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 Kleine Geschichten aus dem Zirkel

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Altra

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:38

Hemmon (NPC), 15.04.2014

Vor einigen Tagen …

Hemmon nickte dem Mann in der sauber polierten und gut verzierten, schwarzen Rüstung zu, als dieser ihn entließ. Die Dokumente waren nun in den Händen des gleichsam sehr bekannten und doch irgendwo auch unbekannten Menschen. Die Dokumente sind ausgeliefert. Nun liegt es an Ihnen, die beste Strategie zu erarbeiten und dann einen Schlag vorzubereiten, ging es durch seinen Kopf.

Der Weg durch Sturmwind war windig und verregnet. Es dauerte gut dreißig Minuten Fußmarsch, ehe er in ein kleines Haus ging und die Kleidung wechseln konnte. Regen machte ihm eher wenig aus, aber nasses Leder ist nicht unbedingt das Schönste der Welt. Nach einer kurzen Weile des Umziehens blickte er durch das Fenster und beobachtete die Regentropfen, welche zusammen mit heulendem Wind gegen das Fenster stießen. „Bald werden viele Dinge in Bewegung gesetzt. Genauso wie es bereits getan wurde. Und jetzt im Moment geschieht“, sprach er leise.

Es liegt in der Natur aller Lebenden in dunklen Zeiten nach Schuld zu suchen. Es ist für jeden ein Zeichen der Stärke sich gegen das Schicksal aufzulehnen anstatt den Kopf zu beugen und das köpfende Schwert tatenlos zu erwarten…

Er seufzte einmal.

Es ist unausweichlich, dass die Kal’dorei die Menschen mehr in Verbindung mit schnell der Dunkelheit anheimfallenden Wesen bringen werden. Unausweichlich, dass der Adel Schuld bei den Spionen sucht und sie sich fragen, warum diese nicht eher etwas sagten. Unausweichlich, dass manche nicht den offensichtlichsten Beweisen glauben und Schuld bei jenen suchen, die die Klinge der Gerechtigkeit führen.

Wir alle erfüllen unsere Pflicht. Unsere Aufgaben zu fürchten ist übertrieben. Unser vorhergesehenes Schicksal zu verachten Idiotie. Jeder, der aufmerksam ist, wird die Schuld bei jenen suchen, die uns zu unseren Taten treiben: Die Kultisten und die dunklen Wesen selbst. Ihre Vernichtung zum Wohle Azeroths steht außer Frage.

Jene auf Azeroth, die zu solchen Gedanken fähig sind, sind auch eines Tages in der Lage, ihre Vorurteile abzulegen. Nur dann kann ihre auferlegte Suche nach Schuld zu konstruktiven Entscheidungen führen.

Vergessen wir eines nicht: Wer sich gegen sein Schicksal auflehnt, findet nur seinen verfrühten Tod. Wer vor ihm flieht, wird von der Vergangenheit eingeholt und stirbt. Wer allerdings sein Schicksal akzeptiert und seine vorhergesehene Rolle in der Welt erfüllt … oh ja, jener wird die Welt formen.

Mein Schicksal liegt hinter genauso wie vor mir. In tausenden Entscheidungen und Möglichkeiten, die ihre Wurzel und Ende in vielen Fäden zusammenführen. Am Ende jedoch erkennt man nur, dass diese Fäden ein riesiges Netz bilden.

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Altra

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:38

Altra, 25.04.2014

Altra wickelt sich enger in ihren Umhang. K.k.k.k.kalt. Sogar für eine Kaldorei, die ja eher in den nördlichen Gebieten von Kalimdor heimisch sind. Sie wollte sich nicht einmal vorstellen, wie Bruder Wilddorn sich fühlen musste. Er war immerhin die Hitze des Brachlandes gewohnt und dieses eine Bad in den Seen von Darnassus hatte ihn sicher nicht an das Wetter von Nordend gewöhnt.

Shan'do Malagar würde sich als Bär pudelwohl fühlen. So ein Fell hätte bestimmt etwas. Für einen Moment steht ein anderer Bär vor ihren Augen und sie knurrt leise. Was für ein Unfug. Wirklich. Irgendwann würde ihr Shan'do für seine Überzeugung Selbstmord begehen und was dann? Wäre der Natur damit gedient? Nein. Auch ein Druide mit seiner Macht musste seine Kämpfe wählen.

Ein Blick geht zur Seite und sie wird ruhiger. Eiswurzel, der Treant, steht neben ihr und schaut über die Schneelandschaft. Eiswurzel. Sie hatte ihm einen Namen gegeben, aber sie würde ihn in einem ruhigeren Moment, vielleicht während einer Wache, fragen, ob er damit einverstanden ist. Immerhin würde sie den Namen dann auch laut aussprechen und er könnte auch von anderen aufgegriffen werden.

Ein Treant. Oh, Traumborke würde sicher begeistert sein, dass sein Volk sogar im hohen Norden lebte und vielleicht auch traurig, dass er die Gelegenheit vor zwei Jahren nicht genutzt hatte und selber einen der Schneetreants treffen konnte. Aber sie wussten ja nicht, dass es hier welche gibt. Nun, in Zukunft würde sie aufmerksamer sein. Wüstentreants. Ob es so etwas gab? Kleine laufende Dornenbüsche? Altra kichert.

Ich wünschte, ich könnte zeichnen und ein Bild von ihm mitnehmen. Ah... Aquila, warum bist Du nicht hier?

Die Augen der Druidin verengen sich und sie schaut zu Thanris. Hmmm.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:39

Asaciel, 27.04.2014

Langsamen Schrittes betrat die Schildwache den Tempel. Die Statue der Haidene ragte hoch empor und Asaciel legte den Kopf in den Nacken. Für kurze Zeit schloss sie ihre Augen und lauschte dem leisen Geplätscher des Mondbrunnens, dem Summen verschiedener Insekten oder auch dem Vortrag, den eine Priesterin im hinteren Teil des Tempels abhielt.

Gebannt ragten die Gesichter der Novizinnen zu der Priesterin empor. Manche von ihnen formten stumm die Worte nach, die sie vernahmen. Langsam und nahezu lautlos trat Asaciel zu ihnen, nickte knapp grüßend und blickte schließlich zu Telara Mondfalke, einer weiteren Priesterin, die dem Vortrag beiwohnte.

