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 Kleine Geschichten aus dem Zirkel

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Altra

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:18

Luthien, 29.04.2011

Unwillkürlich atmete sie tief durch als riesige Baum in Sicht kam. "Ruth'theran voraus!" schallte es über das Deck.
Still stand die Kaldorei am Bug, die Hände auf der Reling abgestützt und ihre Augen tranken förmlich den vertrauten Anblick, während der Wind die schwere nachtblaue Haarmähne durchzauste.
Sich der Aufgaben, die auf sie warteten bewusst, war in diesem Moment ihr Herz dennoch leicht. Zuhause.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:18

Tyradiel, 29.04.2011

In tiefster Nacht und wohl als letzter seiner Einheit kehrt der Druide zurück. Erneut die Strapazen der Reise auf sich nehmend steht er wartend auf den Planken des Schiffes. Allerlei Gedanken wandern durch den Geist des Druiden. Immer wieder fragt er sich, weshalb er und seine Kameraden zurückgerufen worden sind. Er hatte trotz aller Verzögerung das Gefühl das es vorwärts ginge. Aber gut, der Sprecher wird seine Gründe haben und er muss die Weisungen des Zirkels berücksichtigen.
Trotz aller Bedenken erleuchtet jedoch ein kurzer Gedanke die ernste Miene Tyradriels, ein kurzes Lächeln wandert über seine Lippen als er Teldrassil aus der Ferne erblickt.

"Keine Zeit um sich auszuruhen, die Welt zerbricht.. es gibt viel zu tun"

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:18

Gaomee, 30.04.2011

Trauer spiegelte sich in ihrem Blick, als sie auf die unter ihr liegende Stadt herabsah. Silbernes Mondlicht brach sich auf der funkelnden Oberfläche des Sees, dessen frisches Quellwasser das Leben spendete, das in dieser Stadt alles aufrecht erhielt. Teldrassil sorgte für seine Kinder und gab ihnen, was sie zum Dasein benötigten. Jedoch konnte er ihnen nicht bei allem helfen, was ihr Leben beeinflusste.

Ihre mondlichtfarbenen Augen sahen dem hellen Punkt nach, der sich eilends von den Stadtgrenzen entfernte, dessen Flügel ihn immer weiter dem abendlichen Himmel entgegentrugen und der bald nur noch als feiner Funken zwischen den anderen Sternen zu erkennen war.
Warum musste es so schwierig sein in dieser Zeit. Freunde kamen. Andere gingen. Solche, denen sie viel verdankte.

"Welchen Grund gibt es, der uns diese Prüfungen auferlegt?", murmelte sie leise und stieß einen Seufzer aus, ehe sie sich abwandte. Diese und andere Fragen kamen ihr in den Sinn. Antworten kannte sie keine darauf. Anderen würden sie belanglos erscheinen, doch ihre Gedanken waren beherrscht davon, was die Zukunft noch bereithalten mochte.

Langsam setzte sie ihre Schritte auf das harte Holz und schritt nach unten auf die Aufenthaltsplattform zu. Ihre Mimik blieb umwölkt, zu sehr war sie vertieft in das, was geschehen war. Erst, als sie eine Gestalt auf der unteren Plattform ausmachte, deren blattgrünes Haar erkennen ließ, wen sie vor sich hatte, legte sich ein Lächeln um ihre Züge.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:19

Luthien, 02.05.2011

So trüb wie die neblig-graue Morgendämmerung waren die Gedanken der kleinen Kaldorei. Müde der Blick, der über die Dächer der einschlafenden Stadt wanderte, ehe sie den schweren Vorhang gänzlich zuzog und sich dem Inneren ihres Quartiers zuwandte.

Auf den wenigen Schritten zu ihrem Lager streifte ihr Blick den elegant geschwungenen Zweihänder im Waffenregal an der Wand, das Kartenmaterial von Hyjal und Teufelswald auf dem Tisch, die marschbereite Ausrüstung auf der Bank daneben.
Und wieder dieses Warten, dachte sie resignierend. Wann haben wir aufgehört zu handeln wenn es an der Zeit war?
Momente lang starrte sie auf die gerahmte Kohlezeichnung an der Wand, die sie selbst zeigte, ohne sie wirklich zu sehen, ehe ihr Gewand an ihr herab zu Boden fiel und sie sich auf dem Lager ausstreckte. Wann haben wir uns so abhängig gemacht von den Taten anderer?

Sie zog die dünne Decke über sich und vergrub den Kopf im Kissen, tief den vertrauten, herben Duft einatmend, der aus dem Stoff aufstieg und sie wohlig zu umfangen schien. Wenig später waren ihre tiefen, gleichmäßigen Atemzüge das einzige vernehmbare Geräusch.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:19

Tyradriel, 02.05.2011

Mit eiserner Miene und nachdenklichem Blick starrt der Druide auf den See an dem er vor langer Zeit bereits sein Lager in den Wäldern von Teldrassil errichtet hat. Die jüngsten Ereignisse wandern ihn unentwegt durch den Kopf. Vieles wird auf ihn zukommen, es ist Zeit sich die jungen zu führen und ihnen den Weg des Druiden aufzuzeigen. Jedoch fällt es schwer einen klaren Kopf zu behalten, denn Zweifel plagen den Geist des Druiden. Er beginnt zu hinterfragen nachdem was ihm Morgentau berichtete, er begann jene Worte zu vergleichen.. die ihren und die von Morgennebel.

