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 Kleine Geschichten aus dem Zirkel

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Altra

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:51

Altra, 22.12.2013

Altra summt leise vor sich hin, während sie die Früchtepasteten in Pergamente wickelt. Sie waren wirklich gut gelungen, vor allem für ihren ersten Versuch, dieses traditionelle zwergische Rezept nachzubacken.

Eine der Pasteten würde sie auf das Zimmer des Sprechers schmuggeln. Vielleicht würde er ihr für die Winterhauchmütze vergeben. Oh, Elune. Sollen ältere Schwestern ihre jüngeren Geschwister nicht beschützen?

Und eigentlich sollte der Sprecher Altra dankbar sein. Elistrea hatte zuerst eine ROTE in der Hand gehabt, bevor sie ihre Meinung änderte. War grün nicht deutlich druidischer?

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Altra

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:52

Reyvarion, 07.01.2014

Eine Weile stand der Druide auf dem Gipfel. Unter ihm lag die Dunkelküste, über ihm der graue Himmel und der tosende Wind.

"Mit dem Wind verhält es sich anders. Alle Pfade sind da. Was man lernen muss, ist den richtigen Pfad zu folgen.", hatt er ihr erklärt.

So stand Reyvarion nun da. Seine Augen hatte er geschlossen. Alles bis auf den tosenden Wind blendete er aus.

"Der richtige Weg..."

"Shan'do...Wann merke ich, dass mein Weg richtig ist?", fragte ein wesentlich jüngerer Reyvarion. Sein Shan'do beugte sich zu ihm runter. Ein Lächeln kroch über das alte, furchige Gesicht von Sheldris Immerblatt. Seine massive Hand erhob sich. Reyvarion schloss instinktiv die Augen und zuckte zusammen. Doch anstatt eines groben Schubbs, oder ernsten Predigten für diese "dumme" Frage streichelte Sheldris nur über die nachtblaue Haarmähne. "In der Tat...Wann wissen wir, dass unser Weg richtig ist?", wiederholte der alte Druide. Reyvarion schluckte. "Hmmm....Wir haben Einfluss auf die Natur. Wir könnten sie doch einfach dazu bringen uns den Weg zu zeigen.", brabbelte Reyvarion los. Der alte Druide hob eine Braue. "Ist das so? Ist es wirklich so, dass uns die Natur 'gehorcht'? Oder wie ein Säbler faucht, nur weil wir es wollen?"
Reyvarion grinste frech. "Ich kann es zumindest.", strahlte er stolz. Sehldris seufzte schwer, gefolgt von einem Kopfschütteln. "Das bezweifele ich doch stark. Nein...Die Winde ändern sich nicht, weil du es 'nur' willst. Ebenso wenig wird ein Setzling sprießen, nur weil dir danach ist. Nein, Reyvarion...Die Natur hört nur auf deinen Ruf, wenn Ihr danach ist und du soweit bist diesen Weg zu gehen - Das ist Gleichgewicht."
Reyvarion starrte seinen Shan'do mit offenen Mund an. "Und...und...wann wird das sein?", drängte er ungeduldig. Wieder tätschelte Sheldris ihm über den Kopf und lächelte freundlich. "Man ist erst dann soweit, wenn man nicht mehr fragen muss, Thero'shan."

"Der Weg zeigt sich, wenn man soweit ist. Man ist erst dann soweit, wenn man nicht mehr fragen muss.", rief sich Reyvarion in Erinnerung, während er sich konzentrierte. Zugegebenermaßen, fragte er die Natur nicht mehr im wörtlichen Sinne um Erlaubnis. Für ihn war der Wind schon lange nicht mehr "nur" Wind. Ging der Wind nur schwach, war es für ihn wie tausende kleine Geflüster. Tobte ein Sturm, war es für ihn so als könne er selbst Avianas Unmut fühlen.

Doch tief in seinem Inneren wusste er dass es noch so viel mehr gab und dass ihm Shan'do Immerblatt wahrscheinlich mehr mit gegeben hatte, als er bis jetzt "wusste".

"Man ist soweit, wenn man nicht mehr fragen muss."

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:53

Luthien, 16.01.2014

"Warte." Das Wort zerriss das vertraute Schweigen, dunkel und rau, wie der Klang zweier gegeneinander reibender Backsteine. Überrascht hielt sie inne und wandte sich dem Kal'dorei zu, der auf der großen, bequem gepolsterten Bank beim Feuer saß.

Er ließ das Buch, in das er gerade noch vertieft gewesen zu sein schien, auf das angewinkelte Knie sinken. Dunkle Bernsteinaugen musterten sie einige Moment ruhig, ehe er den dicken Einband letztlich zur Seite legte und sich ohne Hast erhob.
Leise raschelte das Leder des Kilts und der Feuerschein zeichnete flackernde Muster auf die dunkle Haut, als er auf sie zu trat und sie letztlich den Kopf deutlich heben musste, um dem Elf in die Augen sehen zu können. Ihre weißgoldenen Lichter fragten ihn, doch sie hatte gelernt, das Schweigen nicht zu fürchten oder sich zu beunruhigen… es sogar zu schätzen und die damit verbundene Freiheit einfach zu sein und dem Moment das Seine zu geben, sei es Wort oder Stille.
Und so wartete sie ruhig unter der Musterung, während der Druide an die kleine Kal’dorei herantrat und auf sie hinabblickte.