Es dauerte nicht lang und sie fand sich zusammen mit Mondfalke im oberen Teil des Tempels wieder. Auf jenen Terassen, auf denen eben solche Gespräche geführt wurden, die Themen wie ihres beinhalteten. Sie berichtete von Mondflüstern und machte keine Anstalten, ihre Meinung darüber zu äußern. Stumm wartete sie die Reaktion der Priesterin ab, blickte ihr dabei direkt in die Augen. Glücklicherweise teilte sie Asaciels Bedenken und sicherte zu, mit Mondflüstern ein Gespräch darüber zu führen.

Um eine Strafe würde Asaciel nicht herum kommen. Zwar sagte ihr der 2 Wochen Dienst bei den Druiden überhaupt nicht zu, aber allemal besser, als die Lächerlichkeit, die Mondflüstern von sich gab. Aber was sollte man auch erwarten? Eine Strafe blieb eine Strafe. Keine davon sollte angenehm sein. Es würde ihr einiges an Selbstbeherrschung abverlangen, sich mit den Druiden zu beschäftigen.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:46

Altra, 27.06.2014

Altra rieb sich die Stirn. Elune, wenn DAS ihr Shan'do jemals erfährt, dass sie einen Magier in Schutz genmmen hatte. Sie konnte sich das Gewitter schon vorstellen.

Ob sie als mildernde Umstände anbringen könnte, dass diese Gnome zuerst mit Gewalt gedroht hatten, arkane Magie inmitten des Hains woben, um einen Shen'dralar anzugreifen? Und, wie man von diesen kleinen Ra... Kre... Wesen gewohnt war, völlig überreagierten, nur weil der Shen'dralar nicht hochauf begeistert von ihnen war?

Sie war sich ja immer noch nicht sicher, was diese seltsame Gruppe im Teufelswald wollte. Den Elfen helfen? Irgendwie verfolgten sie ihre eigenen Pläne. Was sollte sie jetzt nur tun? Weiter beobachten oder doch lieber Bericht in Darnassus erstatten?

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:46

Luthien, 04.07.2014

'Das ging besser, als ich erwartet hatte.', ein Lächeln stahl sich in die Mundwinkel der kleinen Kal'dorei, 'Viel besser.' Langsam wanderte sie über die Lichtung der Enklave weiter in Richtung Handwerkerviertel. Ihr weißgoldener Blick streifte den Himmel... es dämmerte schon.

Sie dachte an die mit Bedacht gewählten Worte, mit denen sie ihrem Shan'do von den Erfahrungen berichtete, die sie gemacht hatte, seit er sie vor nunmehr fast 2 Jahren losschickte, ihr Verständnis für den Bärenaspekt zu erweitern und zu vertiefen. Und das hatte sie getan. Sie fühlte sich dem Wesen des Aspekts näher als zuvor, auch hatte sie erste Erfolge gehabt, aus seinen Eigenschaften für sich Nutzen zu ziehen. Doch hatte sich auch eine Erkenntis manifestiert, immer klarer, bis sie sie letztlich als ihre innere Wahrheit erkannte und aktzeptierte... sie ihrem Shan'do gegenüber zu formulieren, war jedoch etwas anderes. Die Worte passierte Revue in ihren Gedanken. Sie hatte es auf den Punkt gebracht, nachdem sie sich erklärt hatte und wenngleich sie nicht sicher war, was sie erwarten sollte, war Hainläufers Reaktion eine Überraschung gewesen.

"Eine Katze ist kein Bär, so viel Verständnis sie sich um dessen Wesen auch aneignen mag... so bleibt sie doch immer eine Katze." ~ "Sehr gut." ~ "Ich weiß nicht, ob ich mich jemals werde wandeln können." ~ "Das wird die Zeit zeigen." ~ "Ihr gebt mir immer noch Rätsel auf, Shan'do. Ich hatte gedacht, Ihr seid vielleicht enttäuscht." ~ "Nein, warum sollte ich?" ~ "Wenn Ihr so fragt, weiß ich es selbst nicht genau. Vielleicht, weil ich nicht ganz sicher war, was für Erwartungen Ihr hattet." ~ "Ich erwarte, dass Ihr lernt. Nicht mehr und nicht weniger."

Sie lachte leise. 'Wie kam ich nur auf den Gedanken, dass er erwarten könnte, ich würde etwas anderes sein oder werden, als ich bin?', dachte sie in der Erkenntnis des Nachhineins. 'Du hast wirklich noch viel zu lernen, Nachtfeder. Vor allem über Selbstvertrauen... die innere Wahrheit ist doch immer der richtige Weg.'
Die Erleichterung und Freiheit des Gedankens machten sie leicht und mit einem erneuten frohen Auflachen setzte sie ihren Weg fort.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:49

Luthien, 27.07.2014

Ruhig glommen die berngoldenen Sprenkel in den hellen Lichtern, deren Blick langsam und ohne Ziel über die Umgebung wanderte. Ein Rest Dämmerlicht hing noch als schmaler Streifen am Westhimmel, doch das Antlitz der Mondmutter war bereits aufgestiegen und erstes Sternenlicht wiederspiegelte sich sachte auf den Wassern des Elune'ara.

Ein tiefer Atemzug weitete ihre Nasenflügel, hob und senkte den Brustkorb. Sie lehnte den Kopf zurück, schloss die Augen und liess für einige Momente die friedliche Ruhe des Ortes in ihr Bewusstsein steigen. Zu wenige solcher Momenten hatte es in den letzten Monden und Jahren gegeben.
Seit dem Einfall der Orcs in ihre Heimat war verhältnismäßig wenig Zeit vergangen und doch schrumpften die Jahrhunderte vor dem Krieg zu einer wagen Erinnerung, während die vergangenen Jahre des Kampfes, Katastrophen für ihr Volk, all das Ringen mit Tod und Verderbnis übergroß, überdeutlich, übermächtig wirkten, so dass es ihr in manchen Momenten vorkam, als habe sie ihr ganzes Leben nur gekämpft.

"Vielleicht ist es Zeit für dich, deinen Fokus zu verändern.", hatte er gesagt. "Der Einsatz für das Gleichgewicht, für die Natur, für den Zirkel... wird nicht immer mit Klinge und Bogen geführt, Druidin.", hatte er gesagt und ein Hauch wohlwollenden Spottes war in der dunklen Reibeisenstimme mitgeklungen.
Sie strich sich eine Haarsträhne aus der Stirn, spürte das vom Tage noch warme Holz des Verandapfeilers in ihrem Rücken.
War es wirklich schon soweit? War sie angekommen an diesem Punkt, den sie gleichermaßen herbeigesehnt und gefürchtet hatte? An dem sie ihre Entscheidung treffen musste? War sie bereit?