"Wer spricht nur die Wahrheit?" Murmelt er in Gedanken.
"Gewissheit...alles was ich brauche ist Gewissheit" Der Blick des Druiden wendet sich vom See ab und er blickt zu seinem Schlafplatz, zu jener Kaldorei die dort im tiefen Schlummer ruht. Er tritt an sie heran, und mustert sie. Ein sanftes Lächeln erhellt die festgefahrene Miene des Druiden und er legt sich an ihre Seite um Ruhe zu finden.

"Gewissheit...lediglich..Gewissheit" flüstert er während er die Augen schließt und sich seinen Träumen hingibt.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:19

Luthien, 03.05.2011

Leises Rascheln, gefolgt von dem zischenden Flüstern mit dem Luft sich unter Flügelschlägen teilt und einem kratzenden Geräusch, als die Eule auf dem Bettpfosten landete und ein paar Schritte darauf entlang hüpfte... mit sich nach rechts und links drehendem Kopf beäugte sie die Elfe auf dem Lager.

Luthien schlug die Augen auf und blinzelte träge in das schummrige Zwielicht, in das die tiefstehende Sonne des frühen Abends ihr Quartier durch die schweren Vorhänge tauchte.
Erst nach einigen Momenten richtete sie sich auf, streckte sich in einer ruhigen Bewegung nach dem Vogel. Na, was bringst du mir, mein Freund? murmelte sie verschlafen und strich dem gefiederten Boten kurz sachte über das Brustkleid, ehe sie die kleine, hölzerne Nachrichtenkapsel von seinem Bein löste.
Ein klein gerolltes Pergament kam aus dem Behältnis zum Vorschein. Sie gähnte und strich sich mit einer Hand durch die Haare, während sie mit der anderen die Nachricht entrollte. Ihr schlaftrunkener Blick fiel auf den Zweizeiler und plötzlich war sie hellwach. Endlich... , entfuhr es ihr.

Wir haben Nachricht. Informiere die Einheit.
Wir brechen heute auf. Tyrr

Kaum 10 Minuten später war die kleine Kaldorei in voller Rüstung auf dem Weg in die Enklave um in konzentrierter Anspannung die restlichen Vorbereitungen abzuschliessen.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:20

Tyrr, 03.05.2011

Die Sonne brach sich durch das Blätterdach der kranken Bäume. Früher war es hier eub paradiesischer Ort, doch seit dem Krieg war es trotz der letzten Fortschritte ein von Krankheit gezeichneter Teil des Ashenvales.

Langsam richtete er sich auf und blickte über die Lichtung, die Tauren die diesen Ort bewohnten und dem Zirkel dienten waren schon wach, während die meisten der Kaldorei tief und fest schliefen. Heute Abend wäre es soweit, sie würden dem Denker endlich geben was er verdiente.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:20

Gaomee, 03.05.2011

Schwingen waren vor Müdigkeit schwer. Sie hatte sich auf einem hohlen Ast niedergelassen, als ihre Flügelschläge an Eleganz verloren hatten und sie Gefahr gelaufen war, der Erschöpfung zu erliegen. Ihre bernsteinfarbenen Augen fixierten das dichte Blätterdach über ihr. Bräunliche Farben drängten sich ihr auf. Nur wenig grün und wenn, dann wirkte es seltsam fehl am Platze, als sei es ein Aussenseiter unter Gleichgesinnten.

Einsame Sonnenstrahlen drangen durch die tristen Baumkronen, so denn sie überhaupt noch Lebenszeichen senden konnten. Manche Äste waren kahl, befallen von Moos und anderen Pilzen, die sich von der krankhaften Energie ernähren mochten. Selbst in dieser Gestalt spürte sie die krankhafte Flüssigkeit, die das Holz unter ihr befallen hatte. Dieser Gedanke war nicht beruhigend, wie sie befand. Noch weniger beruhigend, als die Gewissheit, dass die drei dunkel gewandeten Gestalten noch immer unter ihr verweilten.

Sinke nicht tiefer als 100 Fuß, hatte ihr Bruder Nebelfalke eindringlich gesagt und sie hatte ernst genickt. Sie wusste nicht, wieviel Fuß nun zwischen ihr und dem Feind lagen, doch allein ihre Aura ließ sie bis in die Gefiederspitzen erschaudern. Selbst, wenn es ihr befohlen worden wäre. Näher heran wäre sie nicht geflogen. Ihre anfängliche Neugier hatte sich schnell verflüchtigt, als sie den Ruinen nahe gekommen war und die Verderbnis greifbar sich ihrer bemächtigt hatte. Kurz hatte sie gelaubt, auf der Stelle umkehren zu müssen, denn schon allein die gepeinigten Schreie der Natur gaben ihr das Gefühl, innerlich vor Trauer zerbersten zu müssen.