Kurz zuckten Bilder und Eindrücke der vergangenen Nächte durch ihr Sein; Er hatte sie getestet, gefordert, geleitet und an Grenzen geführt. Die Gerüche des Waldes stiegen in ihr auf, das Schleichen und Jagen, die Freiheit, das Spiel und der Kampf, die Wildheit und Anstrengung, der Geschmack des Blutes frisch erlegter Beute. Und der Wunsch kam auf, sie könne einfach hier bleiben, bei ihm, in seiner Ruhe und Intensität… und lernen… und sein.
Sie stöhnte innerlich, war sie sich doch nicht einmal sicher, ob ein weiterer Besuch ihm recht sei. Sie war seinem Angebot gefolgt, war dankbar, dass er sich die Zeit nahm. Und doch… wenngleich sie sich nicht unwillkommen gefühlt hatte, und Wolfsblick’s Nähe und Art ihr mittlerweile vertraut geworden war, gab er ihr doch in Vielem Rätsel auf und schien ihr oft unnahbar. So hatte sie noch nicht gewagt zu fragen und nun musste sie schon wieder fort.

Der Ruf der Pflicht liess einen Hauch von Resignation durch ihre Lichter flackern und ein tiefer Atemzug blähte ihre Nasenflügel. Sachtes Aufglimmen in seinem Blick verriet ihr, dass er ihre Gedanken wohl erahnen mochte. Unwillkürlich senkte sie, im Gefühl des Ertappt seins, kurz die Lider und sah nicht, den Ausdruck leichten Amüsements in Wohlwollen umschlagen.

Noch immer schweigend, griff seine Linke in einer ruhigen Bewegung nach ihrer Hand, zog diese zu sich und drehte gleichsam in der Bewegung ihre Handfläche nach oben, während er mit der Rechten etwas hinein legte. Sie liess es zu und starrte auf einen kleinen, aus Elfenbein geschnitzten Säblerzahn-Anhänger. Ein leiser Laut der Überraschung entfuhr ihr. Erstaunt und vor aufkeimender Freude leuchtend, huschte ihr Blick zu ihm hoch.
Er schloss mit der Rechten ihre Finger über dem Anhänger und legte seine Pranke darüber. Für Momente ruhte sein Blick lächelnd in ihrem. Ein wohlwollend amüsiertes Grinsen entblößte seine Fänge und während sie zur Abwechslung keine Worte fand, sprach er. „Das hat die Katze sich verdient.“, brummte er kehlig. „Komme und gehe wie es dir beliebt und deine Pflichten es zulassen.“

Freude über das unerwartete Geschenk und die Bedeutung seiner Worte explodierte warm in ihrem Inneren und ließ ihre Züge strahlen. „Sehr gerne. Ich danke Euch, Shan’do.“ Der Druide nickte langsam und gab einen leisen, dunkel grollenden Laut von sich. Einen Moment musterte er sie noch, ehe sein Ausdruck sich veränderte, ernsthafter wurde und er ihre Hand freigab. „Und nun geh, es ist Zeit. Richte Morgennebel meinen Gruß aus.“

Sie neigte den Kopf und als sie wieder aufsah, ließ er sich bereits am Feuer nieder und griff nach seinem Buch, um sich erneut darin zu vertiefen.

Kurz ruhte ihr Blick noch auf dem großen Kal’dorei am Feuer, der ihre Anwesenheit bereits völlig vergessen zu haben schien und fragte sich einen Wimpernschlag lang, ob das eben Erlebte wirklich geschehen sei. Sie spürte den Säblerzahn in ihrer Hand, erneut überwog die Freude und mit einem sachten Lächeln in den Mundwinkeln griff sie nach ihrem Beutel, um beschwingt die Hütte zu verlassen.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:53

Reyvarion, 19.01.2014

"Dumme Schildwache...Bei so jemanden muss man ja in Darnassus eher aufpassen, als wie im Eschental mit den Orks.", grummelte der Druide als er seinen Heimweg antrat.
Als er die Stadttore passierte hielt er bei den Attrappen an. Eine Zeit lang sah er den jungen Rekrutinnen beim Training zu und seine Laune legte sich wieder.

"Naja...Etwas mehr Weitsicht hat noch niemanden geschadet.", schmunzelte er und ging wieder seines Weges.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:54

Luthien, 21.01.2014

Die kleine Kal'dorei richtete sich im Sitzen auf, streckte den Rücken durch und ließ die Schultern kreisen. Der weißgoldene Blick wanderte einmal den umgestürzten Baumstamm entlang, auf dem sie saß, weiter über den kleinen See und die angrenzende Vegetation.

Dann senkte sie die Augen wieder auf das Buch in ihrem Schoß, blätterte langsam weiter. Seite um Seite betrachtete sie die Zeichnungen der Handzeichen, las die dazugehörigen Bedeutungen und Varianten. "Hinterhalt" ~ "Infanterie" ~ "Rückzug" ~ "Achtung" ~ "gepanzert" ~ "Zivil" ~ "Deckung halten" ~ "Vorrücken" ~ "Feind umrunden" ~ "Ablenkung" ~ "Magiewirker" ~ "gesichert" ~ "Berittene" ~ "Fallen voraus", und viele viel mehr. Sie kannte sie im Schlaf, jedes einzelne davon... hatte sie sie doch vor langer Zeit selbst mit Nebelfalke zusammen erarbeitet und die Handbücher erstellt.