Vielleicht war diese verhältnismäßig ruhige, einsatzlose Zeit, in der alle Mitglieder der Einheit ihren Angelegenheiten nachgingen, genau richtig um das heraus zu finden.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:50

Luthien, 10.09.2014

Die Mondmutter hatte sich schon vor ein paar Stunden aus ihrer Ruhestatt erhoben und stand in ihrer erhabenen Blässe am Nachthimmel. Lautlose Schwingen trugen einen Schwarm Fledermäuse auf nächtlichem Beutezug durch den sternenhellen Himmel.

Ein leises, gedämpftes Rascheln war die einzige Vorwarnung, ehe ein schwarzer Säblerschädel sich durch das Blätterdickicht des Waldrandes schob. Momente später löste sich der Schatten der großen Katze vollends aus der schützenden Umarmung des Waldes. Der warnende Ruf eines Nachtvogels durchschnitt die nächtliche Ruhe und tat ihre Anwesenheit kund.
Die Ohren des Säblers zuckten, wie auch ihre Schwanzspitze und dumpf rollte ein leises Grollen aus ihrer Kehle, als sie den Kopf leicht nach dem Schreihals wandte. Das Tier schien zu zögern und der Blick der gelben Lichter weilte noch einige Augenblicke auf dem Wald. Mit einem kurzen Schnauben wandte sie sich schliesslich ab und setzte sich wieder in Bewegung.

Wenige lautlose Schritte später und innerhalb weniger Wimpernschläge verschwomm der Umriss der Katze in schwach schimmerndem Nebel, zog sich zusammen und streckte sich wieder, verfestigte sich, bis sich das nachtfeuchte Moos nunmehr unter bloßen Füßen duckte.
Die kleine Kal'Dorei fuhr sich mit den Fingern durch die nachblauen Haare, sortierte im Gehen die Strähnen und die eingeflochtenen Federn. Ihr weißgolden schimmernder Blick ruhte auf der Silhuette der noch ein gutes Stück entfernten Stadttore.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:51

Luthien, 27.09.2014

Leise zischend tropfte das Siegelwachs auf das Pergament. Die kleine Kal'dorei an dem Schreibpult, griff in routiniert-zügiger Bewegung nach dem Stempel und drückte sachte, aber doch fest genug, das Siegel des Smaragdzirkel in die bereits erkaltende Masse. Mit ein paar weiteren, raschen Handgriffen, verknotete sie ein dünnes Naturfaserband und legte die schmale Schriftrolle dann zu etwas mehr als einem halben Dutzend weiterer so bearbeiteter Pergamente.

Kaum ein halbes Stundenglas später stand sie am Rande der mittleren Plattform des Hauptquartiers und blickte dem Boten nach, welcher sich so eben mit den Nachrichten auf den Weg machte. Einige hatten weite Wege vor sich, denn die mehrmonatige Ruhephase hatte die Einheit in alle Winde zerstreut.

Ein tiefer Atemzug füllte ihre Lungen und sie spürte der sachten Anspannung nach, diesem unterschwelligen "Vibrieren" im Innern, seit Morgennebel auf der kleinen Zusammenkunft kundgegeben hatte, dass Bärenfährte die Einheit zurück in den Dienst rief. Lange genug hätten sie geruht und neue Kräfte gesammelt, es sei an der Zeit sich auf neue Aufgaben vorzubereiten.

Gleich nach dem Treffen hatte sie mit den notwendigen Vorkehrungen begonnen. Dank Thaleios waren die Materiallager vollständig und in gutem Zustand. Allerdings würden sie nun, da die Einheit zusammengerufen wurde, wieder mehr Nahrungsvorräte benötigen. Eine entsprechende Liste hatte sie bereits zusammengestellt. Mehr konnte sie für den Augenblick nicht tun.

Sie strich sich mit den zu Klauen gekrümmten Fingern einer Hand die Haare aus der Stirn. Nun hiess es warten. Vielleicht würden sie in der Zwischenzeit Näheres über diese Angelegenheit mit den Gilneern erfahren.
Der Gedanke an die von der Menschenfrau geschilderten Umstände liess sie die Brauen zusammenziehen. "Verdammter Leichtsinn.", knurrte sie leise, ehe sie sich mit einem kleinen Ruck in Bewegung setzte. Vielleicht war Tyrr schon zurück und hatte neue Informationen oder Anweisungen für sie.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:52

Luthien, 18.10.2014

Dampf stieg aus der Tasse auf, die sie mit beiden Händen dicht an die Lippen hielt und den milden Kräuterduft einatmete. Die bernfarbenen Sprenkel, die sich wie hingekleckst durch das Hell ihrer Lichter zogen, glommen sachte und ließen ihre Augen eine Spur dunkler erscheinen, als sie waren.
Ihr Blick griff fokuslos über die Dächer des Handwerkerviertels hinweg in Richtung der Enklave des Cenarius und auch ihre Gedanken kreisten bereits um den Dienst und die kommenden Aufgaben.

In wenig mehr als einer Woche würde das Schiff ablegen, das sie und die kleine Delegation der Einheit in die östlichen Königreiche bringen sollte. Die Nachrichten die bisher zu den Ereignissen rund um das Dunkle Portal die Enklave erreicht hatten waren höchst alarmierend, jedoch spärlich, ungenau und verwirrend. Einige der Dinge, die berichtet wurden, schienen keinerlei Sinn zu ergeben.
Zum jetzigen Zeitpunkt war noch vollkommen unklar, ob der cenarische Zirkel überhaupt oder in welchem Ausmaß aktiv werden würde. Doch es waren offenbar mittlerweile auch einige Brüder und Schwestern des Zirkels in den östlichen Königreichen und rund um das Krisengebiet vor Ort und vielleicht konnte man von ihnen mehr erfahren.

Die geschwungenen Brauen der kleinen Kaldorei zogen sich über der Nasenwurzel zusammen und ließen dort eine steile Sorgenfalte entstehen. Ihre Hauptsorge galt den Brüdern und Schwestern in der zerschmetterten Welt. Gab es Kontakt zu ihnen? Waren ihre Stellungen sicher? Wurden sie angegriffen?
Truppenbewegungen von Orcs, in der Größenordung, wie sie berichtet wurden, konnten nicht unbemerkt geblieben sein. Warum hatte es keinerlei Hinweise oder gar eine Warnung in den letzten Berichten gegeben, die aus der Scherbenwelt eingetroffen waren? Fragen über Fragen.

Ein tiefer Atemzug blähte ihre Nasenflügel. Nun, Morgennebel wollte mehr und vor allem zuverlässige Informationen und so würden sie in gut einer Woche dieses Schiff nehmen. Vielleicht würden sie ein paar Antworten bekommen.