Ihre Krallen bohrten sich haltsuchend in das morsche Holz unter ihr. Nun war sie hier, geblieben, um ihrer Pflicht nachzugehen. Allein in einem Wald, dessen Herz zutiefst verstört war. Es war absurd und doch glaubte sie, dass diese drei Schatten dem Wald noch mehr Schmerz zufügten, als er bereits litt. Konnte das Leid der Natur in diesem Wald noch größer sein?

Ein helles Knacken erklang und ließ die Stille des Morgens verblassen. Sie erstarrte, allein ihre Augen ruckten umher, in der Hoffnung erfassen zu können, was diesen Laut verursacht hatte. Es blieb stumm um sie herum, auch der Feind verharrte weiterhin in seiner lauernden Position.

Sie öffnete geräuschlos ihre Flügel und löste die Spannung erst, als die Schwingen zu zittern begannen. Immer noch, dachte die junge Druidin unglücklich und legte sie eng an den Körper an. Allzu lange wollte sie hier nicht mehr verweilen. Es gab viel zu tun und sie musste ausgeruht sein für den heutigen Abend.

Wieder huschte ihr Blick hinauf zum Blätterdach. Die anderen mussten bereits erwacht sein und würden feststellen, dass sie noch immer nicht zurückgekehrt war. Vielleicht konnte sie es dennoch schaffen zum Smaragdrefugium zurückzukehren, wenn sie sich von den Winden tragen ließ. Sie überlegte kurz, ehe sie den Entschluss fasste. Nach einem letzten Blick hinab auf die verseuchte Lichtung, stieß sie sich vom trockenen Ast ab, der ein Stöhnen von sich gab. Das Geräusch ließ ihr Herz sich zusammenziehen, doch sie verdrängte die Trauer und öffnete die Flügel weit, um sich von einer der kommenden Windböen hinauf tragen zu lassen. Fort von diesem Ort, hin zu denjenigen, zu denen sie gehörte.

Ein Gesicht tauchte vor ihrem geistigen Auge auf. Ein Schemen und doch klar erkennbar. Ein lächelndes Gesicht, das ihr zunickte und etwas sagte, ehe es verblasste und doch blieb die Wärme des Lächelns bestehen und gab ihr Kraft, den Weg zurückzulegen, den sie zu bewältigen hatte.


Zuletzt von Altra am 24.10.12 15:47 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:21

Luthien, 05.05.2011

Dumpfer Schmerz durchfuhr sie. Langsam hob sie den Kopf von ihren Armen, die verschränkt auf dem Bett vor ihr lagen und wischte sich mit einer Hand über das Gesicht. Sie musste eingeschlafen sein, nachdem Hainläufer die schwere Verletzung des Spähers behandelt hatte... erschöpft von dem Kampf und der langen Wacht an Nebelfalkes Lager.
Nur allmählich wurde ihr Blick klarer und erfasste den schlafenden Kaldorei auf dem Lager, vor dem sie in mehr oder weniger unbequemer Haltung auf dem Boden hockte. Die flache unruhige Atmung war tiefen, gleichmäßigen Atemzügen gewichen. Immer noch war er blass und doch hatten seine Züge die beängstigende Fahlheit verloren, welche vor einigen Stunden in ihnen gelegen hatte. Sie streckte den Arm aus und legte ihre Hand sachte auf die Stirn des Spähers. Ein warmes Lächeln stahl sich in ihre Züge, als sie spürte, dass auch die trockene, fiebrige Hitze aus seiner Haut gewichen war. Das Schlimmste war überstanden und er würde sich erholen, alles was es nun brauchte war Zeit.

Leise stöhnte sie auf, als sie sich zu rühren versuchte und ihre versteiften Glieder erneut ihren Protest kundtaten. Langsam und mit der behenden Geschmeidigkeit eines Greises richtete sie sich letztlich auf und streckte sich. Noch einmal blickte sie auf den Schlafenden, beugte sich hinab und zog die Decke zurecht, ehe sie sich umwandte und etwas steiffen Schrittes die Rampe hinunter ging.

Die friedvolle Ruhe der Mondlichtung legte sich wohltuend um ihre Sinne als sie aus dem Gebäude heraus trat und das sich brechende Sternenlicht auf dem Elune'ara war eine Einladung, der sie sich nach den Strapazen der letzten Nächte und Wochen nicht verwehren konnte.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:21

Tyradriel, 05.05.2011

Zum ersten Mal in seinem langen Leben verspürte Tyradriel den Drang nach Eile. Sein Ziel war erneut die Hauptstadt der Menschen, ein letzter Schritt musste getan werden um mit diesem Desaster endlich abschließen zu können. Er nam selbst den Umstand in Kauf sich auf einen Hyppogreifen zu setzen, obwohl er doch die Reisen in der Luft so hasste. Ein Umstand der sich wohl nie ändern wird, aber das war ihm in diesem Moment egal, er musste die Reste "des Denkers" der Klinge überreichen, und dann, ja dann würde der Druide endlich zur Ruhe kommen können.

Seitdem Kampf fand er keinen Schlaf, sein Körper beginnt ihm nicht mehr richtig zu gehorchen, sein Gang und seine Atmung sind schwer. Jede Ruhe wich aus seinem Körper und seinem Geist er ist nur noch davon angetrieben die Überreste seines Feindes als "Beweis" der Klinge abzuliefern.
"Wie abschäulich muss man sein um solch einen wiederwärtigen Beweis zu fordern ?"