Doch die Aufgabe der Auffrischung galt für alle und sie wollte sich davon nicht ausnehmen. Mit einem tiefen Atemzug, nahm sie den Becher verdünnten Mondbeerensaft auf, trank einen Schluck und fuhr fort durch das Handbuch zu blättern.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:54

Altra, 23.01.2014

Die Vorräte des Lazaretts stehen völlig ungeordnet auf dem Boden und verschiedenen Betten herum. Altra steht zwischen ihnen, die Fäuse auf den Hüften.

Großartig. Kaum einer lässt nur ein Wort über Heilkräuter fallen, aber sobald der Sprecher befiehlt, sich mal die Vorräte anzuschauen, wird herumgekramt und neue Kräuter werden irgendwo hingestellt, wo Platz ist. Warum bitte mache ich mir eigentlich die Mühe, alles in Ordnung zu halten? Die Jungdruidin brummt leise, während sie beginnt, die Kräuter, Salben, Tees und Tränke wieder an ihren angestammten Ort zu sortieren. Dieses Mal werde ich nicht nur die Behälter beschriften, sondern auch die Fächer und Schränke. Noch einmal bringt ihr mir mein Reich nicht so durcheinander.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:55

Anduriel, 31.01.2014

Kühler Nachtwind strich durch das dunkelblaue Haare der Kaldorei, als sie einen der großen Wohnbäume der Enklave verließ und sich auf den Weg zum Quartier der Kal Delar machte. Auf Ihrem Weg fiel ihr das Zelt wieder auf, dass am Rand der Enklave errichtet worden war.

Das Zelt! Der Kaldorei entfuhr ein respektloser Fluch über Ursols weißen Bärenhintern. Die Zeremonie hatte sie vollkommen vergessen! "Du wirst alt Anduriel" grummelte sie in ihren nicht vorhandenen Bart.

Natürlich hatte dieser alte Bärendruide, der so gern in den Straßen von Darnassus vor sich hin schlummerte, sie nicht persönlich eingeladen. Wie auch? Er kannte sie nicht einmal. Trotzdem nagte das schlechte Gewissen an der jungen Kaldorei. Sie würde sich bei dem alten Mann entschuldigen müssen. Schließlich war sie kein Troll, sondern hatte soetwas wie Manieren.

Die Kadorei nickte entschlossen und setzte ihren Weg fort. Sobald sie ihre Pflichten bei den Kal Delar erledigt hatte, würde sie versuchen den alten Druiden zu finden. Irgendwo würde er schon sein Nickerchen halten.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:55

Tormi, 01.02.2014

Ein langer Schatten erstreckt sich in der Untergehenden Sonne über den Boden, an dessen Anfang befindet sich ein recht seltsam gekleideter Gnom. Das pinke Haar weht im schwachen, warmen Wind des erwachenden Abends. Der Gnom zwirbelt mit seinem Zeigefinger der rechten Hand seinen wirklich gemein aussehenden, ebenfalls pinken Schnurrbart.

Der kleine Kerl trägt einen ledernen Kilt, welcher stark an jene erinnert welche Druide manchmal tragen, die Schultern sind mit einem mit Nieten verstärkten Lederpanzer bedeckt, der Oberkörper wird lediglich von breiten, überkreuzten Lederbändern geziert, an welchen sich Lederschlaufen befinden, die kleine, eierförmige Metallgebilde mit kleinen Stiften halten.

"Nun ist es bald soweit, Lady Sommereiche wird das Versprechen ihres Genossen halten müssen. Versprechen müssen immer gehalten werden. Immer!"

Murmelt der Gnom mit einer krächzenden, hohen Stimme vor sich hin.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:56

Tantarek, 04.02.2014

<Folgender Brief wurde an die Schwesternschaft und die Wächterinnen am 05.02.2014 in Darnassus gegeben>

Elune Adore, ehrenwerte Schwestern.

Ich bin Tantarek Malagar, ein Druide des Zirkels des Cenarius und richte diesen Brief mit großer Besorgnis an die Wächterinnen ebenso wie an die Priesterschaft. Ich versuche mit diesem Schreiben auf einen unmöglichen Zustand hinzuweisen, der sobald wie möglich gelöst werden sollte und mein Vertrauen in den Tempel zutiefst erschüttert.

Die Mondpriesterin Veleris Mondflüstern hat eine aktive Schattenwirkerin gefasst und ist dabei, sie am Leben und unter dem Vorwand einer 'Begnadigung' und 'Milde' davonkommen zu lassen. Nicht nur, dass diese Person dunkle Kräfte nutzte... sie suchte ebenso aktiv nach Anhängern für ihr dunkles Treiben. Dies ist allen Beteiligten bewusst und der Mondpriesterin wurde mehr als klar gemacht, dass die Vernichtung eines derartigen Wesens der einzige Weg ist.