Sie leerte die Tasse und machte sich auf den Weg, ihren Dienst anzutreten. 'Ich muss noch mit der Schildwache sprechen.', ging es ihr durch den Kopf, während sie den vertrauten Weg hinunter ging.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:52

Luthien, 27.11.2014

Die im Wind tanzenden Haare waren das einzige, was sich an der kleinen Kaldorei sichtbar bewegte. Sie stand mit aufgestützten Händen an der Reling und beobachtete die in einiger Entfernung erkennbare, vorbeiziehende Küstenlinie.

In ein paar Stunden würden sie im Sturmwinder Hafen einlaufen. Nach der langen Überfahrt von Kalimdor aus war sie froh der relativen Enge des Schiffes bald zu entkommen. Die Aussicht auf den Aufenthalt in der überfüllten, stinkenden Menschenstadt erschien ihr dennoch nicht sehr verlockend. Gekrönt wurde dieses Unwohlsein noch von dem bevorstehenden Gespräch mit den Magiern.

Kurz mahlten die Kiefer und die Haut über den hohen Wangenknochen spannte sich. "Das Leben ist die Pflicht", hatte sie unvermittelt Morgennebels Stimme im Ohr und sie tat einen tiefen Atemzug. 'Allerdings, alter Freund', ging es durch ihre Gedanken. 'Die Situation ist zu ernst für persönliche Animositäten. Und wenn sie eine Kooperation mit den verdammten Arkanisten erfordert, dann ist das eben so. Also reiss' dich zusammen, Nachtfeder!'

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:54

Andyria, 14.01.15

Leicht außer Atem erreichte die Kaldorei die Enklave.

*Ruhig Andyria,
es wäre wohl nicht förderlich wenn du dort völlig außer Atem ankommst. Dafür steht zu viel auf dem Spiel*, dachte sich die Elfe und hielt einige Zeit inne.

*Sie sollen ja nicht denken, dass du aus der Übung bist! - Konzentrier dich!*, dann schritt die Elfe weiter vor ehe sie an dem großen Baum inmitten der Enklave ankam.

Kurz gingen ihr die Bilder durch den Kopf die Sie gesehen hat, was sie erlebt hat, nickte dann aber entschlossen.

Eine Hand ging an den Griff Ihres Schwertes, "es ist an der Zeit die Klinge wieder das Blut unserer Feinde schmecken zu lassen", sagte sich die Elfe zu sich selbst und ging erhobenen Hauptes und ruhig atmend die Rampe hinauf um sich dem Rat zu stellen.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:54

Oso, 05.02.15

Immer mehr zieht der Buckelige sich zurück in sein Zelt. Seit einer längeren Zeit verweilt er in der Gestlat des Bären und meidet natürlich auch so jedes Gespräch mit seinen Brüdern und Schwestern. Besuch empfängt er keinen und die Schüler des Druiden wurden auf Wanderpfade geschickt.

Die letzte Versammlung war für ihn sehr uninteressant, zuviele Worte nutzte man aufgrund von Menschenbesuchs in Gemeinsprache. Diese Sprache beherrschte der Bär nicht gut und eine Übersetzerin fand sich erst gen Ende hin. Seine Meinung - eher ein Nicken oder Kopfschütteln in der Form des Bären - blieb aus. Aber auch das war weder wichtig noch bedeutend. Für den Buckligen gerade recht. Nach der Versammlung begab er sich wieder zu dem Zelt aus Wurzeln und Laub, seinem Rückzugsort, oder wie manche gerne sagen würden, die Festung der Einsamkeit.

Es gab vieles über das sich intensives Nachdenken lohnte. Eine Welt die sich innerhalt weniger Jahre mehr gewandelt hat als tausend Jahre zuvor, Änderungen der eigenen Kultur, ja sogar Änderungen der Sicht des Druidentums schon alleine innerhalb des kleinen Kreises. Auch das Verhalten untereinander. Ist nicht das erste mal dass sich der Alte auf so eine Umstellung anpassen musste, dennoch ist es eine Herausforderung. Eine Herausforderung die in dem Alter mit wenig Begeisterung überwunden wird.
Hinzu kommen andere Probleme wie die schwindende Sicht, allein der gute Geruchssinn dem die Bärenform ihm schenkt gleicht dieses Makel noch gut aus, doch irgendwann wird das Problem nichtmehr so lösbar sein, so vermutet der Bucklige. Schnitzen beruhigt, auch die Schnitzerein von seiner sehr jungen Freundin der Ahnen die er im Zelt aufgestellt hat beruhigen ihn. Der Große war nie so ganz begeistert von Hopfen und Malz. Bier. Er war immer der Schnitzer und meistens waren es Totems. Erst nur mit wenigen Verzierungen, aber bis ins hohe Alter wurde man besser und besser. Die Holzbüsten der Ahnen waren ein Ansporn wieder eigene Totems zu schnitzen - mit Pranke.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:55

Luthien, 10.02.15

Ein tiefer Atemzug bläht ihre Nasenflügel und trägt die Witterungen der Nacht in ihre Lungen, während sie gemächlich in Richtung ihres Quartiers schlendert. Nachtfell trottet mal vor, mal hinter ihr. Ab und an passiert der große, dunkle Säblerkater die Kaldorei, reibt dabei den breiten Schädel an ihrer Hüfte entlang, so dass sie im Gehen leicht schwankt. Sie lacht dann und klopft den muskulösen Rücken des Tieres. Entspannt und ausgelassen wirkt die kleine Kaldorei, hat sie doch auch guten Grund dazu, denn die Nacht hatte interessante Gespräche und eine freudige Überraschung beschert.

Als sie am Vorabend zum Hauptquartier kam, hatte sie zuerst gedacht, ihr Verstand spiele ihr einen Streich. Doch es war tatsächlich Bruder Scharfauge gewesen, der auf der Nebenplattform stand und mit einer der neuen Anwärterinnen sprach. Hier und jetzt. Lebendig und in einem Stück. Elune war gütig und schenkte ihren Kindern Lichtblicke in diesen Zeiten der vielen Schatten.
Der Ausdruck froher Zufriedenheit verweilt in den fein geschnittenen Zügen, während sie ihren Weg fortsetzt. Morgennebel hatte nicht lange gefackelt und Scharfauge wieder in Dienst gestellt. Nun würde er Tautropfen und die beiden Verteidigeranwärterinnen nach Eisenschmiede begleiten. Luthien war froh darüber, den erfahrenen Verteidiger bei der Mission zu wissen und Scharfauge selbst würde es Gelegenheit geben, sich wieder einzufinden.

