulassen. Ich suche meinen Aspekt in mir, spüre die Weisheit und Schnelligkeit des großen weißen Hirsches und wandle meine Gestalt. Die Bilder die der Leithirsch mir mitteilt, zeigt mir woher das Rudel kam, so werde ich die Quelle suchen um weiteren Schaden abzuwenden.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:49

Reyvarion, 30.11.2013

Mit verschränkten Armen stand der Druide auf einem der Häuserdächer. Interessiert neigte er den Kopf und spähte zum Enklave rüber. Endlich sah das Zelt nach etwas aus - sofern es nach Reyvarions Meinung ginge.
Während er seinen Gedanken nachging kam ihm auch die letzte Zusammenkunft in Erinnerung und die "lautere Unterhaltung" zwischen Shan'do Malagar und Shan'do Morgennebel. In leichter Sorge versuchte er sich einen Reim auf die Sache zu machen.
Immerhin konnte man Bruder Gezeitenstroms Standpunkt alle Mal als weise auffassen.

"Pft...Weise. Jetzt fang ich auch schon wie die Alten an.", murmelte er schmunzelnd. "Im Vergleich mit denen sind wir doch alles Kinder."
Eine Windbriese wirbelte seine nachtblauen, federbestückten Haarsträhnen worauf sich der Druide umdrehte und in Richtung Gasthaus sah.
"Na endlich...", freute er sich als er eine Dame in Begleitung einer Schlange erblickte.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:50

Luthien, 06.12.2013

Die kleine Kal'dorei saß mit untergeschlagenen Beinen auf einer großen Wurzel und blickte auf das unruhige Meer hinaus. Gedankenverloren wanderten die weißgoldenen Lichter über die dünnen Gischtkronen, beobachteten das Spiel von Wind und Wasser.

Ob sich eine Harpune in der Handhabung wohl sehr von einer Armbrust unterscheiden würde? Und in welcher Art und welchem Ausmaß würde unter Wasser wohl das Element Einfluss auf Flugbahn, Reichweite und Zielgenauigkeit nehmen? Wäre es vergleichbar mit den Einflüssen des Windes, wenn sie einen Pfeil abschoss? Liess sich eine Harpune unterschiedlich stark spannen? Wäre die Zugkraft des Schützen von vergleichbarer Bedeutung wie bei einem Bogen? Oder erzeugt eher ein Spannmechanismus Gleichmäßigkeit, wie bei der Armbrust?

Sie war sehr gespannt Antworten auf all diese Fragen zu finden. Gezeitenstrom hatte von einigen Theoriestunden gesprochen, ehe sie zu Praxisübungen übergehen konnten. Sie freute sich über die Abwechslung und die Gelegenheit ihre Kenntnisse zu erweitern.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:50

Reyvarion, 08.12.2013

Stunden saß er nun schon da. Die Beine zu einem Schneidersitz zusammengefaltet, den Oberkörper aufrecht und seine Hände ruhten auf den Knien. Die ganze Zeit über war er nun schon an diesem See und meditierte.

Wasser war zugegebenermaßen überhaupt nicht ein Terrain oder ein Gebiet welches Reyvarion lag, aber wenn es soweit kommen würde, dann wollte er zumindest nicht ganz unvorbereitet sein.

"Wie sich Gefieder wohl bei einem Tauchgang verhält?"

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:51

Asaciel, 16.12.2013

Still und starr verhaarte die junge Kaldorei am Fenster und beobachtete ganz genau, was dort vor sich ging.

Nämlich Nichts.

Wann würde sie denn endlich gehen? Und würde sie bemerken, das Aelieth doch noch zu Hause war? Die kleine Truhe, in der sich frisch gebackene Orangenplätzchen befanden, stand bereits wartend an der Tür von ihrem Zimmer, während die Kaldorei immernoch geduckt am Fenster hing.

Na endlich! Mutter Rabenruf verließ das Haus, wohl in der Annahme, Aelieth würde mit den Schildwachenrekruten am Trainingsplatz warten. Tja, Fehlanzeige. Sie wartete, bis ihre Mutter weit genug weg war und schon schnappte sie sich ihre Truhe und schoss aus dem Haus.
Verträumt blickte sie in den klaren Sternenhimmel und mal wieder, wie sollte es auch Anders sein, schlich sich ein Lächeln auf ihre Lippen. Die Füße trugen sie von ganz allein und bogen am großen Bärenbaum Richtung Enklave des Cenarius ab. Leicht hüpfend stieg sie die Rampe zum Quartier des Smaragdzirkels hinauf und verkündete dem wartenden Tantarek, das sie sich erfolgreich vom Training gedrückt hat!

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