Dachte sich Tyradriel als er den Hafen von Sturmwind am Horizont erblickte. Ungeduld machte sich breit und der sonst so gefasste Druide ging die Planken des Schiffes auf und ab. Plötzlich erfuhr ihm ein kalter Schauer, er blickte zum Hafen und sah die schwarze Gestalt die wohl auf sein kommen bereits wartet. Das Schiff war nur noch wenige Atemzüge davon entfernt endlich Halt zu machen und der Druide ging langsam auf den Todesritter zu, er entgegnete ihm mit einem hämischen Grinsen als er die überbrachte Ware begutachtete. Belanglose Worte wurden gewechselt, sogar Dank heuchelte der Druide vor und wandte sich wieder ab. Es wurde Zeit jenen Zauber anzuwenden der die Rückreise zur Mondlichtung erleichtern sollte. Runenmagie so nannte es sein Shan'do, der Bund zu jenem Ort sollte ihn ohne Probleme dorthin bringen.

Er brachte die letzte Kraft auf die in seinem Leib vorhanden war und sprach jenen Spruch, nur langsam und stetig verschwimmte die Gestalt des Druiden, und es hat den Anschein als würde er von der Brise der See davon getragen werden.

Angekommen in Mondlichtung lässt der Körper des Druiden ihn nun die Strapazen des Kampfes, der Verletzungen und der letztendlichen Reise spüren. Stützend auf seinem Stab geht er schweren Schrittes durch das Dorf Nachthafen, sein Ziel war nur das Gasthaus indem die anderen ruhten. Eine Rampe zu einem höhergelegenen Stockwerk trennte ihn von seiner verdienten Rast, als sein Blick über die anhöhe wandert blickt er zu den beiden Kaldorei die sich selbst gerade von ihren Wunden ausruhen. Jene eine entgegnet ihn mit einen warmen Lächeln.

"Dieses Lächeln.. das war es wert."
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:21

Gaomee, 10.05.2011

Tränen rannen über die Wangen der jungen Druidin, als sie den Schatten des Kaldorei immer weiter verblassen sah. Sie fühlte sich elend. Sein gebeugter Gang drückte das aus, was sie fühlte. Unendlichen Schmerz und eine Trauer, die ihr das Herz zusammenschnürte. Das Gefühl schien sie innerlich zerreißen zu wollen.

Hol ihn zurück, drängte eine Stimme eindringlich in ihrem Kopf. Lass ihn nicht ziehen! Immer und immer wieder forderte der Ruf ihr Gehör und doch war das Einzige, was sie ihm als Antwort entgegenbrachte, ein schaudernder Atemzug, der auf weitere Tränen folgte.

Ihre Hand hob sich beinahe wie von selbst und wischte die nassen Spuren ihrer Schwäche davon. Nicht schnell genug wie es schien, denn immer neue Tränen folgten den Übrigen und machten ein Trocknen unmöglich.

Wieder hallte eine Frage durch ihren Kopf: Wie waren sie an diesen Punkt gekommen? Wo in Elunes Namen hatte sich der Weg im dichten Geäst des Waldes verfangen und hatte sie die Orientierung verlieren lassen?

Sie blinzelte. Ein müder Versuch, klare Sicht zu bekommen. Vor ihr erstreckte sich die ruhige Enklave, dahinter folgte der Blick auf die Insel inmitten des Herzens ihrer Stadt. Der helle, marmorne Stein der Brücke, die zu ihr führte, war verlassen. Die einsame Gestalt, die sie zu sich gerufen hatte, mit jedem Schritt, den sie tat, war verschwunden. Fort. Gegangen. Einfach von einem Moment auf den anderen war sie allein. Eine Erkenntnis, die sie aufschluchzen ließ. Das Gefühl der Endgültigkeit dieses Geschehens bemächtigte sich ihrer wie eine Krähe ihrer Beute im Flug.

Du hättest mit ihm gehen können, dummes Kind, schalt sie die eigene Stimme, doch die Kaldorei verdrängte diese Worte. Ihr Platz war hier. In der Enklave. Im Smaragdzirkel. Sie konnte nicht mit ihm gehen.

Einen letzten Blick warf sie auf die Brücke, die irrsinnige Hoffnung hegend, dass er zurückkehren würde, sie nicht zurückließ, so wie sie ihn allein gehen hatte lassen. Schließlich wandte sie sich um.