Fakt ist: Die einzig wahre Option im Umgang mit Schattenwirkern ist die sofortige und restlose Vernichtung dieser Wesen. Dies war in der Vergangenheit nie anders und wird es auch nicht sein. Im Gegenteil: Je länger so etwas lebt, desto mehr Unschuldige werden sterben.

Die Vollstreckung des Todes wurde allerdings durch diese Mondpriesterin abgelehnt und ich zweifle hiermit ihre Eignung an, damit noch im Sinne der Schwesternschaft zu handeln. Ich weiß, dass ich nichts fordern oder verlangen kann, aber ich bitte hiermit zumindest darum, dass die Mondpriesterin auf ihre künftige Eignung geprüft wird und eine andere Mondpriesterin mit dem Fall betraut wird.

Dies liegt natürlich im Ermessen der ehrenwerten Priesterinnen und im Handlungsbedarf der Wächterinnen. Ich bin ebenso voller Hoffnung und Vertrauen, dass ihr die richtige Entscheidung fällen werdet. Es wäre von mir allerdings fahrlässig, nicht auf diese abnormalen Zustände hinzuweisen. ich hoffe, dass ihr daher meine dringenden Worte verstehen könnt - ich bin ein ewiger Freund und Helfer des Tempels und habe so etwas wie hier noch nie erlebt.

Was hingegen in meiner Macht liegt, ist Folgendes: Solange die Priesterin weiterhin auf diese verquere Art dunkle Kräfte mit ihrer Machtposition vor ihrem rechtmäßigen Tod schützt, werde ich ihr Kraft meiner Neutralität all meine Hilfe entsagen, da dies wider der Natur und allem Leben ist.

Möge Elune und Cenarius eure Wege schützen.

gez. Tantarek Malagar, Druide des Zirkels des Cenarius
<Siegel des Zirkels des Cenarius>
<Siegel des Smaragdzirkels>



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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:56

Reyvarion, 05.02.2014

Reyvarion stand auf einem der Pavillions. Gedanklich war er immer noch bei dem gestrigen Abend. "Eine Schattenwirkerin begnadigen...Sowas hätte Shan'do Hirschhaupt niemals erlaubt." Schwer seufzend ging er an den Dächerrand. "Überhaupt hätte er viele der heutigen Dinge nicht erlaubt.", murmelte er. Flink stieß er sich vom Boden ab und wandelte sich in seine Krähengestalt.
Mit wenigen Flügelschlägen glitt er auf die richtige Höhe und zog seine Kreise über dem Enklave. Dabei spähte er auf die Versammlungsplattform und auch auf die kleine Erhöhung, wo die "Älteren" ab und an hitzige Gespräche führten. Seine Gedanken schweiften ab. "Es wird wieder Zeit."
Mit einem Krächzen neigte er sich zur Seite und der Wind trug ihn in den Wald davon.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:56

Luthien, 07.02.2014

Sie rannte. Sie wusste nicht wie lange schon oder wann sie aufgehört hatte, das Ächzen ihrer Muskeln zu fühlen. Schweiß perlte in Strömen, tränkte das dünne Lederwams, das an ihr klebte wie eine zweite Haut. Der lange, dick geflochtene Zopf war schwarz vor Nässe. Blosse Füße fanden ihren Tritt, wie von eigenem Willen beseelt, setzten ohne Zögern über Steine, Wurzeln, umgestürzte Baumstämme.
Mit jedem Schritt, der sie weiter vorwärtskatapultierte, gruben Zehen sich tief in den Waldboden, pumpte jeder Atemzug durch weit geblähte Nüstern gierig Luft in ihre Lungen. Rechts und links huschte der Wald an ihr vorbei, erfassten erschrockene, wachsame und neugierige Blick die vorbeihastende Kal’dorei, welche nichts anderes wahrzunehmen schien, als den nächsten Schritt, den nächsten Atemzug. Hinter den adrenalindunklen Lichtern wetterleuchtete es.

„Ich wache über dich, Jägerin.“, grollte die vertraute Stimme durch ihr Sein und fast schien es ihr, die Züge des Spähers blickten ihr aus dem Dickicht entgegen. Erinnerung quälte sie mit flackernden Bildfetzen von solcher Intensität, dass sie zu implodieren glaubte. Verbissen bleckte sie die Fänge, knirschend mahlten Kiefer aufeinander. Ein wütendes Knurren presste sich durch ihre Kehle, während sie ihren ächzenden Körper weiter zwang. ‚Wo bist du, Späher?‘ ~ „Du bist frei, das warst du immer.“ ~ ‚Wie der Wind‘ ~ „Mein Herz, bis wir uns wiedersehen.“ ~ „Unkraut vergeht nicht.“ ~ „Ich bin an zu viele Gräber zurückgekehrt.“