Ein Schmunzeln huscht in ihre Mundwinkel, als sie an das Gespräch mit Wucherpelz denkt, der am gestrigen Abend wohl entschieden hatte, sich wieder einmal als Kaldorei zu ihnen zu gesellen, statt sich in sein Zelt zurück zu ziehen. 'Eine gute Nacht', geht es durch ihre Gedanken.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:55

Luthien, 04.03.2015

Sie saß am Rande des terrassenartigen Sims, welches sich um das ganze Gebäude zog und liess die Beine baumeln. Unten, auf der geräumigen Lichtung hinter dem Haus dösten Nenya und Nachtfell. Letzterer war die ganze Nacht in den Wäldern unterwegs gewesen und erst im ersten Morgengrauen zurückgekehrt.
Wie die Säbler würde auch die kleine Kaldorei sich bald für den Tag zurückziehen. Für den Augenblick betrachtete sie noch gedankenverloren die Tiere und nippte an ihrem Tee.

Das Training hatte Spaß gemacht. Ein vergnügtes, kehliges Glucksen stieg in ihr auf. Arme Altra. Nahkampf war noch immer nicht ihr Ding. Luthien hatte sich sehr gefreut, Sommereiche nach ihrer Rückkehr von der Mondlichtung am Hauptquartier anzutreffen... auch wenn sie nicht gedachte hatte, dass Windspiel sie gleich im Stabkampf gegeneineander antreten lassen würde. Immer noch schmunzelnd nippte sie erneut am Tee.

Ihre Gedanken wanderten zurück zu ihrem Besuch auf der Mondlichtung und den Gesprächen mit Wolfsblick und Windbrecher. Eine neue Aufgabe... und sie fühlte, dass es gleichwohl eine lang ersehnte Chance und eine Prüfung war. Ihr Bauchgefühl drängte sie, sich darauf einzulassen, doch es wäre ein großer Schritt, der einige Veränderungen mit sich brächte und ein wenig fürchtete sie diese. War sie wirlich soweit? War sie bereit? Zumindest Windbrecher und Wolfsblick schienen das zu denken. Oder war es nur ein Test?

Ein tiefer Atemzug blähte ihre Nasenflügel und der weißgoldene Blick tastete über den zunehmend heller werdenden Morgenhimmel. Sie würde sich bald entscheiden müssen. Sie musste mit Hainläufer sprechen, seine Gedanken dazu erfahren. Sein väterlicher, wie weiser Rat und seine unerschütterliche Ruhe würden ihr sicher helfen, eine klare Stimme in ihrem Innern zu finden.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:56

Luthien, 26.03.2015

Nachtfeuchtes Gras duckte sich unter ihren bloßen Füßen auf ihrem Weg nach Hause. Der Blick der weißgoldenen Lichter schweifte ruhig über die Umgebung und war doch nach innen gerichtet. Die vielen Worte der Nacht tanzten durch ihre Gedanken. Die Bilder. Das amüsante Chaos welches der Besuch des Zwerges auf der Zusammenkunft der Einheit verursacht hatte. Schwester Windherz' Besuch. Das Vorsprechen von Anwärterin Wildfluss.

Sie war zufrieden. Die Reihen der Verteidiger erfuhren Verstärkung. Endlich. Das erste mal seit diesem verfluchten Kataklysmus war die Gruppe der Verteidiger wieder von erwähnenswerter Stärke. Und eine gesunde Mischung war es auch. Es gab sowohl ein paar erfahrene Veteranen, als auch Nachwuchs, der noch hier und da geschliffen werden musste. Nun würde wie immer nur die Zeit zeigen, wie sich die Dinge entwickelten. Die Neuen mussten sich einfinden, die Veteranen sich an die "Frischlinge" gewöhnen. 'Sie werden sich gegenseitig erziehen.', dachte sie und schmunzelte beim Gedanken an die Show die Nebelfalke beim Vorsprechen für Wildfluss dargeboten hatte.

Automatisch schweiften ihre Gedanken nun auch zu ihrer neuen Aufgabe und Zuversicht erfüllte sie. Mit Scharfauge, Winteratem und auch Nebelfalke, der nun zumindest zeitweise wieder zur Verfügung stand, gab es genügend Erfahrung um in den Zeiten ihrer Abwesenheit die Verteidiger des Smaragdzirkels auf Spur zu halten und sie anzuleiten, auch wenn sie selbst für die Dauer des Projektes nicht mehr jeden Einsatz würde begleiten können.

Vielleicht würde auf längere Sicht ein neuer Aufseher für die Einheit aus dieser Situation hervorgehen. Das wäre gut. Tief in ihrem Innern wusste sie, dass sie den Spagat zwischen ihrer inneren Bestimmung als Druidin und ihren Aufgaben als Aufseherin nicht auf Dauer würde stemmen können. Die Entscheidung war längst gefallen. Lange bevor sie noch den Weg in den cenarischen Zirkel fand. Es war ihr in die Wiege gelegt.

Ein Lächeln huschte um ihre Mundwinkel. Ihre Nasenflügel blähten sich in einem tiefen Atemzug, der die kühle, taufeuchte Luft der Morgendämmerung mit alle ihren Witterungen in ihre Lungen sog.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:57

Altra, 01.04.2015

Altra's Blick schweift von der Plattform des Hauptquartiers über die Bäume Darnassus'. Die Jungdruidin lächelt, als der Wind durch ihr Haar weht und den Geruch frischer Erde und feuchter Blätter in ihre Nase steigt.

Die letzten Nachrichten waren rätselhaft und leider auch mehr als unangenehm gewesen, aber die Stadt blieb unverändert. Jung, sogar für sie, aber dennoch ein Sinnbild der Ewigkeit.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:57

Luthien, 09.04.2015

Kritisch prüfend wandert ihr Blick über die drei Rüstungen, die dekorativ auf den Halterungen aufgebaut sind, während sie selbige langsam umrundet. Allesamt Variationen aus Leder in verschiedenen Härtegraden, mit und ohne Metallverstärkungen, in verschiedenen Grün- und Erdtönen. Ab und an streckt sie eine Hand aus, befühlt eine Säumung, eine Naht oder eine der kunstvoll eingearbeiteten cenarischen Ornamente, prüft ein Bindung, einen Gurt, einen Stiefelschaft oder eine Besohlung.