Die Enklave zeigte sich ihr in einem ruhigen Licht. Doch das Licht schien ihr trüb und trist. Langsam setzte sie ihre Füße den Aufgang hinauf und fühlte die Trauer wie eine schwere Last auf ihren Schultern liegen.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:23

Lillassea, 13.05.2011

Sie saß an dem dicken Baum der Enklave in Darnassus, ihre weiße Säblerin neben sich liegend, welche gerade ihr Junges säugte. Ellistrae lächelte schwach, als sie Mutter und Tochter so vertraut miteinander sah. Mutter und Tochter...wie einst die Druidin Linyenwa und ich. Ihr Blick wurde verschwommen, noch immer spürte sie den Schmerz des Verlustes tief in ihrem Innersten. Linyenwa...alles war für dich immer so selbstverständlich ebenso, dass du stets dein Leben für mich riskiert hast. Wie konntest du nur gehen? Warum hast du mich verlassen? Einige Druiden gingen vorbei, Ellistrae schenkte ihnen ein höfliches Kopfnicken und ein kleines Lächeln. Darnassus ist voll von Kaldorei...wie kann es da nur sein, dass ich mich so schrecklich einsam und verlassen fühle? Die Säblerin hob ihren Blick gen Ellistrae und stupste diese liebevoll mit ihrer Schnauze an. Blaue Augen trafen die silbrigen Augen der Jägerin und sie lächelte. Du hast recht, ich bin ja gar nicht allein, ich habe ja euch.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:24

Luthien, 16.05.2011

Rauschend teilte sich die Luft unter den kraftvollen Flügelschlägen, wurde verwirbelt, griff in ihre nachtblauen Flechten und zauste sie. Kal'Nor reckte den Kopf in die Höhe und stiess einen krächzenden Schrei aus, als er letztlich nur wenige Schritte von ihr auf dem Boden aufsetzte.

Die kleine Kaldorei trat langsam auf den Hippogryph zu und legte die Linke sachte auf seinen Schnabel. Ihre rechte Hand glitt durch das Hals- und Nackengefieder des Tieres und im ruhigen Singsang ihrer Muttersprache murmelte sie einige Worte der Begrüßung.

Noch war es früh, doch in wenigen Stunden würde sie nach Darnassus aufbrechen. Die erste Zusammenkunft nach dem kräftezehrenden Einsatz stand an und es gab ein paar Dinge zu erledigen. So bald wie möglich jedoch wollte sie nach Nachthafen zurückkehren, um weiter über die Genesung des Spähers wachen zu können.
Unwillkürlich nickte sie leicht... der Aufenthalt in Moonglade kam auch ihren Studien zugute. Sie war gespannt was Shan'do Hainläufer zu ihren Fortschritten sagen würde. Ein Lächeln schlich sich in ihre Züge, als sie Kal'Nor eine weitere Leckerei zusteckte und sich dann auf den Weg zu ihrer Unterkunft machte, um letzte Vorbereitungen zu treffen.
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:24

Luthien, 17.05.2011

Nachdenklich strich sie sich mit einer Hand eine Strähne aus der Stirn und nippte dann an der Teeschale mit dem dampfenden Inhalt in ihrer anderen.

Die Einheit hatte im Rahmen der Zusammenkunft und der darauffolgenden Gesrpäche druidischen Zuwachs erfahren. Zwei erfahrene Druiden, von denen einer auch direkt seinen Thero'shan an die Einheit heranführte und... eine Druidin.
Ein amüsiert-skeptischer Ausdruck legte sich über ihre Züge als sich, im Gedanken an die Schwester des Sprechers, unwillkürlich ihre Brauen leicht über der Nasenwurzel zusammenzogen und wie zum Widerspruch ihre Mundwinkel in einem sachten Schmunzeln hoben.

Theiyar hatte während der Zusammenkunft ihre Gedanken schon ausgesprochen. Zwei Morgennebel... geht das gut?

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:25

Gaomee, 18.05.2011

Mit einem sanften Lächeln erhob sie sich zwischen den Gräsern. Ihr Blick verweilte noch kurz auf dem Jungtier und seiner Mutter, ehe sie sich abwandte und nach Lor´danel zurückkehrte. Sie hatte getan, was wichtig gewesen war, damit das Junge stark und kräftig werden würde, auch, wenn sie den Vater nicht hatte heilen können. Der Kreis der Natur barg seine eigenen Geheimnisse und so hatte er ihr die Richtung vorgegeben, in die sie gehen musste.

Das Jungtier war dazu bestimmt fortzubestehen. Die Krankheit, die es befallen hatte, war ein Parasit, nichts, was die Natur willentlich geschaffen hatte.

Müde strich sie sich das immer noch viel zu kurze helle Haar aus dem Gesicht. Vereinzelt waren nun wieder azurblaue Strähnen zu sehen. Wie lange es wohl dauern mochte, bis ihr eigener Körper sich wieder von allen Strapazen erholt hatte, dachte sie. Nachdenklich ließ sie eine der schneeweißen Haare durch ihre Fingerspitzen wandern. Die Druiden am Hyal hatten ihr gesagt, dass sie nicht vorausahnen konnten, wie lange diese Schwächung des Immunsystems bei ihr dauern mochte. Nun waren es beinahe zwei Jahre, die vergangen waren. Und noch immer hatte sie nicht ihre ursprüngliche Haarfarbe zurückerhalten.

Sie lächelte flüchtig. Kümmerte es sie wirklich? Manchmal, wenn ihre Stimmung zu nachdenklich wurde, dann stellte sie sich solche Fragen, doch die meiste Zeit über verschwendete sie keinen Gedanken daran.

Es gab wichtigeres. Zumal sie Nachricht erhalten hatte, dass die Einheit sich vergrößert hatte. Drei Druiden und eine weitere Thero´shan. Sie nickte. Es gab wirklich andere Dinge, an die sie nun denken musste.