Eine andere, lange verhallte Stimme flüsterte in ihr: „Öffne deine Sinne und versenke dich in sie...vorsichtig, Wildfang, nicht zu hastig. ... Fühlst du sie? Ihre Wildheit? Ihre ursprüngliche, unbändige Kraft? Öffne dich ihr, lass sie durch dein Sein strömen... und nun lauf... lauf, Kind und lerne von ihr was sie mit dir teilen will.“ Tränen rannen über ihre von Anstrengung verzerrten Züge und vermischten sich mit Schweiß, doch sie merkte es nicht. Tiefhängende Zweige schlugen ihr ins Gesicht, hinterliessen, kleine dunkle Striemen und auch das nahm sie nicht wahr. - "Schsch... ruhig Tar, alles wird gut werden. Ich muss dich nur hier weg bekommen, dann wird alles gut." – „Nein…Wildfang, hör mir zu. Du musst deinen Weg nun ohne mich finden. Diene dem Land… höre nicht auf, dem Herzschlag der Wildnis zu lauschen. Vertraue ihnen… vertraue…dir.“ ~
„Du kannst mirr nicht helfen, Schwesterrr.“ ~ "Das Leben ist die Pflicht." - „Der Preis ist mein Glück, doch mein Glück ist völlig unwichtig, Luthien, es geht um wichtigere Dinge als mich!“ ~ „Es war mir eine Ehre, Nachtfeder.“ ~ „Ich wache über dich, Jägerin.“ ~ „Es kommt darauf an, wer hier ist, um die Schmerzen nicht in Einsamkeit zu ertragen.“

Wieder knirschten Kiefer aufeinander. Das adrenalindunkle Leuchten ihrer Augen verblasste. Ihre Muskeln schienen bersten zu wollen, als sie sich aus dem wilden Lauf heraus vom Boden abstieß… und messerscharfe Krallen sich wie Steigeisen in die Borke eines großen Baumes bohrten. Drei, vier schnelle, angestrengte Sätze brachten den Säbler in die Krone und auf einen breiten Ast, den sie weiter entlangsprang und hinüber zu einem weiteren, vom Nachbarbaum dichthängenden Ast. In einer letzten, gewaltigen Anstrengung stießen ihre Hinterläufe sie von diesem ab und der weite Sprung trug sie bis auf eine angrenzende Felskuppe. Keuchend und zitternd vor Anstrengung, kam sie zum Stillstand, starrte mit gelben Lichtern in die Nacht.

Tief in den Wäldern Teldrassils duckten sich für einen atemlosen Augenblick, die Geschöpfe der Nacht in die Schatten, als die Raubkatze ihre Frustration in die Dunkelheit hinausbrüllte.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:57

Tanatos, 08.02.2014

Tanatos lief durch den Wald von Teldrassil. Er atmete tief durch und sah zum Himmel hinauf ehe er seufzte. Seine Schlange Kalix die so zimlich immer bei ihm blieb hob den Kopf und zischelte als ob sie genau verstand was ihn bedrückte. Er strich mit einen Finger über den kleinen Kopf der Schlange und zischelte. "Es ist alles gut Kalix... Ich hätte nur nicht erwartet das Darnassus mir so schnell ans Herz wächst." Er sah durch den Wald und brummte. "Es wird eigenartig sein wieder ins Brachland zu kommen."
Der Elf lief weiter durch den Wald ehe er sein Ziel fand. Ein einzelnes Reh stand auf der Lichtung... Er bleckte seine Fangzähne und breitete seine Arme aus. Lange Zeit ist vergangen seit dem er zuletzt so gejagt hatte. Er spürte den mächtigen Geist wie er seinen Körper umhüllte und lies die Verwandlung weiter gehen. Er fiel zu Boden als seine Beine zusammenwuchsen und gleichzeitig immer länger wurden. Sein gesamter Körper begann sich in Schuppen zu verwandeln. Er legte seinen Kopf in den Nacken und zischte laut und fauchend auf. Als die Verwandlung abgeschlossen war wusste jeder der ihn sah das er kein gewöhnlicher Druide aus Darnassus war... Er war ein Druide des Fangzahns, ein Jünger des weisen Druiden Naralex.
Die prächtige Kobra zischelte und sah zur Lichtung. Noch immer stand das Reh dort, keine Ahnung was gleich geschah. Er schlängelte näher und dann ging es schnell und erbarmungslos. Das arme Reh blickte genau in diesem Moment zu der Kobra als die grüne Flüssigkeit aus den Fangzähnen geschossen kam. Sie traf das Reh an den Augen, es rannte panisch und orientierungslos davon doch genau in einen Baum. Es fiel zu Boden und zuckte panisch umher. Tanatos kroch zu seiner Beute und machte dem Tier ein schnelles Ende. Blitzartige Bisse in den Hals des Tieres beendeten sein Leid ehe es verschlungen wurde. "Dein Opfer war nicht umsonst..." dachte die elfische Kobra welche sich ein schönes Plätzchen suchte.
Bald aber würde er erneut in seine Heimat aufbrechen müssen. Was wird die Zukunft bringen? Was ist wohl geschehen als er in Darnassus war? So viele Gedanken schossen ihm durch den Kopf aber bald schon würde er es herausfinden.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   13.02.14 10:57

Luthien, 12.02.2014,

Mit untergeschlagenen Beinen saß die kleine Kal'dorei auf dem Stamm, der mehrere Meter in den kleinen See hineinragte. In dumpfes Brüten versunken tasteten die weißgoldenen Lichter ziellos über die im Mondlicht glitzernde Wasseroberfläche, während ihr Geist versuchte, den Aufruhr in ihrem Innern zu besänftigen. War sie zu weit gegangen? Hatte sie aus ihrem Wunsch nach Verstehen heraus zu schnell und zu viel riskiert? Und warum tangierte es sie überhaupt so? "Närrin.", schalt sie sich innerlich und der Unmut über die eigene Regung machte sich in einem dunklen Grollen Luft.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:31