Letztlich dreht sie sich um und begegnet dem erwartungsvollen Blick des Kaldorei mit einem Lächeln, das merklich Erleichterung in ihrem Gegenüber auslöst. "Sehr gute Arbeit, Bruder Eschenblatt. Repräsentativ und doch funktionell. Genauso habe ich es mir vorgestellt." ~ "Habt Dank, Aufseherin. Ich freue mich, dass die Muster Euch zusagen." ~ "Das tun sie in der Tat, Bruder und ich bin sicher, dass die Shan'di dies genauso sehen und eines der Modelle ausgewählt wird." Sie lächelt ob des kurzen Aufleuchtens in den Augen des Mannes und lässt dann noch einmal einen prüfenden Blick über die Rüstungen gleiten.

"Eine Kleinigkeit habe ich noch. Es sind Garderüstungen, bestimmt für die Verteidiger zu offiziellen Anlässen.", stellt sie sachlich fest und wendet sich wieder dem Rüstungsbauer zu. "Ich möchte das Emblem des Smaragdzirkel jeweils auf den Schiftungen und der Gürtelschnalle. Und ich brauche die Muster in einer Woche."

Die Augen des Kaldorei weiten sich leicht. "In einer Woche?", echot er. Luthien schrägt den Kopf eine Winzigkeit ob seiner Reaktion. "Anu'dora. Die Muster sollen zur nächsten Zusammenkunft vorgestellt werden. Ist das ein Problem, Bruder Eschenblatt?" Der hochgewachsene Mann starrt einen Moment auf die Modelle dann strafft er sich. "Ehrm... nein, Aufseherin. Das Einarbeiten des Wappens ist bei dieser Art der Verarbeitung zwar durchaus aufwändig, aber...," Eschenblatt lächelt verbindlich und deutet ein Neigen des Kopfes an. "Ich werde selbstverständlich dafür sorgen, dass die Modelle in einer Woche zur Verfügung stehen."

Die kleine Kaldorei schenkt ihm ein zufriedenes Lächeln und erwidert die Höflichkeit, indem sie leicht den Kopf neigt. "Wunderbar. Ich danke Euch. Wir sehen uns dann in einer Woche. Ich kann es kaum erwarten den Shan'di die Rüstungen vorzustellen." ~ "So Elune gnädig ist, Aufseherin.", lächelt er pflichtergeben.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 11:57

Thanris, 24.04.2015

Ein kleiner Rückblick aus einem unserer offenen Trainings an den Montagabenden Very Happy

Blätterlieds Bewegungen sind rasch und erbarmungslos. Während die Spitze ihres Holzstabes sich direkt neben meinem Kopf tief ins Erdreich gräbt greife ich automatisch nach vorn. Der Gegenangriff ist innerhalb einer winzigen Sekunde berechnet und wird ausgeführt, bevor mir die Konsequenzen ganz bewusst sind. Ich greife hinauf, schließe die Finger fest um Blätterlied's viel zu dürres Handgelenk und ziehe die Frau mit Aufwendung einiger Kraft in einem einzigen Ruck hinab. Sie ist nicht ganz ausbalanciert, weswegen es mir viel zu leicht gelingt sie vornüber zu ziehen. Blätterlied schwankt, dann gibt ihr Körper plötzlich nach. Der Aufprall mit dem sie auf mich trifft ist nicht unbedingt schmerzhaft - die junge Kal'dorei ist tatsächlich ein Fliegengewicht – allerdings erstarre ich sofort. Das habe ich nicht berechnet. Ich spüre den Körper der Frau auf meinem, höre ihren raschen Atem...und bleibe bewegungslos liegen. Schon quellen Erinnerungen in mir empor, die ich nicht unterdrücken kann. Ich sehe in Zeitlupe ihre grünen Strähnen über die Wangen gleiten.

...

„Bruder Winteratem.“ Um mich herum lichtet sich der Nebel der Erinnerung, als ich meinen Namen höre. „Ich gebe auf. Ihr habt gewonnen.“ Erst jetzt bemerke ich, dass ich Blätterlieds Handgelenk immer noch fest umschlossen halte. Auf ihrer Haut bildet sich unter meinen Fingern ein tiefroter Abdruck. Die junge Frau kann nicht aufstehen und hat ihr Gesicht zu einer Grimasse aus Tapferkeit und Schmerz verzogen, während ich ihr Handgelenk umklammert halte. „Bruder Winteratem...würdet Ihr mich freundlicherweise...loslassen?“ Verdammt. Ich benehme mich vollkommen schwachsinnig. Abrupt lasse ich Blätterlied los, als hätte ich einen Schlag bekommen. „Natürlich. Verzeiht.“ Wir trennen uns voneinander und stehen auf, ohne die skeptischen Blicke der anderen zu registrieren. Was für ein seltsamer Abend.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 12:33

Altra, 28.04.2015

Elune adore, Shan'do,

ich hoffe, es geht Euch gut und Eure aktuellen Aufgaben sind zur Abwechslung friedlicher Natur.

Der Sprecher oder Bruder Scharfauge haben Euch sicherlich von unserem Auftrag erzählt. Die Schwestern Blattlied, Fal'adan und Wildfluss sowie ich sollten unter der Leitung von Bruder Scharfauge den Diebstahl eines Buches des Sprechers aufklären. Ein Auftrag, bei dem schon vorher von Schwester Blattlied spekuliert wurde, dass eigentlich gar kein Diebstahl stattgefunden hätte, sondern dies ein Test entweder des Bruders oder für uns sein sollte.

Die Begründung war recht überzeugend. Die folgenden Ereignisse lassen mich auch mehr und mehr glauben, dass der Diebstahl vorgetäuscht wurde und wir vier mit unseren Schwächen konfrontiert werden.

Ihr habt Schwester Fal'adan ja gesehen. Hättet Ihr, wenn ein wichtiger Gegenstand abhanden gekommen ist, der Frau die Befragung einer Kommandantin der Schildwache überlassen, die von uns allen diejenige ist, die am wenigsten im Umgang mit anderen Leuten geübt ist? Ich hatte die Kommandantin zwar auf Wunsch von Bruder Scharfauge vorgewarnt und sie ist sicher professionell genug, um uns notwendige Informationen auch freiwillig zu geben, aber das alles ist trotzdem seltsam.

Auch hatte der Gastwirt den Sprecher als "tobend" beschrieben. Ich habe Probleme mir vorzustellen, dass der Sprecher seinen Zorn an einem Unschuldigen auslässt. Eisige Höflichkeit würde vielleicht besser passen.

So etwas würde natürlich einiges an Planung voraussetzen, aber ich habe weiss inzwischen, dass diese kleine Prüfung einige Leute mehr beschäftigt, ausser uns Prüflingen.