Schnell lenkte sie ihre Schritte aus dem dichten Unterholz des Waldes und ließ die Wandlung durch ihren Körper strömen. Mit kraftvollen Flügelschlägen erhob sie sich in Gestalt der Krähe in den Morgenhimmel, um nach Teldrassil zurückzukehren.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:25

Luthien, 24.05.2011

Heiltee zubereiten, Meditationen, Verbände und Kräuterauflagen wechseln, schulen und stärken ihrer Verbindung zur Natur, Heiltee zubereiten, Meditationen, körperliches Training, Verbände und Kräuterauflagen wechseln, darauf achten dass Nebelfalke ausreichend trank und aß und mit Freude beobachten, wie er sich zunehmend erholte... daraus bestanden ihre Nächte und für den Moment war sie es zufrieden, wenngleich kommende Aufgaben bereits am Horizont standen.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:25

Luthien, 31.05.2011

Ruhig schritt sie den Weg zu ihrem Quartier entlang, während ihr Blick über den See und die Gebäude des nahen Handwerkerviertels wanderte. Die Geräusche des Stadtlebens drangen an ihr Ohr, sie nickte dem einen oder anderen bekannten Gesicht einen freundlichen Gruß zu, alles war vertraut und dennoch fühlte sie sich auf seltsame Art fremd.

Woran lag das? Hatte es mit ihrem Fortschreiten auf dem druidischen Pfad zu tun, dass sie sich in manchen Situationen zunehmend deplaziert fühlte? ... so als würde sie sich selbst in ihrer Rolle wie von aussen wie eine interessierte Fremde betrachten. Die Zeit auf der Mondlichtung, ihre Studien in Nachthafen...all dies schien ihrer selbst so viel näher als ihr Quartier in Darnassus.
Sie fühlte sich im Innern rastlos... heimatlos, wie ein Wanderer zwischen den Welten. Weder der einen, noch der anderen so ganz zugehörig und dennoch... wenn sie in ihrem Innern den Puls der Natur, den Herzschlag der Wildnis spürte, dann wusste sie wohin sie gehörte. Nur war ihr Weg dorthin noch lange nicht zuende. Eine verwirrende Zeit, in der Hainläufer ihr oft wie der einzig sichere Halt und eine Zuflucht erschien. So nahm sie sich vor, mit ihrem Shan'do über diese Gedanken und Empfindungen zu sprechen sobald sich die Zeit fand.

Sie strich sich mit einer Hand die Haare aus der Stirn, während sie weiter gedankenversunken voran schritt und allmählich das Handwerkerviertel erreichte. In einiger Entfernung konnte sie schon den Balkon ihrer Unterkunft erkennen.

Sie dachte an die junge Kaldorei, die so voller Enthusiasmus ihren Wunsch bekräftigt hatte, in den Dienst der Einheit zu treten. Flüchtig hoben sich ihre Mundwinkel. Verstärkung in den Reihen der Verteidiger wäre durchaus willkommen, waren sie doch derzeit nur eine Handvoll zur Unterstützung der Druiden und Nebelfalke's Genesung würde sicher noch eine Weile in Anspruch nehmen.

Einige der Druiden kümmerten sich derweil um unterschiedliche Aufgaben des Zirkels. Doch noch immer tobte der Säuberungskampf auf dem Hyjal, immer noch wandt sich die Welt unter dem Schritt des Schwarzen und vielerorts trieb die Verderbnis neue Blüten. Sie war sicher, bald schon würde es den nächsten Einsatz für die Gruppe als Einheit geben. Es gab immer einen nächsten Einsatz.

Es dämmerte bereits, als sie den schweren Vorhang zur Seite schob und langsam ihr Quartier betrat. Fast mechanisch bereitete sie sich einen Tee und verfasste zwei Nachrichten, die sie am Abend als erstes verschicken wollte. Mit einem Seufzen streckte sie sich auf ihrem Lager aus und Schlaf umfing sie binnen weniger Augenblicke.


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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:26

Luthien, 02.06.2011

Träge blinzelte sie in das Zwielicht ihres Quartiers. Später Nachmittag musste es sein. Unwillkürlich lächelte sie, als ihr in verschlafener Langsamkeit bewusst wurde, dass sie heute Nacht zur Mondlichtung zurückkehren würde.

Leicht waren ihre Gedanken und zuversichtlich wie seit Wochen und Monaten nicht mehr. Sie würde Nebelfalke sehen, dessen Genesung sicher weiter vorangeschritten war, und... sie freute sich über die guten Neuigkeiten, welche die Einheit letzte Nacht erreicht hatten und die sie ihm würde mitbringen können.

Gleich nach dem Heiltraining von Schwester Dunkelblüte würde sie aufbrechen
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:26

Luthien, 04.06.2011

Mit einem leisen Ächzen richtete sie den Oberkörper auf und streckte den Rücken durch. Immer noch das Tuch in der Hand, mit dem sie ihre Lederrüstung eingefettet hatte, betrachtete sie dann prüfend ihr Werk, drehte jedes Stück noch einmal zur Kontrolle und nickte letztlich zufrieden.