Veleris, 15.02.2014

Der Wind weht durch die Blätter des großen Baumes. Sanft raschelnd stimmen die kleineren Bäume und Urtume mit ihren Blättern in den Gesang der Natur ein, die kühle Brise genießend. Das violette Haar der Priesterin, die durch Darnassus schlendert, schiebt sich mit einem Finger hinter das Ohr. Der silbern leuchtende Blick wandert gelassen umher, betrachtet die Einwohner der Stadt wie sie sich zu diesen Festtagen herausschmücken und ihren Liebsten kleine Präsente machen. Es scheint sie ein wenig zu erfreuen, dass Mutter Mond so vielen in diesen schweren Zeiten das Glück der Liebe geschenkt hat und Veleris wusste, dass jetzt eine ruhige Zeit, wenn auch nur für ein paar Tage, anbricht und viele die Sorgen und Nöte vorübergehend vergessen werden.

Seltsam… raunt sie für sich … das bis jetzt niemand mir den Hof gemacht hat.

Ein Schmunzeln huscht über die Lippen – ob über die absurde Vorstellung, wie eine Elfe einen Elf umgarnt oder darüber, dass vielleicht niemand sich bis jetzt getraut hat – scheint unklar zu sein. Doch lässt es die Priesterin äußerst gelassen und fröhlich wirken, während sie den Schritt zurück zum Tempel führt.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:31

Oso, 16.02.2014

Der alte Druide verbrachte die letzten Tage alleine und abgekapselt der Einheit. Viel von den Sorgen der Anderen bekam er nicht mit und so auch nicht umgekehrt.
Er saß in seinem Zelt und meditierte in Hitze und Feuershein, hatte die Augen geschlossen und bewegte sich kaum sichtbar.
Ein Impuls, verglichen wie mit einem Herzschlag eines Wals, durchglitt ihn. Er öffnete seine Augen, schwang sich empor und verließt das Zelt zielstrebig und mit einer von ihm unbekannten Eile.
Draußen in der Natur verbrachte der Druide den Rest der Zeit im Training, doch was übte er?

Vielerlei Geheimnisse trägt er mit sich rum.
Vielerlei Geheimnisse wollen entdeckt werden.
Vielerlei Versuche werden Andere unternhemen.
Vielerlei Enttäuschungen werden Andere hinnehmen müssen.

Der Druide verschwand wieder im Zelt...

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:32

Luthien, 19.02.2014

Takellage knarrte leise unter dem stetigen Zerren des Windes, ab und an hallte der Ruf eines der Matrosen über das Deck. Mit untergeschlagenen Beinen saß die kleine Kal'dorei am Bug, in einem Winkel, in der ihr der Holzaufbau der Steuermannskajüte etwas Schutz vor dem Wind bot. Ihr weißgoldener Blick ruhte, durch die Stangen der Reling auf dem Meer.

Schon wurde es spürbar wärmer und bald würden sie in Feralas vor Anker gehen. Noch immer war ihr Misstrauen nicht verflogen und Elune allein mochte wissen, was sie dort erwartete.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:32

Gaomee, 22.02.2014

Wind rauscht leise durch die Blätter des dichten Waldes und durchbricht die Stille der eintretenden Dämmerung.
Dunkel kriechen die Schatten umher, strecken ihre Fühler nach der kühlen Sicherheit der Nacht aus. Nur vereinzelt erklingt der keckernde Laut einer Amsel durch das Grün und mischt sich in das Flüstern der Bäume.
Auf einem der Äste, beinahe gänzlich vom Blattwerk verdeckt, sitzt eine Sturmkrähe, die goldenen Augen wachsam in die Ferne gerichtet. Sie scheint zu warten. Unbeweglich wie eine Statue aus Stein. Einzig ihr Herzschlag vermischt sich mit den Stimmen um sie herum zu einem stetigen Pulsieren.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:33

Luthien, 26.02.2014

"Silithus also...", dachte sie, während sie mit routinierten Handgriffen Hirschfleischstreifen auf dünne Zweige zog, um diese dann in den Rauchfang über der Feuerstelle zu hängen. Ein kleines Feuer mittlerer Hitze glomm sachte unter der aus Wurzeln und Blättern konstruierten "Räucherkammer". Ab und an legte sie einige Kräuter nach, die qualmend verglommen.

Während die aufsteigende Wärme und der würzige Rauch das Fleisch trockneten und konservierten, reisten ihre Gedanken voraus, in jenes unwirtliche Land, das ihr nächstes Ziel sein sollte.
Viele Jahre war es her, seit sie im Dienste des cenarischen Zirkels dort gewesen war. Eine Wüste, ein Land das keine Fehler vergab, in dem man tagsüber verdursten und nachts erfrieren konnte. Und das war von allen möglichen Gefahren, noch das angenehmste, was einem dort zustoßen konnte.

Sie verzog das Gesicht. "Elune gebe, dass wir uns dort nicht allzulange aufhalten müssen."

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:33

Liasin, 04.03.2014

Liasins Wange drückte sich an kalten, harten Stein. Sieben kettentragende Berserker und vier Robenträger...

sie wäre dumm gewesen, hätte sie keine Angst gehabt. Angst, das war die Antwort der Natur auf Gefahr. Angst konnte lähmen ... oder...
Angst machte schnell, stark und ohne Angst gab es keinen Mut.