Nach den Befragungen hatten wir schliesslich einen kleinen Hinweis und folgten diesem nach Süden bis wir ein Nachtlager aufschlugen. Und das war dann der Moment, an dem ich vollkommen versagt haben könnte. Ich werde wohl abwarten müssen, bis Bruder Scharfauge und Ihr die endgültige Beurteilung abgebt.

Wir alle schliefen ein, auch Schwester Wildfluss, die Wache halten sollte. Schliesslich weckte uns Bruder Scharfauge mit dem Hinweis, dass die Schwester verschwunden sei. Allerdings hatte der Begleiter von Schwester Blattlied, ein Naturgeist, gesehen, dass die Entführung durch Bruder Scharfauge erfolgte. Die Situation eskalierte recht schnell als Blattlied Scharfauge bedrohte, wenn er nicht sofort den Aufenthaltsort von Wildfluss nennen würde. Ich musste sogar einen Schlag nach dem Bruder abwehren.

Meine persönliche Meinung war und ist, dass der Test hier allein die Rettung der Schwester sein sollte und eigentlich müssten wir alle versagt haben. Der Streit und ein Brüllen von Fal'adan, das vermutlich in Lor'danel zu hören war, sollten Grund genug sein. Blattlied vertrat stattdessen den Standpunkt, dass wir die Entführung durch den Bruder ebenfalls als echt ansehen und entsprechend handeln sollten.

Schließlich folgten Fal'adan und ich den Spuren, während die anderen später nachkamen. Kurz danach kam Wildfluss mit leichteren Blessuren aus einer Höhle hinaus und wir brachten sie zum Lager zurück. Das Lager war während unserer Abwesenheit durchsucht worden und einige Gegenstände fehlten.

Auf Wunsch von Scharfauge wurde ein neuer Anführer gewählt. Die "Ehre" wurde mit zwei Stimmen bei zwei Enthaltungen mir erteilt, während Scharfauge die Gruppe verliess.

In einem echten Szenario hätte ich das Lager dann unverzüglich verlassen müssen, da es dem Feind bekannt ist. Mein erster Fehler als Anführerin, aber ich bringe es nicht über das Herz, Wildfluss zu wecken. Wir werden also morgen erst einmal Wildfluss befragen, was genau geschehen ist. Sie hatte aber schon angedeutet, dass Scharfauge ihr noch in Darnassus gesagt hätte, dass eine der Prüfungen ihre Angst vor Verrat betreffen würde. Und dann sehen wir weiter.

Ich will ehrlich sein: Viel Hoffnungen, dass wir bestehen, mache ich mir nicht. Eine Anführerin, die keine Übung hat. Eine Schwester, bei der ich langsam überrascht bin, dass sie unsere Sprache spricht, wenn ich mir anschaue, was sie alles nicht weiss. Eine Schwester, die vermutlich spätestens, wenn sie nicht mit mir übereinstimmt, ihren eigenen Weg gehen wird. Und eine, die ich noch nicht wirklich einschätzen kann und die somit meine größte Hoffnung ist.

Wenigstens gab mir Scharfauge den Hinweis, dass wir nicht alleine sind, sondern bewacht werden. Ich muss mir also heute tagsüber nicht um wilde Säbler Sorgen machen. Hoffe ich.

Bitte entschuldigt diesen wirren Brief. Ich freue mich auf die Rückkehr nach Darnassus. Und: könnte ich euch um etwas von diesem Firbolgbier bitten? Falls ich mich einigermassen gut schlage, bei diesem Auftrag?

Hochachtungsvoll
Altra Sommereiche.

P.S. die fehlenden Bezeichnungen "Bruder" und "Schwester" sind eher der Kürze geschuldet, als fehlendem Respekt.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 12:34

Altra, 30.04.2015

Elune adore, Shan'do,

ich schreibe Euch diesmal aus Astranaar, nehme aber an, dass dieser Brief nicht lange vor mir in Darnassus eintreffen wird. Ich möchte versuchen, den erneuten Bericht zu schreiben, solange mir die Ereignisse noch frisch im Gedächtnis sind. Mein letzter Brief endete, nachdem die "Entführung" von Wildfluss beendet wurde, nicht wahr?

Während der Nacht erhielt ich zwei Briefe von Scharfauge. In dem Ersten wurde ich angewiesen, am nächsten Morgen Blattlied unter einem Vorwand fortzuschicken und den zweiten Brief eine Stunde später zu öffnen.

Ich bat Blattlied daher darum, uns ein paar Kaninchen zu fangen. Sie schien es eilig zu haben, unsere Gruppe zu verlassen. Fal'adan war über meine Bitte allerdings nicht glücklich. Es tat mir schon leid, dass sie den Eindruck hatte, ich würde ihr die Jagd nicht zutrauen. Glücklicherweise konnte ich sie am Ende der Mission aufklären. Aber hier der Inhalt des zweiten Briefes:

An die gewählte Übungsleitung des Smaragdzirkels Altra Sommereiche

Ich danke vielmals für die Gelegenheit mich ohne weitere, zeitraubende, doch nutzlose Diskussion verabschieden zu können. Diese Übung ist längst zu einer Farce geworden, deren Weiterführung nichts anderes ist als eine unberechtigte Hochstellung Scharfauges.

Doch natürlich wünsche ich euch, dass Ihr es schafft die Schwestern etwas zur Räson zu bringen. Derweil werde ich mich in Darnassus meinen Studien widmen.

Gez. Velania Blätterlied

Ich bin froh, dass Wildfluss die Frage stellte, ob dieser Brief tatsächlich echt sei. Es sagt, denke ich, aber schon etwas aus, dass ich sie recht schnell überzeugen konnte, die Zweifel beiseite zu legen. Es half natürlich, dass Blattlied beinahe von uns fortrannte. Leider hatte Scharfauge nicht an ihr Gepäck gedacht, aber die kleine Tasche konnte ich unauffällig an mich nehmen.

Eine Befragung von Wildfluß zu ihrer Entführung ergab keine Hinweise auf unser eigentliches Ziel, ich werde diesen Teil daher überspringen. Er ist, denke ich, auch eher für die Schwester relevant, als für Fal'adan oder mich. Schließlich kehrten wir aufgrund eines letzten Hinweises von Scharfauge an mich zur Höhle zurück, wo sie hingebracht wurde.