Kurze Zeit später saß sie auf der Brücke, welche die beiden großen Unterkünfte in Nachthafen verband, mit untergeschlagenen Beinen und man hörte das leise, regelmäßige Schleifen, mit dem sie den Wetzstein über die Klinge eines ihrer Dolche zog.

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Altra

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:28

Gaomee, 07.06.2011

Mit einem Lächeln blickte sie auf die Weite unter ihr. In der Ferne, tief unter sich, konnte sie die schimmernde Wasseroberfläche sehen, die den Teppich des Meeres wob. Die Sonne ließ einzelne, helle Flecken zu einem Muster sich verbinden. Ein Schauspiel, dem sie nun schon seit einiger Zeit fasziniert zusah.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:28

Luthien, 08.06.2011

Gedankenverloren ruhte ihr Blick auf dem schlafenden Kaldorei auf dem Lager neben dem ihren. Nebelfalke hatte deutlich an Gewicht verloren und dennoch...jeder Atemzug, jedes Heben und Senken seines Brustkorbes schien ihr wie ein kleiner Triumph über das Schicksal.
Nur langsam schritt seine Genesung voran, aber dennoch stetig. Nachdem er nun zumindest kurzfristig schon auf den Beinen sein konnte und wieder in der Lage war feste, kräftigere Nahrung zu sich zu nehmen, würde er nun auch bald wieder mehr zu Kräften kommen.

Langsam drehte sie sich auf den Rücken und legte den Kopf auf ihrem untergeschlagenen Arm ab. Sie war zuversichtlich. Nur nicht ungeduldig werden. Während Nebelfalke sich weiter erholte, hatte sie andere Dinge zu tun. Nach dem Fest am Abend würde sie nach Darnassus zurückkehren.
Es sah aus, als ob die Verteidiger etwas Verstärkung erfahren würden. Die nächste Zusammenkunft war vorzubereiten und einige andere Sachen zu erledigen.

Leicht furchte sie die Stirn und drehte sich auf die Seite, die Decke über sich ziehend. Irgendetwas war im Busch. Nicht greifbar, nur eine Ahnung. Über diesen Gedanken schlief sie letztlich ein.


Zuletzt von Altra am 24.10.12 16:18 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:29

Luthien, 10.06.2011

Sie legte die Schreibfeder weg und überflog nochmals die Zeilen. Mit einem zufriedenen Nicken erhob sie sich dann, um das Schreiben zu Morgennebel hinauf zu bringen. So konnte er sich darum kümmern, wenn die Gespräche des Abends zuende waren.

Ihr gefiel der Gedanke, dass die junge Druidin Wildmond sich zukünftig um die Belange der druidischen Bewerber und Neuzugänge der Einheit kümmern würde. Daecali erschien ihr gewissenhaft genug, diese Aufgabe zu übernehmen und sie war zuversichtlich, dass die Druiden diesen Vorschlag befürworten würden.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:29

Luthien, 12.06.2011

Nachdenklich blickte die kleine Kaldorei Priesterin Nachtschatten noch einige Momente nach, als diese in ihrer Unterkunft verschwand, ehe sie sich langsam abwandte und zurück in die Enklave ging.
Die Nachricht von der Erblindung Nachtschattens hatte sie schockiert und froh war sie es, dass sich die Priesterin hatte überzeugen lassen, doch noch einmal mit Shan'do Hainläufer zu sprechen ehe sie ihr Augenlicht gänzlich verloren gab.

Hainläufers Prognose war ernüchternd gewesen, wenn auch nicht gänzlich hoffnungslos. Wie weit sich die Sehfähigkeit der Priesterin mit der Zeit wieder herstellen liesse und mit welchem Erfolg, blieb abzuwarten... einen Versuch war es ohne Zweifel wert.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:29

Luthien, 15.06.2011

Ihre Schritte führten sie zielstrebig in Richtung ihres Quartiers. Die zurückliegende, etwas chaotische Nacht ging ihr durch die Gedanken, sie lachte leise und schüttelte leicht den Kopf. Was für ein Durcheinander heute.

Eine Zusammenkunft mit Hindernissen oder "Verhindernissen" war es gewesen und dennoch ein interessantes Beisammensein, wenngleich manches ob der kleinen Gruppe heute Nacht unbesprochen geblieben war. Das Eintreffen des immer noch recht angeschlagenen Nebelfalke, war nur eine der unerwarteten Wendungen dieses Abends gewesen.
Das eine oder andere neue Gesicht hatte sich zu der Runde gesellt und ein Druide, der sich schon vor einiger Zeit nach der Gruppe erkundigte, hatte letztlich mit Hainläufer, Landis und Wildmond gesprochen und sich der Einheit angeschlossen.

Sie erreichte ihr Quartier, schob sachte den schweren Vorhang beiseite und ein Lächeln schlich sich in ihre Mundwinkel.

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BeitragThema: Re: Kleine Geschichten aus dem Zirkel   24.10.12 11:30

Tinnurandir, 17.06.2011

Auf meinem Felsen sitzend lasse ich die letzten beiden Nächte noch einmal Revue passieren.