Ihre Sinne nahmen alles war, wussten, dass sie grade allein war...

ein paar Haarsträhnen bewegten sich sacht, als ihr Pfeil daran vorbeisurrte um ein Leben zu nehmen. Wo bleiben nur die anderen?

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:34

Luthien, 04.03.2014

Erst wenige, lautlose Schritte hatte sie getan, auf dem Weg zurück. Ihre Konzentration wanderte voran, zu Liasin, welche zusammen mit Luthien's Säbler, den weiterführenden Gang in die Tiefen der Höhle bewachte.
Mondzorn's vertraute Präsenz flog ihr entgegen und ein Eindruck schlug in ihr Bewusstsein... breitete sich einer Druckwelle gleich von innen nach aussen aus. Ihre Nackenhaare stellten sich auf und sie erstarrte in der Bewegung.

Ein schneller Blick zurück zu den anderen fand Winteratem's Silberlichter, eine Geste mit der Rechten: "Gefahr!"
Schon war sie wieder in Bewegung, halb geduckt, dicht an der Höhlenwand entlang den Weg zurück, den sie gekommen war. Einige schnelle, leise Schritte später, die leichte Biegung entlang, sah sie Liasin, die hinter einem kleinen Felsvorsprung an die gegenüberliegende Wand gedrückt stand...in den Gang vor ihr starrte und gerade ihren Bogen durchspannte. Zornige Rufe hallten durch die Gänge, als Liasin's Pfeil sein Ziel fand und niederstreckte.

Ein paar Schritte vor Luthien kauerte Mondzorn dicht an den Boden gedrückt, vor der scharfen Biegung in den Gang links von ihm. Mit flach an den Schädel gepressten Ohren und zum bersten angespannten Muskeln, wartete der große Säbler sprungbereit, lauernd.

Nun war sie nah' genug, hielt inne. Die weißgoldenen Lichter glitzerten adrenalindunkel und zoomten sich auf die Biegung ein. Muskeln vibrierten in Erwartung des Kampfes, als sie nun selbst den Bogen durchspannte und hielt. Sie spürte ihren Herzschlag in ihrem Hals, die tiefe, schnelle Atmung in den Bauch. Ihre Ohren zuckten, als sie den Schritten lauschte, die sich aus dem Gang heraus näherten...

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:34

Lara, 06.03.2014

Lara Feuerkabel saß im Privatheitsraum der Gnomen-Wohngemeinschaft in Eisenschmiede. In der rechten Hand hielt sie eine Schreibfeder, in der linken ein Kuchenstück. So sorgfältig wie möglich, wenn auch in krakeliger Schrift, schrieb sie in Allgemeinsprache einen Brief an Frau Altra Sommereiche, Darnassus.

Meine liebe Freundin Altra Sommereiche!

Wir haben uns schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen. So viel ist in der Zwischenzeit passiert. Ich habe meine Lehre beendet, bin Mitglied der Forscherliga geworden, habe einige Reisen unternommen und wohne jetzt in einer Gnomen-Wohngemeinschaft mit einem ganzen Haufen kreativer Gnome. Außerdem fühle ich mich inzwischen wirklich erwachsen.

Ich hoffe, dir geht es ebenso gut. Kannst du dich schon in einen Bären verwandeln? Hast du gegen Garrosh und seine Leute gekämpft? Erobert ihr bald das Eschental zurück? Ist euer Wohnzimmer schon größer geworden, weil ihr in einem Baum wohnt?

Du fragst dich sicher, warum ich dir schreibe. Ich möchte dich und deine Freunde vom Zirkel des Cenarius im Namen aller Gnome unserer Wohngemeinschaft sehr herzlich einladen, zu uns nach Eisenschmiede zu kommen. Wir haben Großes vor! Momentan planen wir ein interdisziplinäres medizinisch-wissenschaftliches Forschungszentrum. Das langfristige Ziel ist die Heilung von Lepragnomen, aber wir werden sicherlich auch andere Krankheiten effizient bekämpfen können. Unser Team besteht aus Ärzten, Chirurgen, Tüftlern, Luminologen (das ist die Wissenschaft vom Licht) und Magiern. Außerdem wollen wir mit anderen Völkern kooperieren, um beispielsweise von den Draenei mehr über die Heilung mit Licht und Schamanismus zu lernen.

Leider gibt es momentan keine Gnome, die sich mit der Heilkunst der Druiden auskennen. Aus diesem Grund können wir sicher sehr viel von euch lernen. Im Gegenzug könnt ihr euch bestimmt davon überzeugen, dass unsere Technologie nicht nur laut ist und explodiert, sondern für gute Zwecke eingesetzt werden kann.

Ihr fragt euch vielleicht, warum die Heilung von Lepragnomen für Nachtelfen überhaupt relevant sein soll. Von einigen Nachtelfen hörte ich sogar, dass sie uns beschuldigen, selbst an diesem Schlamassel Schuld zu sein. Aber jede Rasse hat seine schwarzen Schafe und Verräter, die viel Leid über das eigene Volk gebracht haben. Wir Gnome sind für euch da, wenn es wieder einen Fandral Hirschhaupt oder Illidan Sturmgrimm geben sollte und bitten euch, uns auch gegen die Katastrophe durch Sicco Thermadraht zu helfen.