Dort waren Blutspuren von Wildfluss' Verhör und ein Baumstumpf, unter dem wir schließlich ein Pergament mit einer Zeichnung entdeckten. Der Baumstumpf selber stammte aus dem Eschental und die Art selber ist nur auf einer kleinen Lichtung zu finden. Unser Ziel war also diese Lichtung. Ich muss zugeben, dass es recht lange dauerte, bis wir diese Hinweise als solche erkannten. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass jemand einen Baumstumpf durch das halbe Land schleift und bin davon ausgegangen, dass er einfach aus der Umgebung stammt. Anscheinend denke ich nicht kompliziert genug. Oder ich bin zu unaufmerksam. So oder so werde ich daran arbeiten müssen. Vielleicht hilft ja eins dieser geschliffenen Gläser, die einige Menschen nutzen, wenn sie nicht gut sehen?

Nach einer längeren Reise kamen wir an der Lichtung an und trafen dort auch Scharfauge. Eine Rast war trotz unserer Erschöpfung nicht möglich. Nachdem ich jetzt ausgeschlafen habe, muss ich ein Lob an den Bruder für Realismus aussprechen.

Die Planung des Zugriffs dauerte länger, als ich es gewohnt bin, aber das liess sich, befürchte ich, nicht vermeiden. Mir fehlte die Erfahrung und es half nicht, dass Fal'adan regelmässig Erklärungen benötigte. "Was ist ein Zau-ber?" ist eine Frage, bei der ich dann doch sprachlos war. Gut, dass Wildfluß mehr Erfahrung hatte. Ohne sie wäre diese Mission vermutlich ein Desaster geworden. Sie hat übrigens ein Art Wurfgeschoss improvisiert, mit denen man einen Gegner blenden kann. Ich bat sie darum, auch Fal'adan eines herzustellen. "Was mache ich damit?" Elune steh mir bei. Vielleicht sollten wir einmal eine Lehrstunde für improvisierte Waffen abhalten?

Wichtig war natürlich auch, das Buch zu beschützen. Es lag genau neben einer Kerze, so dass wir auch in Betracht ziehen mussten, dass unsere Gegner das Buch lieber zerstört, als in unseren Händen sehen würden. Scharfauge hatte daher Recht, als er uns darauf hinwies, dass wir am Besten jeder einen Gegner angreifen sollten. Mein Plan wäre gewesen, erst eine von uns bemerkte Kundschafterin auszuschalten und dann die beiden anderen Gegner anzugreifen. Mein Gedanke war, dass sie (Bogenschützin, saß in einem Baum) schwer zu erreichen sei und uns mit dem Bogen alle erreichen könnte.

Schließlich brachen wir auf. Ich war so froh, dass ich vergaß, den Stärkungszauber für uns auszusprechen, den ich doch extra noch geübt hatte. Ein Punkt gegen mich. Andererseits verging genug Zeit zwischen unserer Trennung, nach der wir zu unseren einzelnen Zielen schlichen und dem Angriff, dass der Effekt vielleicht schon geendet hätte. Ich werde einmal sehen müssen, wie lange der Zauber hält und vor allem, wie weit der Abstand zwischen den Zielen sein kann.

Als Gegner hatten wir zum Einen die Kundschafterin, die Wildfluss übernahm. Leider hatte sie sich von ihrem ursprünglichen Standpunkt fortbewegt, so dass Wildfluss sie noch einmal suchen musste. Wundern tut es mich natürlich nicht, aber so verging noch mehr Zeit. Fal'adan sollte den Nahkämpfer mit Holzbrett (ihre Worte!) angreifen, während ich einen Bruder mit Kampfstab als Ziel hatte. Einen Druiden.

Den Kampf der Schwestern sah ich selber nicht, da ich mein eigenes Ziel vor Augen hatte. Ein guter Anführer sollte vermutlich den Überblick behalten, aber ich weiss nicht, was ich in dem Fall hätte besser machen können.

Selber begann ich den Kampf mit einem Zornzauber, dem der Bruder leider knapp ausweichen konnte. Sein eigener Zauber verfehlte zu meinem Glück bei weitem. Dann konnte ich ihn am ganzen Körper mit einem Wurzelzauber fesseln. Der Abstand wurde mit einem schnellen Sprint überwunden und er gab auf, als ich ihm meine Hellebarde an die Kehle setzte.

Fal'adan hatte ihren Kampf auch gewonnen. Dem abgerissenen, sandigen Helm nach zu urteilen, hatte Wildfluss' Wurfwaffe ihren Zweck erfüllt. Die gegnerische Schützin flüchtete nach einem letzten Pfeil.

Das Ergebnis: Das Buch ist gerettet, Fal'adan und ich blieben unverletzt, Wildfluß trug leichte Blessuren davon. Also ein Erfolg, für den wir auch ein Lob davon trugen.

Mein persönliches Fazit: Ich werde noch viel an mir zu arbeiten haben, denke aber, dass ich mich nicht zu schlecht geschlagen habe. Die Mission selber war, abgesehen von dem Vorfall mit Blattlied, fordernd und ich hätte nichts gegen eine Wiederholung. Nur die Entführung von Wildfluss empfand ich als etwas unbefriedigend. Warum wurde sie durchgeführt? Und warum wurde die Schwester dann einfach freigelassen? Der Zusammenhang erschliesst sich mir noch nicht.

Die Beurteilungen von Scharfauge und Euch stehen natürlich noch aus. Zuerst wird es eine Besprechung in der Gruppe und dann wohl noch Einzelgespräche geben, sobald wir zurück in Darnassus sind. Ein gemeinsamer Ritt mit Säblern führte uns gestern nach Astranaar und morgen fliegen wir mit Hippogryphen weiter, um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu steigern, was die Heimreise etwas verzögern wird.

Ich hoffe, wir sehen uns bald.

Altra Sommereiche

P.S.: die fehlenden Bezeichnungen "Bruder" und "Schwester" sind eher der Kürze geschuldet, als fehlendem Respekt, wobei die Eule, die diesen Brief tragen soll, dennoch recht skeptisch dreinschaut. Der Brief ist wohl zu lang.

P.P.S: Für den Fall, dass wir den Kampf verlieren, hatten wir noch überlegt, dass ich, soweit überhaupt noch möglich, als Krähe das Buch an mich nehme und so schnell, wie möglich fliehe. Kein Plan, der mir gefällt, aber in einem reellen Szenario mit einem reellen wichtigen Buch vielleicht denkbar?


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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   08.05.15 12:34

Altra, 04.05.2015

Altra atmet tief durch, als die Kämpfer auseinander gehen.

Nicht übel, Blätterlied. Nicht übel. Ihr landet einen starken Treffer und nennt den Bruder dann den Sieger. Als ob Ihr ihm den Sieg schenkt. Und ein Lob von Eurem Shan'do habt Ihr auch erhalten, während er Bruder Scharfauge nicht beachtete.

Ich frage mich, wer diesen kleinen Zweikampf tatsächlich gewonnen hat.

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