Kurz nach Sonnenuntergang trafen wir uns am Fuße des Baumes, der der Einheit als Hauptquartier dient. Der Sprecher, Druiden und Verteidiger, bereit die Wanderung durch die Dunkelküste mitzumachen, ohne sich ihrer Fähigkeiten zu bedienen.

Die Reise nach Lor'Danel verlief ereignislos. Manche nutzten die Hippogryphen, einige der Druiden verwandelten sich lieber in eine Sturmkrähe. Noch war es erlaubt. Die Regeln würden erst gelten, wenn wir Lor'Danel verließen.

Schon bald erreichten wir das erste Hindernis, geschaffen durch das Wüten Xaxas und der Elementare: Eine unüberwindliche scheinende Schlucht breitete sich vor uns aus. Der Sprecher drehte sich zur Gruppe um und sein Blick haftete einen Moment an Pankration, eh er sich an mich wandte. "Ihr seid der Jüngste, also werdet ihr die Führung übernehmen, Bruder Waldmond."

In meiner Brust stritten sich Widerworte mit Stolz. Er setzte genug Vertrauen in mich, mir die Gruppe anzuvertrauen... oder war es nur eine Prüfung, an deren Ende er mich wieder maßregeln wollte, um mir zu zeigen, wie unzulänglich ich war? Ich wischte in Gedanken alle Zweifel beiseite und suchte eine Möglichkeit, die Schlucht zu überqueren, entschloss mich aber letztendlich dafür, sie zu umgehen.

Flüsse, Schluchten, Flüsse, Schluchten. Die Dunkelküste hatte wirklich gelitten unter den Angriffen. Wir ließen schließlich die Ruinen Auberdines hinter uns. Meine Freude über die Wanderung ließ mit jedem Schritt nach, meine Unsicherheit wuchs. Dies war nicht mehr der Wald, in dem ich aufgewachsen war. Dies war unbekanntes, gefährliches Gebiet. Immer wieder mussten wir lange Umwege auf uns nehmen, weil ein trügerisch sicherer, einfacher Weg sich als Sackgasse erwies.

Die Monde über uns tauchten den Wald in Schatten, aus denen die Geräusche der nächtlichen Jäger an unsere Ohren drangen. Laut brüllend riss ein Säbler seine Beute. Grollend streifte ein Bär durch das Unterholz, gerade außer Sichtweite. Der Schrei einer Eule weit über uns ließ ein Eichhörnchen schnell in seinem Bau verschwinden. Meine Unruhe kam aber eher von den Ruinen, den abgesplitterten Baumstämmen, den Zeichen des Kampfes. Mein Herz wurde mir schwer, als die Verwüstungen mehr und mehr wurden.

Den Tag verbrachten wir in einem Furbolglager, dessen Bewohner freundlich genug waren, uns aufzunehmen. Vor allem Aufseher Nebelfalke brauchte die Ruhe, auch wenn er dies niemals zugeben würde. Schwester Nachtsang erlegte ein Reh und schon bald war die Luft durchzogen von dem Duft des über dem Feuer bratenden Fleisches. Hunger hatte ich für drei... aber ich hielt mich eisern an die Regel, die meine Shan'do mir auferlegt hatte. Kein Hirsch, kein Reh.

"Trockenobst ist kein Ersatz dafür", schoss es mir durch den Kopf, eh ich einschlief.

Am nächsten Abend versuchten wir am Strand entlang weiter zu kommen. Aber schon bald trafen wir erneut auf einen Wasserlauf, der uns den Weg versperrte. Von einem wütend fauchenden Waldbrand aufgeheizt, war es uns nicht möglich, ihn schwimmend zu überwinden. Also suchte ich erneut nach einem Weg, ihn zu umgehen. Unser Ziel, der Hain der Uralten, war nicht mehr weit entfernt, aber dieses letzte, kurze Stück kostete mich mehr Nerven und Kraft als der bisherige Weg.

Ich bot dem Sprecher sogar an, die Führung abzugeben. Aber natürlich ließ er dies nicht zu. "Ihr müsst lernen, auch die Pflichten zu erfüllen, nach denen ihr nicht gefragt habt und die euch nicht zu Gesicht stehen, Bruder Waldmond." Ich biss die Zähne zusammen und ging weiter, darum bemüht, einen Weg durch die Unwegsamkeit zu finden.

Endlich lag der Hain vor uns. Erleichterung machte sich in meinem Innersten breit. Wann hatte sich mein Wesen derart verändert? War aus dem selbstsicheren Welpen ein stolpernder, zweifelnder geworden? Der Älteste nahm die Grüße aus Darnassus mit Wohlwollen entgegen. Aufseher Nebelfalke´s Verbände hatten sich gelöst durch die Anstrengungen, also erneuerten wir sie, eh wir mit Gryphen oder eigenen Schwingen nach Darnassus zurück kehrten.

Ich bin müde. Nicht wegen der Wanderung. Doch ein wenig auch. Aber vor allem... hatte ich mich bewiesen? Oder dem Sprecher gezeigt, dass ich seines Vertrauens nicht würdig war? Mit einer Hand fahre ich mir über das Gesicht, wie um meine Gedanken wie Spinnweben fortzuwischen.

Zeit zu ruhen, Zeit zu schlafen. Die Sonne geht bereits auf.
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