Für Anreise, Unterkunft und Verpflegung wird selbstverständlich gesorgt. Euch wird es an nichts fehlen und alle Unkosten können übernommen werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass es ein sehr fruchtbarer kultureller und wissenschaftlicher Austausch sein wird.

Mit den allerbesten Wünschen,
Deine Freundin Lara Feuerkabel

Im Namen von Niffin Sprungschnalle, Ezzlin Sparklite und allen Gnomen der Wohngemeinschaft.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:34

Luthien, 09.03.2014

Schattenwirker. Wie sie diesen Abschaum verachtete. Hinterhältiger Bastard! Das war nochmal gut gegangen. Wer hätte das auch ahnen können? Sie mussten noch vorsichtiger sein. Darkslide könnte ebenso dazu gehören. War sein Auftauchen glückliche Fügung oder geplante Täuschung? Er machte keinen unbedingt schlechten Eindruck, doch sie misstraute seiner Geschichte. Dokumente konnte man fälschen. Solchem Kultistenabschaum war alles zuzutrauen. Und selbst wenn er keiner war... wer war er dann und was wollte er hier? Wer waren seine Auftraggeber? Vielleicht würde es im Gespräch mit dem Mann endlich ein paar Antworten geben.

"Bei Elune, diese Hitze.", stöhnte sie innerlich und richtete sich missmutig auf ihrem Lager auf. Mit zusammengekniffenen Augen peilte sie durch den Raum... die meisten anderen schliefen, viele unruhig ob der unbarmherzigen Hitze des Tages. Nur einen konnte sie nicht entdecken. Langsam und so leise wie möglich, um die anderen nicht zu stören, erhob sie sich und ging los, um nach ihm zu sehen.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:35

Altra, 31.03.2014

Altra lehnt gegen die Wand ihrer Wohnung und starrt auf einen Zettel und Schreibzeug vor sich auf dem Boden. Neben ihr stehen eine angebrochene Flasche Hochlandschnaps und ein leerer Becher.

Das Licht zum Gruße, Lara Feuerkabel,

der Zirkel des Cenarius dankt für Eurer freundliche Einladung. Leider ist meine Einheit, der Smaragdzirkel, gerade in einem Einsatz außerhalb von Darnassus, so dass wir der Einladung nicht nachkommen können.

Ich werde Euren Brief aber auch dem Zirkel als Ganzes zur Verfügung stellen, so dass es anderen Mitgliedern freisteht, Euch zu unterstützen.

Hochachtungsvoll,

Altra Sommereiche,
Schülerin von Tantarek Malagar
Jungdruidin des Smaragdzirkels

P.S. Ich kann mich nicht in einen Bären verwandeln und werde es in den nächsten Jahrhunderten vermutlich auch nicht lernen.



Die Schrift ist energisch und die Feder mag das eine oder andere Mal kurz davor gestanden zu haben, durch das Papier zu dringen. Aber der Brief scheint die Schreiberin überlebt zu haben und sollte irgendwann auch in Eisenschmiede ankommen. Falls sich der eine oder andere Schnapstropfen auf das Blatt verirrt hat, dürfte der Alkoholgeruch längst verdunstet sein.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:36

Silabarweida, 03.04.2014

Ein speckiges Schreiben mit Kohleflecken und Bissspuren liegt im Postkasten für Frau Sommereiche.
Die 'Schrift' darauf lässt sich nur unter enormen Denkanstrengungen entziffern, und die Zeichen sehen aus, als wären sie aus einem großen Beutel geplatzt.
Eine Ecke des Schreibens ist abgerissen, und zwei Fuchspfotenabdrücke laufen diagonal über den Brief. Eine hübsche kleine orange Hippogryphenfeder ist im Schreiben eingerollt, an einem Lederband befestigt. Links und rechts davon sind zwei fingernagelgroße Strandschneckenhäuser eingefädelt.


Elun adorr Frau Sommer Baum
wenig Freunde lange kein Sehen
Hoffen Du Leben immer noch

Hab Was Basteln für Dir, Hoffen Gefallen Dir

Gehen rückwärts nach König Reich Osten
Wünsche Dir & Viele Andere Vielen Gutes in Zukunft bis Ende Leben

Vielen Danke für Alles

Silber Weide & Bran*
Vergessen Du & Andere Niemals

___________
*hier steht zwar kein Name, aber ein verdächtiger Fuchspfotenabdruck

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:37

Altra, 07.04.2014

Altra dankt höflich dem Nachtelfen, der ihr einen fast unleserlichen Brief überbrachte. Er entschuldigt sich noch, erklärt aber, dass es ziemlich lange dauerte, sie als Empfängerin zu identifizieren.

Ein Schmunzeln spielt um die Lippen der Druidin, als sie sich durch das Gekritzel durchkämpft. Vorsichtig löst sie schliesslich das Lederband und befestigt es um ihren Hals.

"Viel Glück, kleiner Möchtegerndruide. Ich hoffe, Du wirst die Natur weiterhin schätzen und der Oheim Dir keinen Ärger mehr machen."

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